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Freitag, 10. März 06

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Malis Musikszene: Afrikanische Rhythmen für die Welt

Bamako - In der malischen Hauptstadt Bamako liegt immer irgendwo Musik in der Luft. Alte Männer, die in wallenden Gewändern in Korbstühlen auf der Straße sitzen, halten ihre laut dudelnden Kofferradios wie Säuglinge im Arm. In Jazzclubs und Musikkneipen unter Palmen gibt es an Wochenenden Live-Konzerte bis zum Morgenlicht.

Amadou & Mariam

Die Blinden aus Mali: Amadou & Mariam.

Der aus Timbuktu stammende Ali Farka Touré, der am Dienstag im Alter von etwa 67 Jahren starb, ist nur einer von vielen international bekannten Stars seines Heimatlandes. Mali kann sich rühmen, der Welt afrikanische Rhythmen nahe gebracht zu haben.

„Ein großer alter Baum ist umgefallen”, sagt Ayouba Sidibe, ein junger Mann aus Bamako, als er vom Tod des beliebten Musikers hört. „Ich habe viele Cassetten von ihm. Mir gefällt, dass er die traditionellen Instrumente benutzt.” Die Radiosender in Mali spielen den ganzen Tag lang immer wieder die Stücke von Touré. Viele klingen nach Wüste, Lagerfeuer und Sternenhimmel. Der Musiker gehörte einer Volksgruppe an, die mit den teils noch nomadisch lebenden Tuareg verwandt ist.

Zu seinen bekanntesten Alben zählt „Talking Timbuktu”, für das er 1995 zusammen mit dem amerikanischen Blues-Gitarristen Ry Cooder einen Grammy verliehen bekam. Er legte immer Wert darauf, dass die Wurzeln des Südstaaten-Blues eigentlich in Afrika liegen. Auch politisch war der Musiker aktiv: Touré war vor zwei Jahren zum Bürgermeister des Ortes Niafunké im Norden des Landes gewählt worden und widmete sich unter anderem Bewässerungsprojekten.

Mindestens ebenso bekannt wie Ali Farka Touré ist der „Mann mit der weißen Haut und der schwarzen Stimme”, Salif Keita. Weil er als Albino auf die Welt kam, verstieß ihn seine Familie. Später emigrierte er nach Frankreich. Sein jüngstes Album „M'Bemba”, das im Herbst 2005 erschien, nahm er in einem Studio in Bamako auf. Er sprach auch davon, wieder ganz nach Mali zurückzugehen, weil er sich in Frankreich niemals heimisch fühlen werde.

Mali hat keineswegs nur männliche Stars. Sängerinnen wie Oumou Sangare oder Rokia Traore haben sich ebenfalls auf internationaler Ebene einen Namen gemacht. Das Album „Moussoulou” (Frauen), in dem Sangare Polygamie anprangert, wurde ein Verkaufschlager in Mali.

Und schließlich gibt es noch das Musikerpaar Amadou und Mariam. Ihre Liebesgeschichte und ihre Liebeslieder rühren viele an. Beide waren in früher Kindheit erblindet. Sie begegneten sich in einer Blindenschule und begannen, zusammen Musik zu machen. Mariam lernte singen, indem sie Lieder aus dem Radio nachsang. Ihr jüngstes Album „Dimanche à Bamako” nahmen sie gemeinsam mit dem Gitarristen Manu Chao auf. Für Ende März haben die beiden eine Deutschland-Tournee geplant.

So sehr die Menschen in Mali ihre Musiker ehren, so schwer fällt es den Musikern, in ihrer Heimat ihren Lebensunterhalt zu verdienen: Fast an jeder Straßenecke bieten Jugendliche stapelweise raubkopierte CDs an.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/03/10/magazin/musik/t/rzo227061.html
Mittwoch, 08. März 2006, 12:04 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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