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Archiviert am
Donnerstag, 16. Februar 06 |
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Screwball-Comedy mit knallhartem Blick Eine Frau trifft ihren Liebhaber. Der hintergangene Ehemann, bis dahin bester Freund des Liebhabers, steht vor der Tür. Die Frau und Geliebte verschwindet unter dem Bett.
Der Anfang einer modernen Screwball-Comedy aber was für einer! Knallhart und glasklar wird abgerechnet, mit dem anderen und letztlich mit sich selbst, mit den verdrängten Gefühlen und Lebensträumen. Premiere im Koblenzer Konradhaus ist am 17. Februar, 20 Uhr. Drei Personen, Journalistin, Staatsanwalt und Arzt werden wie in einer Versuchsanordnung miteinander konfrontiert, die Bühne wird zum Mikroskop. In einer Art Vivisektion werden die Schichten gesellschaftlicher Konvention und letztlich von Zivilisation wie Lackschichten entfernt: Es erscheint ein Kern aus Versagensangst, Lebensangst und letztendlich bodenloser Orientierungslosigkeit und Verzweiflung. Zu erleben ist die Kehrseite der Versachlichung und scheinbaren Rationalisierung moderner Existenz. Denn: Was bleibt an Menschlichkeit, wenn der Mensch seiner Emotionen beraubt wird? Von den grotesken Situationen und den schnellen, geschliffenen Dialogen her lässt sich der Abend als zynische Komödie an, in der keiner der Protagonisten sich eine Blöße geben will und keiner Position bezieht. Doch schließlich nimmt das Drama schließlich doch seinen Lauf . RZO
http://rhein-zeitung.de/on/06/02/16/magazin/szene/t/rzo221627.html |
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