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Freitag, 22. Jun. 18

Düs­sel­dorf - Alz­hei­mer-Pati­enten und ihre Angehö­rigen sollten Weih­nach­ten am besten „wie in alten Zeiten” bege­hen. Das rät die Deut­sche Gesell­schaft für Geron­topsych­iatrie und -psy­cho­the­rapie (DGGPP) in...

Zürich - Krank­haf­tes Schnar­chen lässt sich auch durch Did­geri­doo-Spie­len behan­deln. Das Blas­instru­ment der aus­tra­lischen Urein­woh­ner führe laut einer Studie dazu...

Han­nover - Abge­hetzt von Weih­nacht­sein­käu­fen berei­tet die Mutter das Fest­tags-Menü vor, der Vater biegt den Tan­nen­baum im Wohn­zim­mer zurecht, und die Kinder strei­ten sich über das Fern­seh­pro­gramm.

Dessau - Das rich­tige Anhei­zen von Öfen oder Kaminen senkt die pro­ble­mati­sche Fein­stau­bent­wick­lung beim Heizen mit Holz. Darauf weist das Umwelt­bun­des­amt (UBA) in Dessau (Sach­sen-Anhalt) hin.

München - Von Ent­zün­dun­gen der Bauch­spei­cheldrüse Betrof­fene sollten sich nicht fettarm ernähren. Ange­brach­ter sei „fett­mode­rate” Kost. Das berich­tet die Zeit­schrift „Ärzt­liche Praxis” unter Beru­fung auf den...

Berlin - Säu­rebin­dende Arz­nei­mit­tel für den Magen sollten zeit­lich getrennt von anderen Medi­kamen­ten ein­genom­men werden. Darauf weist die Bun­des­ver­eini­gung Deut­scher Apo­the­ker­ver­bände (ABDA) in Berlin hin.

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Bei Überbeinen heilt oft die Zeit

Heidelberg/Essen - Ganglien, im Volksmund als Überbeine bezeichnet, sind meist kein Grund zur Sorge.

Überbein

Überbeine verschwinden oft von selbst wieder. (Bild: Schierenbeck/dpa/gms)

Sie bilden sich an Füßen und Händen in der Nähe der Gelenke und treten als Knoten unter der Haut zu Tage. Der Rat der Ärzte: abwarten und nichts tun.

Denn häufig bilden sie sich nach einiger Zeit von selbst zurück. „Ein Ganglion ist eine Degeneration der Gelenkkapsel”, erklärt Professor Abdul-Kader Martini von der Uniklinik Heidelberg, Leiter der Sektion Hand der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC). Es handelt sich dabei um einen gutartigen Weichteiltumor, der eine unter der Haut gelegene, mit zäher Flüssigkeit gefüllte Kammer bildet, die eine stielartige Verbindung mit einem Gelenk oder einer Sehnenscheide hat.

„Mehr als 90 Prozent aller Überbeine werden an der Hand diagnostiziert”, sagt Handchirurg Kurt Steffens vom St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh in Essen. Bei Menschen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren werden Überbeine am häufigsten beobachtet. Und dreimal mehr Frauen als Männer plagen sich mit ihnen.

„Ein Ganglion kann ein frühes Symptom für Gelenkverschleiß sein”, sagt der Mediziner Daniel Frank vom Renigius Krankenhaus in Leverkusen, Präsident der Deutschen Assoziation für Fuß- und Sprunggelenk. Bestenfalls schmerzt ein Ganglion gar nicht. Es können aber auch Schmerzen bis in Ellenbogen oder Oberarm ausstrahlen.

„Von seltenen Ausnahmen abgesehen, gibt es keine Eile bei der Therapie. Aus einem Ganglion kann nichts Besorgnis erregendes entstehen”, sagt Handchirurg Steffens. Dazu müsse die Diagnose aber zweifelsfrei sein: Röntgenaufnahmen und Ultraschalluntersuchungen helfen in schwierigen Fällen, eine Arthrose oder einen gefährlichen Tumor von einem mit Flüssigkeit gefüllten Überbein zu unterscheiden.

Die Zeit ist in vielen Fällen auf Seiten des Patienten: Fast die Hälfte der Überbeine bildet sich innerhalb von sechs bis neun Monaten von selbst zurück. Bei Kindern ist die Wahrscheinlichkeit dafür noch höher. Deshalb warten Ärzte bei Kindern bis zu einem Jahr ab, ehe sie zum letzten Mittel greifen: dem Skalpell.

Zuvor wird aber versucht, dass Überbein mit anderen Mitteln zu entfernen. Von einer Selbstbehandlung sollte abgesehen werden. Greift ein Arzt zur Nadel, sind die Erfolgsaussichten nicht so schlecht: Ein Fünftel der punktierten Ganglien verschwindet dauerhaft. Zusätzlich kann auch Kortison gespritzt werden. Bevor es dazu kommt, wird Patienten in der Regel Krankengymnastik empfohlen. Helfen kann auch das Zerdrücken des Ganglions, was aber auch auf jeden Fall ein Arzt machen sollte.

Operiert werden kann meist ambulant. Nur bei Ganglien in der Nähe der Handarterien sei besondere Vorsicht geboten, sagt Handchirurg Kurt Steffens. „Dieser Eingriff sollte möglichst nur in Abteilungen mit Erfahrung in der Handchirurgie vorgenommen werden.”

Wurde ein Überbein erfolgreich beseitigt, ist die Sache oft nicht aus der Welt: „Ganglien haben eine hohe Wiederentstehungsrate”, erklärt Daniel Frank. Selbst nach einer Operation muss in einem Zehntel der Fälle damit gerechnet werden, dass der Stiel wieder aufplatzt und sich ein neues Ganglion bildet.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/05/12/25/service/gesundheit/t/rzo198294.html
Donnerstag, 17. November 2005, 12:17 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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