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Donnerstag, 14. Nov. 19

Bonn - Schon zwölf Prozent der 13- bis 24-Jäh­rigen in Deutsch­land haben nach Angaben des Bun­des­ver­ban­des der Inkasso- Unter­neh­men Schul­den. Im Schnitt belie­fen sie sich auf rund 1800 Euro...

Hamburg - Wein­trin­ker sehen ihren eigenen Fern­seh­sen­der, Segel­freunde auch, Auto-Fans, Bibel­leser und Hobby-Köche sowieso. Im digi­talen Kabel-TV gibt es längst Pro­gramme für fast jeden Geschmack.

Mün­chen/Lon­don - Der Mobil­funkan­bie­ter O2 will sich unter dem Dach der spa­nischen Tele­fónica zum inte­grier­ten Kom­muni­kati­ons-Dienst­leis­ter wan­deln. „Mit O2 Genion bieten wir seit 1999 tra­ditio­nell ein...

Ams­ter­dam - Die Medi­zin­tech­nik und die Halblei­ter­sparte haben das Geschäft des nie­der­län­dischen Elek­tro­nik­kon­zerns Philips 2005 beflü­gelt.

Cannes - Kul­tur­staats­minis­ter Bernd Neumann (CDU) will Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen wie das ille­gale Kopie­ren oder Her­unter­laden von Mu­sik über Tausch­bör­sen weiter unter Strafe stel­len.

München - Der Anteil der Infor­mati­ons­tech­nik und Tele­kom­muni­kation am deut­schen Brut­toin­land­spro­dukt wird sich einer Studie zufolge in den kom­men­den zehn Jahren etwa ver­dop­peln. Im Jahr 2015 werde er etwa bei...

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Zehn Jahre danach - Windows 95 läuft noch auf vielen PCs

Paderborn/München - Vor zehn Jahren kam das Betriebssystem Windows 95 auf dem Markt.

Windows 95

Installationen mit „Plug and Play” - mit Windows 95. (Bild: Microsoft/dpa/gms)

Und selbst heute können sich manche Anwender noch nicht von dem alten Programm trennen. „Etwa 0,1 Prozent der Computer-User in Deutschland arbeiten noch mit Windows 95.

Das sagt Michael Mikolajczak vom Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn. Rund 60 Prozent verwenden dagegen eine Windows-XP-Version. Viele Vorteile, mit denen Microsoft in einer groß angelegten PR-Kampagne für Windows 95 warb, sind auch bei den neueren Versionen von Windows-Betriebssystemen noch Standard: So konnte laut Irene Nadler von Microsoft Deutschland in München bei Windows 95 neue Hardware dank „Plug and Play” einfacher installiert werden. Die Taskleiste mit Programmfenstern und Links zu den Programmen ermöglichten einen schnelleren Wechsel zwischen den Anwendungen.

Pop-Up-Menüs, die mit der rechten Maustaste aktiviert wurden, erleichterten das Arbeiten. Dateinamen konnten mehr als acht Zeichen haben. Auch Multimedia-Anwendungen wie Audio-CDs, Videos und Spiele konnten jetzt mit PCs genutzt werden, sagt Nadler. „Das System führte dazu, dass der PC auch im privaten Bereich stärker genutzt wurde.”

„Windows 95 war nichts bahnbrechend Neues, sondern ein großes Update der vorherigen Versionen”, sagt Johannes Endres, Redakteur des Computer-Magazins „c't” in Hannover. Apple machte in ironischen Anzeigen auf Features von Windows 95 aufmerksam, die im Apple-Betriebssystem Mac OS bereits vorhanden waren - wie der Papierkorb auf dem Desktop oder acht Zeichen lange Dateinamen.

Für Endres sprechen zwei Gründe dafür, heute noch mit Windows 95 zu arbeiten: „Entweder Sie haben einen uralten Rechner, auf dem nichts anderes läuft, oder Sie haben einen Rechner, der mit Windows 95 gut läuft und sind damit zufrieden - nach dem Motto: Never change a running system!”, scherzt der Experte. Seiner Erfahrung nach läuft aber das neuere Windows 98 SE wesentlich stabiler als Windows 95.

Ein großes Problem sind nach Ansicht von Endres fehlende Sicherheits-Updates für die zehn Jahre alte Windows-Version: Microsoft bietet nur noch für Windows 98 Bausteine an, um Sicherheitslücken zu schließen. „Auf einem alten PC, der nicht am Internet hängt, oder als Grundlage für alte Software kann Windows 95 noch überhaupt noch eingesetzt werden”, sagt Nadler.

„Wer noch einen alten Rechner zu Hause stehen hat, kann aber mit Windows 95 anfangen, um die Computer überhaupt kennen zu lernen”, sagt Mikolajczak. Ein Wechsel zu neueren Windows-Programmen sei dann kein Problem mehr. Private Anwender brauchten nicht immer ein High-End-Gerät. Auch mit Windows 95 könne man viele Anwendungen üben. Allerdings sei in der ersten Versionen zum Beispiel kein Internet-Explorer enthalten, der Zugang zum Internet etwas schwierig.

Auch die Kompatibilität mit neuerer Hard- und Software sei nicht immer gegeben, sagt der Programmierer Marcel Jaspaert vom Heinz Nixdorf MuseumsForum. USB-Sticks und neuere Grafikkarten mit PCI-Express-Technik lassen sich möglicherweise nicht installieren. Das hänge unter anderem davon ab, ob der Treiber eine Installation unter Windows 95 noch unterstützt. „Bei Office-Programmen und Windows-Systemen kann man aber davon ausgehen, dass die jeweils aufeinander folgenden Generationen zusammen passen”, sagt Nadler.

„Ab Windows 95 musste kein eigenes Betriebssystem wie MS DOS mehr vorinstalliert werden”, sagt Jaspaert. Denn das neue Programm war im Gegensatz zum Vorläufer Windows 3.11 ein eigenes Betriebssystem. Die System-Voraussetzungen für Windows 95 sind nach Angaben von Microsoft vier bis acht Megabyte (MB) Arbeitsspeicher, 35 bis 40 MB Festplatte - mit Internetzugang werden 20 MB zusätzlich benötigt - und ein 386-DX-Prozesser. „Mit einem 468er ruckelt und zuckelt Windows 95 allerdings. Besser ist ein Intel-1-Prozessor”, sagt Mikolajczak.

Windows-XP-taugliche Rechner mit 500-Megahertz-Prozessor und 128-MB-Arbeitsspeicher und Festplatte im Gigabyte-Bereich seien bereits für wenig Geld auf dem Schrottplatz zu haben, sagt Endres. Möglicherweise ist das die besser Alternative, denn: „Windows 95 hat schon Einzug ins Museum gehalten”, sagt Mikolajczak. In der Computer-Abteilung des Heinz Nixdorf MuseumsForum können junge Menschen bereits die Anwendung von einst bestaunen.

Informationen: Heinz Nixdorf MuseumsForum, Fürstenallee 7, 33102 Paderborn (Tel.: 05251/30 66 00, Internet: www.hnf.de.)

www.hnf.de

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/01/23/service/computer/t/rzo210438.html
Mittwoch, 04. Januar 2006, 11:19 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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