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Archiviert am
Donnerstag, 16. Februar 06 |
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Nicolas Cage über seinen neuen Film „Lord of War” New York - Nicolas Cage spielt verkörpert in dem Film „Lord of War - Händler des Todes” die Rolle des internationalen Waffenschiebers Yuri Orlov wie einen smarten Immobilienhändler.
Wegen seines Engagements für Amnesty International bezieht der Hollywood-Schauspieler jedoch eindeutig Stellung gegen Waffenbesitz. Dass die US-Kritiker den Film mit Zurückhaltung aufgenommen haben, war ihm von Anfang an klar. „Ich will nicht nur Filme machen, nach denen ich zu Hause luxuriös mit einer Margarita am Pool liegen kann”, sagte Cage in einem dpa-Interview. Frage: Haben Sie bei den Dreharbeiten etwas neues über Waffenschmuggel gelernt? Cage: „Ich hatte keine Ahnung, dass Waffenhandel so politisch motiviert war und so weite Kreisen ziehen würde - einfach weil ich mir vorher nie Gedanken darüber gemacht habe. Der Regisseur Andrew Niccol hatte für das Drehbuch sehr viel recherchiert, deshalb nahm ich es immer wieder als Material her. Für mich ging es vor allem darum herauszubekommen, wie ich jemanden spielen würde, der Waffen verkauft: Als netten charmanten Typ, der nicht zu laut auftritt. Ich würde lächeln, Hände schütteln und den Leuten ein gutes Gefühl geben.” Frage: Sie haben schon viele Filme gedreht, in denen Waffen vorkommen. Wie stehen Sie dazu? Cage: „In meinem Vertrag steht, dass man mich nie auf einem Werbeplakat mit einer Waffe in der Hand abbilden darf. Ich wollte nicht, dass junge Leute mein Gesicht mit einem gewalttätigen Instrument assoziieren. Und ich denke, jede Möglichkeit, Gewaltlosigkeit zu lehren, ist gut. Wir werden mit Aggressionen geboren und werden stärker dadurch, wenn wir ihnen nicht nachgeben. Das ist eine Art Training.” Frage: Die amerikanischen Medien haben sehr gemischt auf den Film reagiert? Cage: „Ich wusste das. Es ist ein sehr kontroverser Film. Aber ich weiß auch, dass es ein guter Film ist. Das bedeutet, der Film verärgert die Leute. Und das ist ein Kompliment. Genau das wollen Filmemacher: eine dramatische Reaktion. Wir wussten, auf was wir uns bei dem Film einlassen würden. Aber ich will nicht nur Filme machen, nach denen ich zu Hause luxuriös mit einer Margarita am Pool liegen kann. Als Schauspieler will ich Gedanken stimulieren und Diskussionen provozieren oder den Leuten wenigstens die Option geben, über ein Problem Bescheid zu wissen.” dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/06/02/16/magazin/kino/t/rzo221333.html |
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