Nachrichten Sport Magazin Service
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Internet-Service Kontakt
Auto Computer Multimedia Wirtschaft Freizeit Urlaub Gesundheit Beruf Lexikon
Dienstag, 20. Aug. 19

Bonn - Schon zwölf Prozent der 13- bis 24-Jäh­rigen in Deutsch­land haben nach Angaben des Bun­des­ver­ban­des der Inkasso- Unter­neh­men Schul­den. Im Schnitt belie­fen sie sich auf rund 1800 Euro...

Hamburg - Wein­trin­ker sehen ihren eigenen Fern­seh­sen­der, Segel­freunde auch, Auto-Fans, Bibel­leser und Hobby-Köche sowieso. Im digi­talen Kabel-TV gibt es längst Pro­gramme für fast jeden Geschmack.

Mün­chen/Lon­don - Der Mobil­funkan­bie­ter O2 will sich unter dem Dach der spa­nischen Tele­fónica zum inte­grier­ten Kom­muni­kati­ons-Dienst­leis­ter wan­deln. „Mit O2 Genion bieten wir seit 1999 tra­ditio­nell ein...

Ams­ter­dam - Die Medi­zin­tech­nik und die Halblei­ter­sparte haben das Geschäft des nie­der­län­dischen Elek­tro­nik­kon­zerns Philips 2005 beflü­gelt.

Cannes - Kul­tur­staats­minis­ter Bernd Neumann (CDU) will Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen wie das ille­gale Kopie­ren oder Her­unter­laden von Mu­sik über Tausch­bör­sen weiter unter Strafe stel­len.

München - Der Anteil der Infor­mati­ons­tech­nik und Tele­kom­muni­kation am deut­schen Brut­toin­land­spro­dukt wird sich einer Studie zufolge in den kom­men­den zehn Jahren etwa ver­dop­peln. Im Jahr 2015 werde er etwa bei...

Computer

News  

CD der Woche  

Surftipps  

Tipps  

Nutzen und Grenzen digitaler Stifte

Krefeld/München - Nur die wenigsten Computernutzer schreiben blind mit zehn Fingern.

Digitaler Stift

Mit digitalem Stift Geschriebenes in Dokumente einfügen. (Bild: Wacom/dpa/gms)

Für alle anderen könnten Digitalstifte und spezielle Tabletts als Schreibunterlage eine Lösung sein, mit denen sich handschriftliche Notizen auf den Bildschirm zaubern lassen.

Doch lässt sich damit die Tastatur komplett ersetzen? „Theoretisch ist das möglich”, sagt Jens Krüger, Produktmanager beim japanischen Spezialisten für Stifttabletts, Wacom, mit Sitz in Krefeld. „Wir sehen unsere Produkte hauptsächlich als Zusatzeingabegeräte für die Bereiche, in denen ein Stift gegenüber der Maus einen Vorteil hat, beispielsweise beim Zeichnen und Malen am Rechner oder bei der Fotobearbeitung.” Wer nach langem Arbeiten mit der Maus Probleme mit dem Handgelenk hat, könne die Stifte als Maus-Ersatz benutzen.

Die Stifttabletts von Wacom werden über den USB-Anschluss mit dem Rechner verbunden. Zu jedem Tablett gehört ein spezieller Stift, der wie ein normaler Kugelschreiber aussieht. Ein in die Sensorfläche des Tabletts eingebautes Gitternetz ermittelt mit Hilfe elektromagnetischer Wellen die genaue Position der Stiftspitze. Das Tablett leitet dann die Position sowie die Neigung und die Druckstärke der Stiftspitze an den Rechner weiter.

Bei Power-Point-Präsentationen kann der Stift nach Angaben von Krüger als Laserpointer verwendet werden. Ebenso ist es möglich, mit Stift, Beamer und PC ein Diagramm - so wie früher mit dem Overhead-Projektor - an die Wand zu zeichnen. Arbeiten mehrere Personen an einem Text, lassen sich Stellen wie mit einem Textmarker einfärben und Wörter durchstreichen - ganz so, als handele es sich um ein Papierdokument. Zur Texteingabe in Formularfelder und zum Unterschreiben von Word-Dokumenten ist das Stift-Tablett-Duo ebenfalls nützlich.

Als reines Zeichen- und Schreibwerkzeug ist der Digital Pen io2 des Schweizer Herstellers Logitech mit Sitz in München konzipiert. Dabei handelt es sich um einen Kugelschreiber, in dessen Inneren sich eine Kamera befindet. Weil auch noch Akkus und Tinte in dem Stift Platz finden müssen, kommt er etwas klobig daher. Als Schreibunterlage dient Spezialpapier, das sowohl im DIN-A4-Format als auch als selbstklebender Notizzettel erhältlich ist.

Das Geheimnis dieses digitalen Papiers ist ein Muster aus winzigen, im Abstand von 0,3 Millimetern aufgedruckten Punkten. Während des Schreibvorgangs nimmt die in den Stift eingebaute Kamera Bilder des gemusterten Papiers auf. Wird der Stift in die Ladestation gesteckt, werden die Laufwege der Stiftspitze - die Linien und Buchstaben - über ein USB-Kabel auf den PC übertragen.

Wer sich je die Mühe machte, die Notizen einer anderen Person abzuschreiben, ahnt das Problem, vor dem Programme zur Handschriftenerkennung stehen. Wann ist ein großes A ein großes A und wann hört bei ABER das A auf, wann fängt das B an? Das sind nur zwei Beispiele für Aufgaben, welche die Software zu bewältigen hat.

Um dies zu lösen sind im Speicher der Software viele verschiedene Schreibweisen für einen Buchstaben hinterlegt. Ein großes A ist dort nicht einfach ein umgedrehtes großes V mit einem Querstrich. Es kann ein Aufstrich sein, dem ein Abstrich und ein Querstrich folgen. Manch einer fängt oben an: Dann besteht ein A aus zwei Abstrichen, die am gleichen Ort beginnen und einem Querstrich.

Die Software vergleicht diese abgespeicherten Muster mit dem gemessenen Signalverlauf - zu welchem Zeitpunkt sich die Stiftspitze an welchem Ort befand, ist ja bekannt. „Was am Ende herauskommt, ist nicht: "ich habe das Wort ABER geschrieben", sondern: "die Wahrscheinlichkeit für die Buchstabenfolge A-B-E-R ist maximal"”, erklärt Joachim Schenk, Experte für Handschrifterkennung am Lehrstuhl für Mensch-Maschine-Kommunikation der Universität München.

Erstrebenswert ist das völlige Ersetzen der Tastatur nach Ansicht von Schenk jedoch nicht: Es sei vielmehr eine sinnvolle Erweiterung der bestehenden Eingabemöglichkeiten - etwa wenn man unterwegs Gedanken festhalten will. „Wenn es aber darum geht, schnell und möglichst sicher Daten auf den Computer zu übertragen, bietet die Tastatur im Moment immer noch das robusteste Verfahren.” Das Tippen der richtigen Taste ist ein unmissverständliches Signal.

Und auch im Zwei-Finger-Suchsystem ist ein Satz mit etwas Übung schneller aufgeschrieben, als mit der Hand. Zumindest dann, wenn der Text nicht mit eiliger Sauklaue geschrieben wurde, die auf Schlangenlinien statt klar erkennbare Buchstaben setzt.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/01/23/service/computer/t/rzo209895.html
Montag, 02. Januar 2006, 10:19 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
 
Druckversion