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Montag, 16. Sep. 19

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Speyer: Zwischen Kaiserdom und kühler Technik

Speyer - Der Dom von Speyer ist das größte romanische Bauwerk Deutschlands. Zwei Millionen Gäste kommen deswegen jährlich in die mehr als 2000 Jahre alte Stadt am Rhein.

Altstadt Speyers

Bei Touristen beliebt: Das Stadttor Altpörtel. (Bild: Bernd. F. Meier/dpa/gms)

Flugzeug- und Automobilfans kommen im Technikmuseum am Rand der Altstadt auf ihre Kosten.

„Speyer ist nicht nur das Tor zur Pfalz, sondern auch eine Stadt mit italienischem Flair”, sagt die Stadtführerin Siegrid Piork. Wie zum Beweis zeigt sie beim Rundgang durch die malerische Altstadt auf den allein stehenden Georgenturm aus dem 13. Jahrhundert: „Das ist unser Campanile.” Wer zwischen Kaiserdom und dem Stadttor Altpörtel durch die Gassen von Speyer streift, dem begegnet an jeder Ecke große Geschichte aus vielen Jahrhunderten. Bereits im Jahr 10 vor Christus von den Römern begründet, ist die lebendige 50 000-Einwohner-Stadt zusammen mit Trier und Köln eine der ältesten Siedlungen Deutschlands.

Beherrschend erhebt sich der im Jahr 1061 geweihte Kaiserdom zwischen Altstadt und Rhein. Die seit 1981 zum Unesco-Weltkulturerbe zählende Bischofskirche ist mit ihrer Krypta und den Gräbern der Kaiser und Könige der Salier, Staufer und Habsburger die größte erhaltene romanische Kirche überhaupt. Der Dom ist denn auch das Ziel der allermeisten Gäste Speyers, die gerade in den Herbstwochen als „Tor zur Pfalz” auch Ausgangsort für eine Wein-Reise in die malerischen, benachbarten Winzerdörfer ist.

Zwischen Dom und dem mittelalterlichen Altpörtel herrscht auf der Maximilianstraße stets quirliges Leben. Mächtige Palmen und blühender Oleander sorgen bis spät ins Jahr für italienisches Flair. „Sobald die Sonne auch nur ein wenig herauskommt, sitzen die Gäste in den Caféterrassen. Wir haben ein sehr mildes Klima”, erzählt die Stadtführerin Siegrid Piork. Zum Stadtjubiläum im Jahr 1990 wurde die geschichtsträchtige Via Triumphalis, über die einst römische Legionäre, Kaiser und Könige, Krämer und Kaufleute in die Stadt einzogen, zur Fußgängerzone erklärt.

Inzwischen verwandelt sich der Bummel-Boulevard mit den vielen Cafés und Gaststätten jedes Jahr zwischen April und Oktober zur „Feier-Meile” - von der Errichtung des Zunftbaumes über Brezelfest und Bauernmarkt bis hin zum stimmungsvollen Weihnachtsmarkt. „Nahezu an jedem zweiten Wochenende haben wir ein Fest”, sagt Matthias Nowack von der Stadtverwaltung Speyer.

Links und rechts der Maximilianstraße wartet Speyers Altstadt bei dem etwa zweistündigen Rundgang mit weiteren historischen Bauwerken auf: Das Patrizierhaus der Familie Retschelin - inzwischen eine Ruine - soll manchen Überlieferungen nach zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert als Herberge für Gäste der Reichstage gedient haben. Die benachbarte lutherische Dreifaltigkeitskirche aus dem Jahr 1717 glänzt mit wertvollen Schnitzereien und dem Gemäldezyklus biblischer Szenen.

Fast so alt wie der romanische Kaiserdom ist die Geschichte jüdischen Lebens in Speyer, die um 1084 mit der Ansiedlung von Händlern begann. Als bedeutende steinerne Zeitzeugen sind die Mauern der Synagoge zu nennen und vor allem das über die Jahrhunderte erhaltene und mit Sorgfalt restaurierte Judenbad, das älteste in Deutschland.

Abschluss des kulturhistorischen Rundgangs durch die Altstadt von Speyer kann der Besuch des Historischen Museums der Pfalz sein, dessen Macher seit langen Jahren durch ungewöhnliche Ausstellungsthemen von sich Reden machen.

Reizvollen Kontrast zu den vielen historischen Bauwerken Speyers bietet das Sealife-Zentrum am Yachthafen mit der Ausstellung über Fauna und Flora des Rheins sowie das vor allem das südlich der Altstadt gelegene Technik-Museum, das mit mehr als 20 000 Exponaten die Vielfalt der Entwicklung moderner Technik zeigt. Flugzeug-Freunde begeistern sich an einer komplett begehbaren Lufthansa Boeing 747, dem Jumbo-Jet, oder dem größten Propellerflugzeug der Welt, der russischen Antonow An 22, Autofans an 50 wertvollen Oldtimern und alten Feuerwehren und Eisenbahnfreunde an 20 Lokomotiven.

„Wir sind ein Museum für die ganze Familie”, beschreibt Museumsleiter Matthias Meckel die private Sammlung, die zu Beginn der neunziger Jahre entstand und heute als eine der größten Technik-Ausstellungen in Deutschland gilt. Sogar für die Freunde der Kelly-Family ist gesorgt: Das legendäre Hausboot „Sean O'Kelley”, das einst in Köln viele Fans anzog, ist inzwischen den Rhein hinaufgeschippert und im Technik-Museum vor Anker gegangen.

Informationen: Touristinformation Speyer, Maximilianstraße 13, 67346 Speyer (Tel.: 06232/14 23 92, Fax: 06232/14 23 32, E-Mail: Touristinformation@stadt-speyer.de, Internet: www.speyer.de);

Technik Museum Speyer, Am Technik Museum 1, 67346 Speyer, Internet: www.technik-museum.de; Historisches Museum der Pfalz, Domplatz, 67346 Speyer, Internet: www.museum.speyer.de; Sealife, Im Hafenbecken 5, 67346 Speyer, Internet: www.sealifeeurope.com.

www.speyer.de

www.technik-museum.de

www.museum.speyer.de

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/01/23/service/reise/deutschland/t/rzo204289.html
Freitag, 09. Dezember 2005, 10:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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