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Freitag, 3. Apr. 20

Protestierende Telekom-MitarbeiterBonn - Der Auf­sichts­rat der Deut­schen Telekom hat trotz erneu­ter Pro­teste tau­sen­der Beschäf­tig­ter am Mon­tag­abend dem geplan­ten mas­siven Stel­lenab­bau zuge­stimmt.

Frank­fur­t/Main - An der Frank­fur­ter Wert­papier­börse wurden im Par­kett­han­del am 12.12.2005 um 20.01 Uhr fol­gende Schluss­kurse für die 30 Werte des Deut­schen Aktien­index DAX fest­gestellt.

Frank­fur­t/Main - Nach guten Vor­gaben aus den USA und Japan ist der DAX am Montag zeit­weise auf den höchs­ten Stand seit Mitte April 2002 gestie­gen. Ange­sichts eines stei­gen­den Euro gab der Lei­tin­dex jedoch einen...

Nürn­berg - Aus für die AEG in Nürn­berg: Zum Jah­res­ende 2007 schließt der Elec­tro­lux-Kon­zern das tra­diti­ons­rei­che Haus­geräte­werk mit 1750 Beschäf­tig­ten. Dies beschloss der Auf­sichts­rat des schwe­dischen Unter­neh­mens...

Frank­fur­t/Main - In der Tarifrunde für die 3,4 Mil­lio­nen Beschäf­tig­ten der Metall- und Elek­tro­indus­trie will die IG Metall kräf­tige Ein­kom­men­ser­höhun­gen von bis zu fünf Prozent durch­set­zen.

Berlin - Das Weih­nachts­geschäft im deut­schen Ein­zel­han­del kommt langsam besser in Schwung. Am dritten Advents­sams­tag habe der Umsatz gering­fügig über dem schwa­chen Niveau vor einem Jahr gele­gen...

Electrolux schließt AEG-Werk Nürnberg - IG Metall kündigt Streik an

Nürnberg - Aus für die AEG in Nürnberg: Zum Jahresende 2007 schließt der Electrolux-Konzern das traditionsreiche Hausgerätewerk mit 1750 Beschäftigten.

Mitarbeiterproteste bei AEG

Die Beleg­schaft hatte wie­der­holt mit Warn­streiks gegen die Sch­ließung des Werks pro­tes­tiert.

Dies beschloss der Aufsichtsrat des schwedischen Unternehmens am Montag in Stockholm nach monatelangen Verhandlungen mit den Arbeitnehmern. Zur Begründung nannte Electrolux den rasanten Preisverfall bei Hausgeräten und die hohen Produktionskosten in Nürnberg. Die IG Metall kündigte harten Widerstand an. Sie forderte einen Sozialtarifvertrag und drohte mit Streiks.

„Mit Blick auf das Gesamtunternehmen gibt es keine Alternative”, sagte Electrolux-Konzernvorstand Johan Bygge, verantwortlich für das Hausgerätegeschäft in Europa und Asien. Die Produktionskosten in Nürnberg seien nicht mehr wettbewerbsfähig. „Electrolux macht mit jeder Waschmaschine aus Nürnberg, die in Deutschland verkauft wird, 60 Euro Verlust, bei jedem Geschirrspüler sind es 45 Euro”, erklärte Bygge. Im Nürnberger Werk werden in diesem Jahr rund 1,4 Millionen Waschmaschinen, Geschirrspüler und Trockner hergestellt.

Die Produktion solle schrittweise nach Italien und Polen verlagert werden. Der Konzern bezifferte die Schließungskosten auf rund 245 Millionen Euro. Das Management werde in den nächsten Tagen Verhandlungen mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan aufnehmen. Der Arbeitsplatzabbau soll in mehreren Schritten bis Ende 2007 vollzogen werden.

Die IG Metall will mit Streiks einen Sozialtarifvertrag durchsetzen. „Wir werden Electrolux in den nächsten Monaten ordentlich verprügeln”, rief der zweite Bevollmächtigte der Nürnberger IG Metall Jürgen Wechsler auf einer Kundgebung vor den Werkstoren. „Was hier gemacht wird, ist Menschen verachtend.”

Von dem Beschluss seien mehrere 1000 Menschen in der Region betroffen. Die Nachricht von der Entscheidung des Aufsichtsrats war der Belegschaft von Electrolux-Manager Horst Winkler auf einer Betriebsversammlung überbracht worden. Seine Ausführungen wurden mit einem heftigen Pfeifkonzert quittiert. Die Belegschaft hatte für den Erhalt des Werks weitere millionenschwere Zugeständnisse angeboten.

„Wir werden nicht kampflos 1750 Arbeitsplätze platt machen lassen”, sagte IG Metall-Vize Berthold Huber in Frankfurt. Einen Beschluss über einen möglichen Käuferstreik gegen den Hausgeräte-Hersteller gebe es noch nicht. „Wir werden uns auf jeden Fall vorbereiten.” Politiker in der Region reagierten enttäuscht. Das AEG-Werk ist eine der letzten großen industriellen Produktionsstätten in Nürnberg.

Dagegen sagte Electrolux-Manager Bygge, der „Weiße-Ware-Branche” stünden Umwälzungen ins Haus wie der Unterhaltungselektronik in den 80er Jahren. Viele Unternehmen hätten den Wandel verschlafen und nicht überlebt. „Wir müssen sicherstellen, dass Electrolux in diesem turbulenten Wettbewerb nicht dasselbe Schicksal erleidet.” Bygge räumte auf einer Pressekonferenz in Nürnberg ein, dass der „Fall Nürnberg” ein schlechtes Licht auf Electrolux werfen könne, zeigte sich aber überzeugt, dass die Marke aber keinen Schaden nehmen werde. „Manchmal muss man harte Entscheidungen treffen, um erfolgreich zu sein.”

Das AEG-Werk im fränkischen Rothenburg ob der Tauber ist vom Schließungsbeschluss nicht betroffen. Die Produktion von Einbauherden sowie das zentraleuropäische Ersatzteillager mit rund 1300 Mitarbeitern blieben erhalten. Die Schließung des 1922 gegründeten Nürnberger Werks habe auch keinen Einfluss auf die Markenpolitik des Unternehmens. Electrolux hatte die AEG Hausgeräte GmbH 1994 übernommen und seither die Marke AEG international verwertet. Der Konzern kündigte am Montag ferner an, die Schließung des schwedischen Werks Torsvik mit 190 Beschäftigten zu prüfen.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/12/12/wirtschaft/t/rzo204989.html
Montag, 12. Dezember 2005, 17:46 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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