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Archiviert am
Donnerstag, 16. Februar 06 |
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Jiri Menzel dreht mit Oscar-Anwärterin Julia Jentsch Prag - Oscar-Anwärterin Julia Jentsch („Sophie Scholl”) ist von dem tschechischen Regisseur Jiri Menzel („Liebe nach Fahrplan”) für die Verfilmung des böhmischen Schelmenromans „Ich habe den englischen König bedient” verpflichtet worden.
Die 27-Jährige werde eine sudetendeutsche Sportlehrerin spielen und auch einige tschechische Sätze sprechen, sagte Menzel der dpa in Prag. „Sie ist eine gute Schauspielerin und ein sehr angenehmer Mensch. Wir haben uns vor kurzem in Prag getroffen, und ich hatte das Gefühl, wir würden uns schon lange kennen”, sagte der Oscar-Regisseur. Die Dreharbeiten beginnen am 9. März in Prag. Der Roman stammt von dem tschechischen Autor Bohumil Hrabal (1914-1997). Jentsch habe 15 bis 20 Drehtage, sagte Menzel. Für den auf 120 Minuten angelegten Film verpflichte er möglicherweise weitere deutsche Schauspieler und suche noch einen Partner in Deutschland, sagte der 67-Jährige. Die internationale Koproduktion werde Anfang 2007 in die Kinos kommen. „Ich habe den englischen König bedient” gilt als einer der großen europäischen Romane. Hrabal hatte die fiktiven Erzählungen eines tschechischen Kellners erst nach der politischen Wende von 1989 unzensiert auf normalem Weg publizieren können. Um die Filmrechte gab es lange Streit in Prag. „Wir haben aus dem überbordenden Buch sorgfältig die geeignetsten Episoden ausgesucht, der Reichtum von Hrabals Text bleibt erhalten”, sagte Menzel. Die meisten Darsteller würden aus Tschechien und der Slowakei stammen, der Haushalt für die Verfilmung betrage mindestens zwei Millionen Euro. Die Theater- und Filmschauspielerin Jentsch ist derzeit in dem Stück „Bitterer Honig” unter Peter Zadek am Hamburger St. Pauli-Theater zu sehen. dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/06/02/16/magazin/kino/t/rzo221109.html |
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