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Donnerstag, 16. Feb. 06

Guantanamo BayWashing­ton - Das Weiße Haus hat den Ver­ein­ten Natio­nen nach der schar­fen Kritik am Gefan­genen­lager Guantánamo auf Kuba schlam­pige Arbeit vor­gewor­fen.

LandesflaggenBerlin - Nach jah­relan­gen Ver­hand­lun­gen haben Bund und Länder die letzten Hin­der­nisse für die Födera­lis­mus­reform aus­geräumt.

Berlin - Vor der Fuß­ball-Welt­meis­ter­schaft wird es nach den Worten von Bun­des­kanz­lerin Angela Merkel (CDU) keine gesetz­lichen Rege­lun­gen zu einem mög­lichen Bun­des­wehr­ein­satz im Inneren mehr geben.

Berlin - Knapp drei Monate nach ihrem Start hat sich die große Koali­tion auf ihren ersten Etat­ent­wurf ver­stän­digt. Dem Ver­neh­men nach plant Finanz­minis­ter Peer Stein­brück (SPD) dieses Jahr eine Neu­ver­schul­dung...

Dresden - Der Mann, der die 13-jäh­rige Ste­pha­nie aus Dresden ent­führt, fünf Wochen fest­gehal­ten und sexuell miss­braucht haben soll, ist mehr­fach vor­bestraft. Gegen den 35-jäh­rigen arbeits­losen Anla­gen­bauer wur­de...

Mün­chen/Ham­burg - Anhal­tende Regen­fälle und die Schnee­schmelze haben am Don­ners­tag in Bayern Flüsse über die Ufer treten lassen und Straßen, Keller und Höfe über­schwemmt.

Neue Folterbilder auf den Titelseiten arabischer Zeitungen

Bagdad/Kairo/Washington - Zahlreiche arabische Zeitungen haben am Donnerstag die neu aufgetauchten Folterbilder aus dem US- Militärgefängnis Abu Ghoreib im Irak auf ihren Titelseiten veröffentlicht.

US-Verteidigungsminister

US-Verteidigungsminister Rumsfeld: Neue Folterbilder aus Abu Ghoreib sorgen für Entsetzen.

Auch die auflagenstarke überregionale Zeitung „Al-Hayat” druckte Fotos, auf denen Leichen und geschundene Körper zu sehen sind. Der offizielle Fernsehsender im Irak berichtete lediglich über die Reaktionen in den USA. Private Sender zeigten alte Bilder des Folterskandals. Beobachter befürchteten, dass die Bilder die anti-amerikanische Stimmung weiter anheizen werden. Am Donnerstag gab es jedoch keine nennenswerten Demonstrationen.

Ein Sprecher des UN-Generalsekretärs Kofi Annan bezeichnete die neuen Folterbilder „zutiefst beunruhigend”. „Wir hoffen, dass sie sobald wie möglich untersucht werden”, sagte der Sprecher am Mittwochabend (Ortszeit) in New York.

Zwei Jahre nach Bekanntwerden des Folterskandals von Abu Ghoreib hatte der australische Fernsehsender SBS am Mittwoch neue Bilder der damaligen Misshandlungen gezeigt. Dabei war unter anderem ein Mann mit aufgeschlitzter Kehle, einer mit massiven Kopfverletzungen sowie ein Insasse mit schweren Verbrennungen am Arm zu sehen. Die US- Regierung nannte die Veröffentlichung der Bilder „unglücklich”. Sie könnten die Stimmung in der muslimischen Welt neu „aufheizen”, sagte der Rechtsberater von Außenministerin Condoleezza Rice, John Bellinger, in Washington.

Er nannte die Bilder „abscheulich” und „Zeugnis eines verwerflichen Verhaltens”, wies aber zugleich darauf hin, dass sie nichts Neues zeigten und die Verantwortlichen inzwischen zur Rechenschaft gezogen worden seien. Vor diesem Hintergrund hätte es die Regierung lieber gesehen, wenn die Aufnahmen nicht veröffentlicht worden wären - nicht, um etwas geheim zu halten, sondern um ein „Anfachen der Flammen” in der muslimischen Welt zu vermeiden, sagte der Anwalt.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/02/16/news/t/rzo221656.html
Donnerstag, 16. Februar 2006, 16:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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