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Montag, 16. Sep. 19

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Palma de Mal­lorca - Wie selbst­ver­ständ­lich duzt Willi Kramme seine heute 14 Kunden: „Hallo, ich bin der Willi, schön, dass Ihr alle gekom­men seid.

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Mit dem Fahrrad vom „Ballermann” nach Palma

Palma de Mallorca - Wie selbstverständlich duzt Willi Kramme seine heute 14 Kunden: „Hallo, ich bin der Willi, schön, dass Ihr alle gekommen seid.” Die Gruppe versammelt sich in einer kleinen Nebenstraße an der Playa de Palma, Höhe „Balneario 8”.

Fahrradausflug

Per Fahrrad über Mallorca: Willi Kramme fährt vorneweg. (Bild: Duveneck/dpa/gms)

Kramme, der auf Mallorca Radausflüge für Urlauber anbietet, hat sich lässig an sein Fahrrad gelehnt und klärt die Touristen über spanisches Verkehrsverhalten auf. Die Touristen haben die Radtour im Hotel über ihre Reiseveranstalter gebucht. Kein Trekking mit Mountainbikes im Gebirge, kein romantisches Hinterland, keine Bustour mit Mikrofon-Ansagen. Sie wollen nach Palma, und zwar dorthin, wo kein Auto hinkommt und der Reiseführer niemanden hinschickt.

Mallorca mal anders - das versprechen viele. Kramme aber will den Tagesausflüglern beweisen, dass es tatsächlich anders geht. „Die Leute haben immer über einfallslose Ausflüge gejammert. Aus Büchern über Radtouren und Stadtführungen habe ich mir meine eigene Idee geschaffen. Mit dem Rad kann man einfach mehr machen”, sagt Kramme. Das finden Ulla Epken und Gitte Stafflage aus Lingen im Emsland auch. Sie machen eine Woche Urlaub an der Playa de Palma. „Wir wollen frische Luft und Bewegung. Vor allem sind wir gespannt auf das Kneipenviertel in der Altstadt, durch das die Tour gehen soll.”

Um 9.30 Uhr geht es los - auf der sechs Kilometer langen Strandpromenade mit perfekt ausgebautem Radweg. Schon nach fünf Minuten der erste Stopp: Willi hat einen Haufen Seegras am Strand entdeckt und hält einen Vortrag über dessen Bedeutung für das örtliche Ökosystem. Während im Hintergrund eine Bimmelbahn mit englischer Kegelclub-Besatzung vorbeifährt, schweift Willi Kramme schon ins Historische ab. Noch vor 25 Jahren führte hier die Hauptverkehrsstraße entlang, zum Ärger der Touristen, die schon damals zum Feiern kamen. Auch das wusste keiner der Radler.

Auf dem Weg in die Stadt Palma legt Willi Kramme vier weitere Stopps ein. Jeder Ort verbirgt eine Geschichte, die der Reiseleiter mit Anekdoten oder kleinen Rätseln aufpeppt. Dann erreichen die 14 Ausflügler Palmas Stadtmauer und fahren an der großen Kathedrale vorbei. In den engen Altstadt-Gassen erfahren sie, dass das von hier aus sichtbare Tramuntana-Gebirge eine Fortsetzung der Sierra Nevada ist. Auch das ist der Radgruppe neu. „Solch eine Radtour habe ich tatsächlich noch nicht mitgemacht”, freut sich Gitte Stafflage.

Bis zu drei Touren macht Kramme pro Woche, jede ist rund 30 Kilometer lang. Nach der Siesta, der Mittagspause, geht es um 14.30 Uhr zurück. Diesmal wird fast durchgehend gefahren. Eine dunkle Wolkenwand droht die Fahrrad-Romantik zu stören. Als es zu regnen beginnt, ist die Rettung nahe: ein Strandcafé, kurz bevor es auf die Zielgerade an der Playa de Palma geht. Statt eines Kaffees ist nun ein Bierchen angesagt. Mittlerweile haben sich unter den Teilnehmern Gruppen gebildet. Erfahrungen und Adressen werden ausgetauscht. Noch fünf Kilometer, dann haben sie die 30 Kilometer geschafft - doch eigentlich will niemand so richtig, dass der Regen aufhört.

Informationen: Spanisches Fremdenverkehrsamt, Kurfürstendamm 63, 10707 Berlin (Tel.: 030/882 65 43 und 06123/991 34 für Infomaterial); Fomento del Turismo de Mallorca, C/Constitució 1, 07002 Palma de Mallorca).

www.newsmallorca.com

www.spain.info

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/01/23/service/reise/reisetipp/t/rzo198899.html
Freitag, 18. November 2005, 10:17 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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