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Donnerstag, 16. Februar 06

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Berlin- Das Rennen um den Gol­denen Bären geht in die Endrunde. Vor der Preis­ver­lei­hung am Samstag ist der große Favorit des Ber­linale-Pub­likums der auf­rüt­telnde Film „The Road to Guan­tana­mo” von Michael...

Berlin - Als einen von vier deut­schen Filmen im dies­jäh­rigen Ber­linale-Wett­bewerb zeigt Regis­seur Hans-Chris­tian Schmid das Drama „Re­quiem”. Nach einem authen­tischen Fall aus den 70er Jahren erzählt er darin von...

Prag - Bond, James Bond, will mehr Gefühle zeigen: Der neue 007-Dar­stel­ler Daniel Craig wird den bri­tischen Film-Agen­ten im nächs­ten Thril­ler „Casino Royale” „ver­letz­licher, aber auch bru­taler” ver­kör­pern.

Berlin - Hol­lywood-Jungs­tar Heath Ledger (26) ist skep­tisch, ob er für seine Dar­stel­lung eines schwu­len Cowboys in „Bro­keback Moun­tain” einen Oscar als bester Schau­spie­ler bekommt.

Hamburg - Er halte sich von den Frauen fern, weil er sie so sehr achte, meint Andy Stitzer (Steve Carell) und lügt sich damit in die eigene Tasche, denn es ist schlichte Angst und Ver­klemmt­heit...

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Starker Auftritt: Berlinale zeigt „Der freie Wille” mit Jürgen Vogel

Berlin - Mit Matthias Glasners Wettbewerbsbeitrag „Der freie Wille” ist dem deutschen Film auf der 56. Berlinale ein starker Auftritt gelungen.

Berlinale - Film

Sabine Timoteo und Jürgen Vogel in Berlin.

Jürgen Vogel spielt in dem knapp dreistündigen Drama einen Vergewaltiger, der nach neun Jahren Haft aus dem Maßregelvollzug entlassen wird und nun ein „normales” Leben führen will.

Doch schon bald muss er erneut gegen seinen krankhaften Trieb kämpfen. Auch die Liebe zu einer Frau (Sabine Timoteo) kann daran nichts ändern. Das Publikum nahm den schonungslosen Film mit tragischem Ende in einer ersten Pressevorstellung am Montag betroffen und nachdenklich auf.

Glasner mutet den Zuschauern harte, gewalttätige Bilder zu. Gleich zu Beginn ist eine sehr lange, grausame Vergewaltigungsszene zu sehen. „Das ist eine sehr extreme Rolle gewesen”, sagte Vogel. „Mich interessieren Figuren, die mit Einsamkeit und Isolation zu tun haben” so der Schauspieler. „Diese Figur hat auch mit mir zu tun. Es geht um das Problem von Kommunikation, von Berührung und Nähe zu Frauen.” Regisseur Glasner betonte, der Film wolle sich nicht in die Debatte darüber einmischen, ob Sexualstraftäter therapierbar sind oder nicht. Vielmehr gehe es um den einzelnen Menschen. „Es geht darum, wie es sich anfühlt, ein Vergewaltiger zu sein, was aushaltbar ist und was nicht.”

Glasner hat sich sechs Jahre lang auf den Film vorbereitet. Die Dreharbeiten seien oft schwer gewesen. „Es war mit viel Selbstekel verbunden”, sagte der Regisseur. „Bei mir war sehr viel Widerwillen gegen diese Geschichte da”, meinte Schauspielerin Timoteo, die die Freundin des Vergewaltigers spielt, die ihn letztlich auch nicht retten kann. Es gehe darum, nicht wegzuschauen, sondern sich mit solchen Menschen auseinanderzusetzen, sagte Glasner. Bewusst hat der Regisseur darauf verzichtet, die Taten des Vergewaltigers durch seine Biographie zu erklären.

Insgesamt vier deutsche Filme sind dieses Jahr im offiziellen Rennen um den Goldenen Bären. Nach Glasners „Der freie Wille” und Oskar Roehlers „Elementarteilchen” gehen noch Hans-Christian Schmids Film „Requiem” und Valeska Grisebachs „Sehnsucht” an den Start. Am Samstag (18.2.) werden die Berlinale-Gewinner verkündet.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/02/16/magazin/kino/t/rzo220839.html
Montag, 13. Februar 2006, 14:06 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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