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Archiviert am
Donnerstag, 16. Februar 06 |
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Franka Potente mit Regiedebüt auf der Berlinale Berlin - Die Schauspielerin Franka Potente („Lola rennt”) hat auf der Berlinale ihr Debüt als Regisseurin gegeben.
Ihr „langer Kurzfilm” (40 Minuten) mit dem Titel „Der die Tollkirsche ausgräbt” wurde am Montag bei der ersten Kritikeraufführung in der Berlinale- Reihe „Perspektive Deutsches Kino” am Potsdamer Platz mit spärlichem Beifall aufgenommen. Die „Zeitreise” vom Umbruchjahr 1918 in die Gegenwart und zurück nimmt ihren komischen Ausgang im Garten eines großbürgerlichen, kaisertreuen Hauses, als sich eine vergrabenen Mumie plötzlich in einen springlebendigen Punk (Christoph Bach) mit „richtiger Stimme” und Jargon der Jetztzeit verwandelt. Der junge Mann steht einer im wahrsten Sinne des Wortes sprachlosen Familie gegenüber, von der die Tochter des Hauses (Emilia Sparagna) in leidenschaftlicher Liebe zu dem „Mann vom anderen Stern” entflammt. Das alles geht mit Vollmond, Nebelschwaden, Zauberereien und dramatischer Begleitmusik vom Babelsberger Filmorchester über die Leinwand. Potente reizte bei diesem Projekt, in einer „absurden Geschichte” vor allem „assoziativ mit Traumfragmenten umzugehen”, wie sie sagte. „Da steht mitten im Jahr 1918 ein Punk, der dem Zuschauer Raum zum Träumen gibt.” Die Form des Stummfilms habe sie gewählt, weil er „eine eigene Mystik und Magie, eine Poesie, eine Traurigkeit und vor allem auch einen Humor” habe. Die 31-jährige Schauspielerin ist auf der Berlinale auch im Wettbewerbsfilm „Elementarteilchen” von Oskar Roehler vertreten. Demnächst will sie vier Monate lang in Australien einen Film mit Eric Bana über eine jugoslawische Auswandererfamilie drehen. dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/06/02/16/magazin/kino/t/rzo220904.html |
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