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NachdenkenFrank­fur­t/Main - Zu wissen, wo es hin­gehen soll, erleich­tert die Ori­entie­rung - auch im Beruf. Exper­ten raten des­halb, sich Ziele zu setzen, lang­fris­tige und für jeden Arbeits­tag.

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Klare Ziele erleichtern den Berufsalltag

Frankfurt/Main - Zu wissen, wo es hingehen soll, erleichtert die Orientierung - auch im Beruf.

Nachdenken

Klare Gedanken fassen - das erleichtert den Arbeitsalltag. Bild: Rickers/DAK/dpa

Experten raten deshalb, sich Ziele zu setzen, langfristige und für jeden Arbeitstag.

„Viele Organisationsprobleme kommen daher, dass Menschen mit der Ressource Zeit nicht umgehen können”, sagt die Unternehmensberaterin Angelika Kindt aus Frankfurt. Zielorientiertes Arbeiten ist hier die Antwort.

„Alle reden über Ziele, aber die wenigsten setzen sich konkrete”, sagt Kindt. Dabei sei es nicht nur für die Karriere, sondern auch für die tägliche Arbeit wichtig zu wissen, was in welcher Reihenfolge angegangen werden soll. „Sonst wundert man sich jeden Tag, woher die Berge auf dem Schreibtisch kommen.” Wer immer wieder diese Erfahrung macht, verliert die Motivation.

„Am besten ist, sich jeden Morgen einen Überblick zu verschaffen, was erledigt werden muss”, empfiehlt Angelika Kindt. Bei einer großen Zahl von Aufgaben erleichtert eine schriftliche „To-do-Liste” den Überblick. Wer die abends überprüft, hat ein gutes Gefühl, wenn alles oder fast alles abgearbeitet ist.

Ist unerwartet viel liegen geblieben, sollte geklärt werden warum: Hat man Aufgaben unterschätzt oder sich zu viel vorgenommen? „Dann ist es wichtig, strenger zu ordnen, was wichtig ist und was nicht.” Prioritäten zu setzen, hält auch Christine Öttl für vernünftig. „Den Tag im Kopf zu strukturieren, bringt fast automatisch eine gewisse Ordnung”, sagt die Karriereberaterin aus München.

„Ziele dürfen aber nicht zum Dogma werden”, sagt Öttl. „Es gibt einfach Menschen, die haben klare Vorstellungen für die Zukunft, und andere, die nicht wissen, was sie in fünf Jahren machen möchten.” Das sei auch in Ordnung - für manche Menschen wäre es ein Korsett, sich auch an selbst gesetzte Ziele strikt halten zu müssen.

Klar sei, dass nie alle Ziele erreicht werden können: „Wir alle scheitern - mal mehr und mal weniger”, sagt Christine Öttl. Sich langfristigen Zielen total unterzuordnen, birgt aber noch eine andere Gefahr: die Gegenwart zu vernachlässigen. „Ziele sollen dazu dienen, dass man wächst und sich entwickelt”, sagt Öttl, „aber auch, dass man glücklich ist - jetzt schon.”

Ziele zu setzen, ist auch Aufgabe des Chefs. „Vorgesetzte bekommen allerdings selbst auch Vorgaben und müssen dafür sorgen, dass diese Ziele erreicht werden”, sagt Martin Wehrle aus Jork bei Hamburg. „Sie sollten das ihren Mitarbeitern gegenüber offenlegen.” Das fördert nach Worten des Kommunikationstrainers die Motivation.

Eine Gelegenheit für das gemeinsame Festlegen von Zielen kann das Mitarbeitergespräch sein. Dabei sollten beide Seiten abklopfen, ob die zum Verwirklichen der Ziele nötigen Rahmenbedingungen stimmen, rät Christine Öttl. Vorgesetzte dürfen das Erreichen vereinbarter Ziele nicht nur einfordern, ergänzt Martin Wehrle: „Sie müssen das durch die entsprechende Förderung auch möglich machen”.

Literatur: Martin Wehrle: Die Geheimnisse der Chefs, Hoffmann und Campe, ISBN 3-455-09442-2, 19,90 Euro.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/04/08/service/berufbildung/t/rzo236295.html
Freitag, 07. April 2006, 17:19 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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