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Montag, 23. Januar 06

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Spekulationen um Osthoff-Freilassung

Berlin - Die Spekulation um eine Lösegeldzahlung für die Freilassung der im Irak entführten Deutschen Susanne Osthoff dauert an.

Susanne Osthoff

Ex-Geisel Susanne Osthoff hat unmittelbar nach ihrer Freilassung Dollarscheine aus dem Lösegeld bei sich.

Die Regierung lehnte am Montag in Berlin jegliche Stellungnahme dazu ab.

So äußerte sie sich nicht zu Berichten , wonach die Archäologin unmittelbar nach ihrer Freilassung Dollarscheine des Lösegeldes - angeblich etwa 3000 Dollar - bei sich gehabt haben soll. Mitarbeiter der Botschaft fanden das Geld laut „Focus” in Osthoffs Kleidung, als sie nach ihrer Freilassung die Dusche der diplomatischen Vertretung benutzte.

Der Sprecher des Auswärtigen Amtes (AA), Martin Jäger, sagte dazu „ganz allgemein und abstrakt”: Es gehöre grundsätzlich nicht zu den Aufgaben der Mitarbeiter von deutschen Botschaften, Beweismittel für polizeiliche oder staatsanwaltschaftliche Ermittlungsverfahren sicherzustellen. „Die Aufgaben von Botschaftsmitarbeitern liegen vielmehr in konsularischen oder der humanitären Hilfe.”

Nach einem Bericht des Online-Angebotes des Hamburger Magazins „Stern” sind das AA und das Bundeskriminalamt (BKA) über die Medienberichte verwundert. Osthoff habe weder das Geld noch dessen Herkunft versucht geheim zu halten, erklärten mit dem Fall betrauten Ermittler und Diplomaten laut „stern.de.” Ein Diplomat habe die Verdachtsvorwürfe als „ehrabschneidend” bezeichnet.

Osthoff hatte zuvor erklärt, sie habe bei ihrer Entführung 2668 Dollar bei sich geführt, mit denen Rechnungen von Handwerkern beglichen werden sollten. Dieser Betrag sei ihr von den Entführern abgenommen worden, und sie habe es zurückverlangt. Ein Sicherheitsbeamter sagte der „Süddeutschen Zeitung” (Montag): „Vielleicht wollten sie (die Kidnapper) dann vor der Freilassung aus der Gefangenschaft dieses Geld zurückgeben und haben nur in die falsche Kasse gegriffen.”

Offiziell zahlte Deutschland kein Lösegeld für Osthoff. Nach Medienberichten sollen aber mehrere Millionen Dollar gezahlt worden sein. Jäger sagte: „Die Kanzlerin wie auch der Bundesaußenminister haben darauf hingewiesen, dass Deutschland grundsätzlich nicht erpressbar ist.” Die Bundesregierung lehne jegliche Zahlung von Lösegeld ab.

Auch vor dem Hintergrund des vom Generalbundesanwalt wegen der Geiselnahme eingeleiteten Ermittlungsverfahrens würden die neuen Presseberichten nicht kommentiert. Er betonte, das Verfahren richte sich nicht gegen Osthoff, sondern gegen Unbekannt. Jäger sagte: „Die Bundesregierung wird dort vertraulich im Bundestag berichten, wo es gewünscht wird.”

FDP-Generalsekretär Dirk Niebel forderte Außenminister Frank- Walter Steinmeier (SPD) auf, im Parlamentarischen Kontrollgremium darüber zu berichten. „Jede weitere Geheimniskrämerei schadet potenziellen Entführungsopfern.”

Nach dem „Focus”-Bericht stellten Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) bei einer Überprüfung der Seriennummern der bei Osthoff gefundenen Geldschein eine Übereinstimmung mit dem von der Bundesregierung gezahlten Lösegeld fest. Es habe keinerlei Indizien für eine Verstrickung Osthoffs in ihre Entführung gegeben. Wäre ein „Restverdacht” geblieben, hätte man sie kaum „in Dubai ihrer Wege ziehen lassen”. „stern.de” zitiert einen Ermittler mit den Worten: „Aber da war nichts, absolut nichts.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/01/23/news/t/rzo215048.html
Montag, 23. Januar 2006, 18:34 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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