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Dienstag, 11. Jun. 13

Stanley «Tookie» WilliamsSan Fran­cisco - Keine Gnade für den US-Todes­kan­dida­ten Stanley Tookie Wil­liams (51) durch Arnold Schwar­zeneg­ger: Wenige Stunden vor der geplan­ten Hin­rich­tung hat der kali­for­nische Gou­ver­neur ein ent­spre­chen­des...

Beirut: Anschlag auf JournalistNew York/Bei­rut - Unmit­tel­bar vor der Bekannt­gabe eines neuen Syrien-kri­tischen UN-Berichts zum Har­iri-Mord ist in Libanon erneut ein pro­minen­ter Kri­tiker der syri­schen Regie­rung ermor­det worden.

Washing­ton/Bag­dad - In einem Unter­suchungs­gefäng­nis des ira­kischen Innen­minis­teri­ums in Bagdad sind nach einem Bericht der ame­rika­nischen Tages­zei­tung „Wa­shing­ton Post” erneut Gefan­gene miss­han­delt und gefol­ter­t...

Bruns­büt­tel/Cux­haven - Eine Woche nach dem Unter­gang des Frach­ters „Ma­ritime Lady” in der Elbe ist das Wrack am Montag gehoben worden. Nach Angaben des Hava­rie­kom­man­dos in Cux­haven schlepp­ten zwei Schwimm­kräne den...

Berlin - Im Ent­führungs­fall des Deutsch-Liba­nesen Khaled el Masri will die Oppo­sition mit der Andro­hung eines Unter­suchungs­aus­schus­ses umfas­sende Auf­klärung erzwin­gen.

Berlin - Im Fall der im Irak ent­führ­ten deut­schen Archäo­login Susanne Osthoff und ihres Fahrers gibt es wei­ter­hin keine neue Ent­wick­lung. Der Kri­sen­stab des Aus­wär­tigen Amtes kam am Montag zwei Mal unter Lei­tung...

 Das Thema des Tages 

Salär von Aufsichtsräten - Was ist üblich?

Hamburg - In der Kontroverse über den vorgesehenen Einstieg von Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) als Aufsichtsratschef im deutsch-russischen Gaspipeline-Konsortium wird auch die Höhe seines angeblichen Salärs diskutiert. Nach Medienberichten soll Schröder mehr als eine Million Euro pro Jahr erhalten.

Europas Spitzenverdiener unter den Aufsichtsratsvorsitzenden kassieren nach einer Studie der Unternehmensberatung Towers Perrin jährlich bis zu 700 000 Euro.

Bei den großen börsennotierten Unternehmen in Deutschland liegen die Vergütungen aber deutlicher niedriger, bei den im Deutschen Aktienindex (DAX) vertretenen Konzernen sind es im Schnitt rund 200 000 Euro. Allerdings ist der Verdienst der Chefkontrolleure der DAX-Konzerne in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen, seit 2002 um 50 Prozent.

Zu den Großverdienern gehört unter anderem der Aufsichtsratschef von ThyssenKrupp, Gerhard Cromme, mit 334 080 Euro im Geschäftsjahr 2004/2005 (30. September). Der drittgrößte deutsche Pharmakonzern Schering zahlte für das vergangene Geschäftsjahr 2004 Chefkontrolleur Giuseppe Vita ausgewiesene 368 000 Euro. Darin sind allerdings langfristige Elemente, die an die Aktienkursentwicklung geknüpft sind, eingeschlossen. Henkel-AR-Chef Albrecht Woeste kommt der Studie zufolge 2005 auf 360 800 Euro im Jahr und E.ON-Chefkontrolleur Ulrich Hartmann auf 354 390, bei der Deutschen Bank sind es für AR-Chef Rolf-E. Breuer 315 250 Euro.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der DaimlerChrysler AG, Hilmar Kopper, erhielt dem Unternehmen zufolge im vergangenen Jahr 245 900 Euro. Bei VW hat Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch für 2004 laut Geschäftsbericht eine feste Vergütung von 22 000 Euro (einschließlich Sitzungsgeld) erhalten sowie auf Basis der Dividende von 1,05 Euro je Stammaktie eine veränderliche Vergütung von 225 000 Euro. Die geringste Entlohnung unter den DAX-Unternehmen gab es 2004 für adidas-Aufsichtsratschef Henri Filho (42 000 Euro).

Die Vergütung der Stellvertreter in den Aufsichtsgremien der 30 Unternehmen des Deutschen Aktienindex liegt der Studie 2005 zufolge bei rund 136 000 Euro. Die übrigen Aufsichtsräte bekamen in diesem Jahr rund 68 000 Euro und damit 7 Prozent mehr als 2004.

Zu beachten ist allerdings, dass es bei den Vergütungen feste und variable Bestandteile gibt. Auch haben Aufsichtsräte mitunter Beraterverträge mit den Unternehmen. Daneben üben sie häufig mehrere AR-Mandate aus. Towers Perrin beobachtet insgesamt einen Trend, die feste Vergütung der Aufsichtsräte zu erhöhen und variable Anteile wie erfolgsabhängige Zahlungen zu verringern. Viele Unternehmen machten die Vergütung weniger von Dividenden abhängig, die der Aufsichtsrat selbst Jahr für Jahr festlegt. Aktionärsschützer fordern dies seit langem. So sagte auch Klaus Nieding von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) der dpa: „Aufsichtsräte sollten unabhängig von Erfolgskennziffern vergütet werden.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/12/12/tt/t/rzo205101.html
Montag, 12. Dezember 2005, 21:24 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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