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Leiden und Amsterdam feiern Rembrandts 400. Geburtstag

Leiden/Amsterdam - Rembrandt gilt als einer der wichtigsten Maler überhaupt. Am 15. Juli 1606 kam er in Leiden zur Welt, in Amsterdam schuf er seine bedeutendsten Werke.

Rijksmuseum

Pflichtprogramm: Amsterdams Rijksmuseum. (Bild: Nl. Büro für Tourismus/dpa/gms)

„Rembrandt 400” lautet daher 2006 das Motto für zahlreiche Veranstaltungen in beiden Orten.

Leise plätschert das Wasser in der Rapenburg-Gracht, der Schein alter Straßenlaternen spiegelt sich auf dem Kopfsteinpflaster wider - in der Dämmerung entfaltet die Universitätsstadt Leiden eine besondere Atmosphäre. „Davon sollten sich die Besucher einfach anstecken lassen”, rät Marike Hoogduin. Die Kunsthistorikerin führt ihre Gäste unter dem Motto „Auf den Fußspuren des jungen Rembrandt” durch das Zentrum der 120 000-Einwohner-Stadt.

Fantasie ist gefragt auf dem ersten Abschnitt des Rundgangs: Kaum ist der Oude Rijn über die Rembrandt-Zugbrücke überquert, kommen die Besucher in den Weddesteeg - und dürften enttäuscht sein. Das Geburtshaus des Malers wurde abgerissen. Lediglich eine kleine Gedenktafel weist auf ihn hin. „Und doch kann man sich vorstellen, wie der kleine Rembrandt hier aufwuchs und die Umgebung seines Geburtshauses am Weddesteeg erlebte”, erläutert Marike Hoogduin.

Bis 1631 lebte Rembrandt in Leiden , ehe er nach Amsterdam zog. Er besuchte die Lateinschule in der Lokhorststraat und wurde 1620 an der Universität Leiden eingeschrieben. „Dort hat er allerdings nie studiert, denn der Müller-Sohn hatte seine Begabung zum Zeichnen und Malen längst entdeckt und begann 1621 die künstlerische Karriere im Atelier des Meistermalers Jacob van Swanenburgh”, erzählt Hoogduin.

„Rembrandts Werke leben von Licht und Schatten, das macht sie so meisterlich”, sagt Christiaan Vogelaar vom Städtischen Museum De Lakenhal in Leiden. Der Museums-Konservator und sein Team haben gleich drei Rembrandt-Ausstellungen vorbereitet. Seit Mitte Dezember 2005 und noch bis zum 19. März 2006 läuft „Rembrandts Mutter - Mythos und Wirklichkeit”. An die 80 Ölgemälde, Zeichnungen und Radierungen von Museen aus aller Welt kommen dabei in der Geburtsstadt des großen Malers zusammen.

Unter dem Motto „Rembrandt , der Erzähler” bietet das Museum De Lakenhal vom 13. April bis 3. September 2006 eine weitere Sonderschau, bei der 300 Radierungen dem Publikum das geniale Talent vor Augen führen sollen. Den Abschluss bilden vom 6. Oktober 2006 bis zum 7. Januar 2007 „Rembrandts Landschaften” mit 60 Radierungen und Zeichnungen sowie sieben Ölgemälden.

Auch in Amsterdam gibt es herausragende Ausstellungen, zum Beispiel „Rembrandt und Caravaggio” im Van Gogh Museum (24. Februar bis 18. Juni 2006). Ganzjährig sind die Meisterwerke Rembrandts im Rijksmuseum zu sehen.

Doch „Rembrandt 400” ist mehr als eine Aneinanderreihung bedeutender Gemäldeausstellungen in Leiden und in Amsterdam. In der Hauptstadt wird der Maler auch zum Bühnenstar. An seinem Geburtstag, dem 15. Juli, ist im Koninklijk Theater Carré Premiere eines Rembrandt-Musicals. In Leiden wird in den Tagen rund um den Geburtstag ein Freiluft-Festival inszeniert: Gaukler, Sänger und Musiker sollen die Besucher auf eine Zeitreise in das Geburtsjahr Rembrandts entführen.

Informationen: Niederländisches Büro für Tourismus (NBT), Postfach 27 05 80, 50511 Köln (Tel.: 01805/34 33 22).

www.niederlande.de , www.rembrandt400.com

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/01/23/service/reise/t/rzo212651.html
Freitag, 13. Januar 2006, 10:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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