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Archiviert am
Donnerstag, 16. Februar 06 |
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Schwere Kost: Filmpremiere für „Der Kick” Berlin - „Der Kick” ist schwere Kost. Dennoch hat der Beitrag des Dokumentarfilmers Andres Veiel (46) bei der Weltpremiere auf der Berlinale das Publikum begeistert.
Einfühlsam und nüchtern werden Vernehmungsprotokolle und Dialoge mit Charakteren um den brutalen Mord an einem 16-Jährigen Schüler im uckermärkischen Dorf Potzlow auf die Leinwand gebracht. Bisher wurde das Stück von Veiel („Blackbox BRD”, „Die Spielwütigen”) am Maxim Gorki Theater in Berlin aufgeführt. Auch der Film ist aufs Nötigste reduziert: Alles, was der Kinogänger sieht, sind die Schauspieler Susanne-Marie Wrage und Markus Lerch, die in einer leeren Fabrikhalle Texte rezitieren. „Die Texte allein reichen aus, dass die Bilder im Kopf entstehen”, sagte Veiel nach der Vorstellung auf der Berlinale. Für die Vorbereitung des Drehbuchs seien in sieben Monaten mehr als 1000 Protokolle gesichtet und O-Töne gesammelt worden. Der Hintergrund des Films ist grausam: Im Jahr 2002 ermordeten zwei junge Männer mit rechtsradikalem Hintergrund im 500-Seelen-Dorf Potzlow ihren 16-jährigen Kumpel Marinus, der sich die Haare blond färbte, weite Hosen trug und manchmal vor Aufregung ein wenig stotterte. Sie ließen ihr Opfer in einen Schweinetrog beißen und sprangen mit ihren schweren Stiefeln auf seinen Kopf, ähnlich, wie sie es in einer Szene des Films „American History X” gesehen hatten. dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/06/02/16/magazin/kino/t/rzo220750.html |
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