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Freitag, 10. Feb. 12

Neu-Isen­burg - Dem Ver­let­zungs­risiko bei Fuß­ball­spie­len lässt sich durch geziel­tes Mus­kel­trai­ning vor­beu­gen. Darauf weist die Gesell­schaft für Orthopä­disch-Trau­mato­logi­sche Sport­medi­zin (GOTS) in Neu-Isen­bur­g...

Frank­fur­t/Main - Hinter einem Tin­nitus kann eine Ver­span­nung der Kie­fer­mus­kula­tur ste­cken. Darauf weist der Infor­mati­ons­kreis Mund­hygiene und Ernährungs­ver­hal­ten in Frank­furt unter Beru­fung auf die...

Koblenz/Ber­lin - Kli­nik­pati­enten müssen min­des­tens einen Tag vor einer Ope­ration über mög­liche Risiken auf­geklärt werden. Auf ein ent­spre­chen­des Urteil des Ober­lan­des­gerich­tes (OLG) Koblenz (Az.: 5 U 676/05)...

Berlin - Geni­tal­ver­stüm­melun­gen bei Frauen sind nach Aussage von Bun­des­gesund­heits­minis­terin Ulla Schmidt (SPD) auch ein Problem in Deutsch­land. „Wir haben lange Zeit gedacht, dass das für uns kein Thema ist”...

Düs­sel­dorf - Schmerz­mit­tel sollten nicht mit Koffein kom­biniert werden. Das gelte ins­beson­dere für die so genann­ten NSAID-Medi­kamen­te, erläu­tert die Ver­brau­cher­zen­trale Nord­rhein-West­falen in Düs­sel­dorf.

Marburg - Dia­beti­ker sollten den für die Zucker­mes­sung nötigen Bluts­trop­fen mög­lichst nicht aus der Haut her­aus­pres­sen.

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Neue Küchentrends für Diabetiker

Bergisch Gladbach - Diabetes ist in Deutschland längst eine Volkskrankheit. Vor allem der Typ-2-Diabetes, früher auch Altersdiabetes genannt, breitet sich aus.

Genuss statt Verzicht

Zuckerkranke sollten sich radikal „gesund” ernähren. (Bild: apetito/dpa/gms)

Acht Millionen leiden nach Angaben der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) an der Zuckerkrankheit.

„Zu viel Fett, zu wenig Bewegung , Übergewicht”, nennt DDG-Pressesprecher Ralph Bierwirth als Ursache. Für die Betroffenen ist richtige Ernährung wichtig - und inzwischen werden sie auch von Spitzenrestaurants und Kochbuchautoren als Klientel entdeckt.

Drei-Sternekoch Dieter Müller vom „Schlosshotel Lerbach” in Bergisch Gladbach gehört zu den Wegbereitern der neuen Küche. In sein Restaurant kommen „viele Gäste, die Allergiker sind oder Diabetiker”, erzählt er. Ihnen will der Koch im gleichen Maße Schmackhaftes bieten wie gesunden Gästen. Anregungen nehmen Müller und Kollegen aus der mediterranen und regionalen Küche. Viel Gemüse, Salat, Pasta, Olivenöl, wenig Fett lauten ihre Grundrezepte.

Für die Teilnehmer eines Gourmet-Festivals komponierte Müller ein Menü von Zander mit Sauce Moutard violet, gewonnen aus roten Trauben, einem milden, leichten Sauerkraut aus dem Fass mit Kartoffeln und Gemüsewürfeln. Sauerkraut zeichnet sich durch gute Zuckerwerte aus, erläutert Müller. Kollege Patrick Kimpel vom Eltviller „Kronenschlösschen” bastelte ein passendes Dessert für das Menü.

Mit ihren Ideen liegen die Spitzenköche ganz auf der Linie der Mediziner. „Kohlenhydrate wie Brot, Nudeln, Kartoffeln sind Energiequellen und machen satt, Obst und Gemüse sind ballastreich”, erläutert Ralph Bierwirth. Ausgewogene, fettreduzierte Kost helfe nicht nur Betroffenen überflüssige Pfunde los zu werden, sondern beuge Typ-2-Diabetes vor. Diätprodukte lehnt Bierwirth ab: Sie gaukelten Patienten nur vor, etwas gegen ihre Krankheit zu tun.

Dass sich über genussvolles Essen die Krankheit in den Griff bekommen lässt, davon ist der Buchautor Hans Lauber fest überzeugt. Der frühere Journalist wurde 1999 stressbedingt zuckerkrank. Um das Spritzen von Insulin zu vermeiden, begann er zu joggen und stellte die Ernähung radikal um.

Lauber rät zum Kauf regionaler, frischer Produkte. Die Patienten sollten selbst kochen und sich „Zeit nehmen zum Essen, zum Genießen”. In seinem neuen Buch „Schlemmen wie ein Diabetiker” stellt er Rezepte vor, die Zucker senkend wirken sollen und Genuss versprechen - auch Nicht-Diabetikern. Die Liste der 100 Lebensmittel umfasst Austern ebenso wie Wein, die Bandbreite der aufgelisteten 15 „Zuckersenker” und „Insulinverstärker” reicht von Bockshornklee bis Zimt.

Die DDG sieht diese Art natürlicher Diabetikertherapie zunächst positiv. „Man muss machen, was die Menschen mögen. Sie müssen abnehmen, ohne zu hungern”, sagt Sprecher Ralph Bierwirth. Er kritisiert jedoch Laubers Anliegen, Nahrungsmittel per se als zuckersenkend darzustellen: „Es gibt keine echten oder pflanzlichen Zuckersenker.” Bestimmte Pflanzen und Gewürze könnten auf Grund ihrer Inhaltsstoffe jedoch helfen, das gefährliche Ansteigen des Zuckers nach dem Essen zu bremsen.

Gesunder Genuss plus Bewegung verspricht im Kampf gegen Diabetes Typ 2 langfristig Hilfe. „Übergewicht bremst die Wirkung des körpereigenen Insulin, daher sind die Zuckerwerte schlecht. Bewegung hilft Zucker zu verbrennen, so dass das körpereigene Insulin wieder wirken kann”, erläutert Bierwirth. Einmal täglich 30 Minuten auf Trab zu kommen, „wirkt besser als Diäten, Pillen und Insulin”.

www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de ; www.rheingau-gourmet-festival.de

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/04/08/service/gesundheit/t/rzo234311.html
Freitag, 31. März 2006, 16:19 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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