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Archiviert am
Donnerstag, 16. Februar 06 |
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Leinen los: In Extremo auf rauer Spree Hamburg - 134 Punkte haben sie gesammelt und landeten damit nach spannendem Kopf-an-Kopf-Rennen bei Stefan Raabs „Bundesvision Song Contest” für Thüringen startend hinter Seeed und Revolverheld auf Platz drei: Dabei waren die Dudelsack spielenden Mittelalter-Rocker In Extremo aus Ostdeutschland mit ihrem Song „Liam” für viele die Überraschung des Abends.
Außenseiter sind sie aber schon lange nicht mehr: Ihr achtes und letztes Studioalbum „Mein rasend Herz” (2005) eroberte immerhin die Top 3 der Longplayhitliste. Nach zehn Jahren Bandgeschichte haben In Extremo jetzt mit „Raue Spree” - wahlweise als CD- oder DVD-Edition - Bilanz gezogen und eine Art Best of vorgelegt. Live aufgenommen in der Berliner Columbiahalle, ist der Song „Liam” natürlich auch vertreten. Und auch länger nicht gespielte Songs wie „Vänner och frände” dröhnen an die Ohren der begeisterten Fans, die sich an der unbändigen Spielfreude der Band erfreuen. Ungewöhnlich sind nicht nur die Namen der Bandmitglieder um „Das letzte Einhorn” oder „Flex den Biegsamen” - auch die Instrumente von In Extremo sind auf Konzertbühnen eher selten gesehen: Mit Harfen, Schalmeien, Flöten und Dudelsäcken verbinden die Musiker mittelalterliche Klänge mit modernem Rock. Und was einst auf Mittelaltermärkten begann, füllt inzwischen problemlos größere Hallen. Kettenhemd, Harfe und Gitarren-Verstärker - die ungewöhnliche Kombination findet immer mehr Anhänger: Keine Frage, der „Mittelalter-Rock”, deren Vorreiter In Extremo sind, boomt in Deutschland. „Ich denke, dieser Boom hat damit zu tun, dass Menschen versuchen, die eigene Kultur Revue passieren zu lassen und ein bisschen tiefer zu gehen als nur in die Barock-Zeit”, erklärte das ehemalige Mitglied Thomas der Münzer den Erfolg des Mittelalter-Sounds. Und verwies dabei auf die immer noch populäre Literatur aus der Ära wie etwa „Parzival”, die Artus- und die Ritter-Sagen. Ganz im Zeichen des Mittelalters könnte demnächst auch die Echo-Verleihung in Berlin stehen, denn nicht nur In Extremo, sondern auch die Brüder im Geiste Subway To Sally sind in der Kategorie „Künstler Rock/Alternative National” nominiert. Ihre Konkurrenz: Rammstein, Element Of Crime und Kettcar. dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/06/02/16/magazin/musik/t/rzo221179.html |
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