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Montag, 12. Dezember 05

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Riesch: „Nicht ernsthaft gedacht aufzuhören”

Aspen/München - Mit Krücken unter den Armen betrat Maria Riesch wieder deutschen Boden, doch auch nach ihrem zweiten Bänderriss ist die deutsche Ski-Hoffnung nicht mutlos geworden.

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Maria Riesch (l) nach ihrer Ankunft in München mit Mutter Monika Riesch.

„Ich habe nicht ernsthaft daran gedacht aufzuhören”, sagte Maria Riesch der dpa. „Natürlich denkt man im ersten Moment, warum wieder ich.” Die 21-Jährige landete am Mittag in München und fuhr zwecks weiterer Untersuchungen sofort zu Mannschaftsarzt Ernst-Otto Münch.

Statt in Sestriere um olympische Medaillen zu fahren, steht für Maria Riesch im nächsten halben Jahr erneut die harte Zeit der Rehabilitation an. „Ich weiß genau, was da auf mich zukommt. Das ist eben frustrierend”, sagte die Gesamtweltcup-Dritte der Saison 2003/04 nach ihrer fünften Verletzung innerhalb von 13 Monaten. Cheftrainer Wolfgang Maier macht sich nach dem Ausfall seiner zwei besten Abfahrerinnen keine Illusionen: „Da musst du dich zwangsläufig in die Zweitklassigkeit einreihen, da führt kein Weg dran vorbei.”

Wenigstens hatten zwei Teamkolleginnen von Maria Riesch Grund zum Strahlen: Annemarie Gerg fuhr im Slalom beim Sieg der Schwedin Anja Pärson überraschend auf Platz fünf und erzielte damit ihr zweitbestes Weltcup-Resultat. Martina Ertl-Renz überbot mit ihrem 403. Weltcup-Rennen den bisherigen Weltrekord der Österreicherin Anita Wachter. „Darauf bin ich sehr stolz”, sagte die 32-Jährige.

„Das wichtigste ist, gesund zu bleiben. Gerade wir hatten zuletzt ja so viel Pech”, spielte Martina Ertl-Renz auf die unheimliche alpine Verletzungsserie an. Nach den Rücktritten von Florian Eckert und Max Rauffer standen die Herren bereits vor Saisonbeginn ohne konkurrenzfähiges Abfahrtsteam da, der Ausfall von Hilde Gerg und nun auch Maria Riesch trifft die bisher so erfolgreichen Damen schwer. „Jetzt auch noch unser Juwel weg, der sitzt tief drin, der Schock”, stöhnt ARD-Experte Christian Neureuther. Ertl-Renz ist bei ihren fünften und letzten Olympischen Winterspielen die einzige Damen-Hoffnung auf Edelmetall: „Mein Ziel ist die dritte Olympia-Medaille.”

Die zunehmende Zahl von schweren Verletzungen im alpinen Skisport betrifft nicht nur den Deutschen Skiverband, doch angesichts der wenigen Spitzenkräfte trifft es den Alpin-Sektor des DSV besonders hart. „Wir müssen den Sport gesundheitsverträglicher machen. Man muss sich zusammensetzen”, forderte Alpin-Chef Walter Vogel in der ARD. Beim immer ausgefeilteren Material mit taillierten Ski und hohen Bindungsplatten ist der Faktor Mensch zur Sollbruchstelle geworden.

„Wir müssen die Situation einfach annehmen und das Beste draus machen. Jammern bringt jetzt wirklich nichts”, meint Vogel und fügt nicht ganz ohne Galgenhumor hinzu: „Wir haben ja noch einige, die oben am Berg stehen.” Der zarte Aufwärtstrend der vergangenen Saison wurde nun brutal gestoppt, die Aussichten für den Saisonhöhepunkt deswegen trübe. „Wir werden versuchen, in Turin noch was zu reißen. Natürlich sind die Erwartungen geringer, aber wir wollen nicht nur mitfahren”, sagt Vogel tapfer.

dpa-infocom



http://rhein-zeitung.de/on/05/12/12/sport/t/rzo205037.html
Montag, 12. Dezember 2005, 16:08 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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