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Donnerstag, 16. Februar 06

Eurovision Song Contest Hamburg - Vicky Lean­dros gibt ganz die Grande Dame, Thomas Anders wehrt sou­verän Boh­len-Anfra­gen ab, und Olli Dit­trichs Band Texas Light­ning sorgt für gute Laune: Nach dem Grand-Prix-Desas­ter des Vor­jah­res­...

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Grand-Prix-Macher optimistisch: „Das ist die Meisterklasse”

Hamburg - Vicky Leandros gibt ganz die Grande Dame, Thomas Anders wehrt souverän Bohlen-Anfragen ab, und Olli Dittrichs Band Texas Lightning sorgt für gute Laune: Nach dem Grand-Prix-Desaster des Vorjahres verbreiten die Macher der deutschen Vorentscheidung Optimismus pur.

Eurovision Song Contest

Olli Dittrich, Vicky Leandros Jon Flemming Olsen und Thomas Anders wollen es wissen.

„Wir haben großartige Künstler und gute Chancen, im Finale in Athen zu gewinnen”, sagte Volker Herres, NDR- Fernsehprogrammdirektor, bei der Vorstellung des Konzepts und der Kandidaten für den diesjährigen Wettbewerb am Donnerstag in Hamburg.

„Jetzt können wir endgültig beweisen, dass der europäische Song Contest zur Hochkultur gehört”, meinte Herres mit Blick auf das Deutsche Schauspielhaus in der Hansestadt, wo der Vorentscheid am 9. März über die Bühne geht. In der ARD-Live-Show bewerben sich Schlagersängerin Leandros (53) mit der Ballade „Don't Break My Heart”, Popmusiker Thomas Anders (42) ebenfalls mit einer Ballade („Songs That Live Forever”) sowie „Dittsches” Countryband Texas Lightning („No No Never”) um das Ticket zum Finale. Im Vorjahr war Deutschland mit Gracia auf dem 24. und damit letzten Platz gelandet.

Nach dem Debakel hatte der zuständige Norddeutsche Rundfunk (NDR) sein Konzept geändert und setzt diesmal ausschließlich auf drei erfahrene Teilnehmer. „Der Eurovision Song Contest ist die Meisterklasse, das ist nicht Jugend forscht”, witzelte TV-Comedian und langjähriger Grand-Prix-Fan Thomas Hermanns, der die Sendung moderieren wird. „Weil wir gewinnen wollen, brauchen wir Profis”, betonte auch NDR-Unterhaltungschef Jan Schulte-Kellinghaus. Der Sender hat die Kandidaten in diesem Jahr selbst ausgesucht.

Mit einem Seitenhieb auf Stefan Raabs „Bundesvision Song Contest” meinte Herres: „Hamburg ist nicht Wetzlar. Bei uns treten die an, die international Erfolg haben können.” Die ARD verpackt den Wettbewerb, in dem die drei Kandidaten neben ihren eigenen Songs auch Grand-Prix Coverversionen präsentieren werden, in eine große Gala mit vielen Gästen. „Wir sind das Original mit 50-jähriger Tradition und wollen den Grand Prix wieder zum großen TV-Ereignis machen.” Prominente Fans des Sangeswettbewerbs sind Gäste der Show, darunter die Komiker Dirk Bach und Hape Kerkeling sowie Grünen-Politikerin Claudia Roth.

Wenige Tage vor dem Wettbewerb, über dessen Sieger die TV- Zuschauer per Ted abstimmen, gibt es bereits einen „Mini- Vorentscheid” im ZDF: Thomas Gottschalk begrüßt am 4. März alle Teilnehmer bei „Wetten, dass...?”.

Bei der ersten Präsentation der Songs in Hamburg wippten TV- Komiker Dittrich und sein „Dittsche” und Band-Partner Jon Flemming Olsen - beide mit Cowboyhut - kräftig mit. „Wir sind ja auf den ersten Blick der David zwischen den Show-Goliaths”, meinte Olsen. Und Dittrich erinnerte an seine Zeit vor der TV-Karriere: „Ich bin gelernter Musikant.”

Schlagersängerin Leandros, die den Grand Prix 1972 bereits für Luxemburg gewonnen hatte, bezeichnete diesen Sieg als „einen Höhepunkt ihrer Karriere” und meinte: „Deutschland hat es sicherlich nicht verdient, den letzten Platz zu belegen.” Thomas Anders kam am Ende doch nicht an dem Thema vorbei, dass sein Ex-Modern-Talking Partner Dieter Bohlen als Produzent beim rumänischen Vorentscheid mit von der Partie ist. Auf die Frage, ob eine Konstellation Anders gegen Bohlen nicht Grand Prix pur wäre, antwortete er: „Das ist für Deutschland noch mehr.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/02/16/magazin/t/rzo221829.html
Donnerstag, 16. Februar 2006, 17:00 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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