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Samstag, 8. Apr. 06

Werder Bremen - FC Bayern MünchenBremen - Auch ein feh­ler­frei agie­ren­der Oliver Kahn hat die dritte Sai­son­nie­der­lage des FC Bayern München nicht ver­hin­dern können. Einen Tag nach Kahns Aus­boo­tung als WM-Tor­hüter Nummer eins verlor der...

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Bremen - Bayern Mün­chens Manager Uli Hoeneß hat Kritik an der Ent­schei­dung von Bun­des­trai­ner Jürgen Klins­mann gegen Oliver Kahn als Tor­hüter Nummer eins bei der Welt­meis­ter­schaft geübt.

Von Peter Hübner, dpa

Kahn machtlos: Werder besiegt Bayern 3:0

Bremen - Auch ein fehlerfrei agierender Oliver Kahn hat die dritte Saisonniederlage des FC Bayern München nicht verhindern können.

Werder Bremen - FC Bayern München

Fußball-Bundesliga: Werder Bremen gegen den FC Bayern München am Samstag (08.04.2006) im Weserstadion in Bremen. Der Bremer Daniel Jensen erzielt gegen Münchens Torwart Oliver Kahn das 2:0. Werder Bremen gewann 3:0. Foto: Carmen Jaspersen dpa/lni (SPERRFRIST: Die DFL hat die Publikation und Weiterverwertung der Bilder während des Spiels (einschl. Halbzeit) in elektronischen Medien, insbesondere im öffentlich zugänglichen Internet untersagt. Die Weiterverwertung im Mobilfunk (insbesondere per MMS) ist erst 2 Stunden nach Spielende erlaubt.) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Einen Tag nach Kahns Ausbootung als WM-Torhüter Nummer eins verlor der Bundesliga-Tabellenführer das Schlagerspiel bei Werder Bremen unerwartet deutlich mit 0:3 (0:1) und machte den Titelkampf damit vielleicht noch einmal spannend. Den Bayern-Schlussmann traf aber keine Schuld an der höchsten Saisonniederlage. Trainer Felix Magath hatte seine etatmäßige Nummer eins trotz dessen „maßloser Enttäuschung” über die WM-Entscheidung eingesetzt. Gegen die Fehler seiner Vorderleute konnte Kahn aber nichts ausrichten.

Vor 42 100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion, die Kahn und vor allem Bundestrainer Jürgen Klinsmann mit Pfiffen begrüßten, traf Nationalspieler Bastian Schweinsteiger (33.) bei einer verunglückten Rettungsaktion ins eigene Tor. Kahn war machtlos. Alle Bemühungen um den Ausgleich der Münchner blieben trotz ihrer Überlegenheit in der zweiten Halbzeit vergeblich. Im Gegenteil: Die konterstarken Bremer überwanden durch Daniel Jensen (79.) und Tim Borowski (83.) den unglücklichen Kahn noch zwei Mal und unterstrichen mit einer kompakten Leistung ihre Champions-League-Ansprüche.

„Die Niederlage ist relativ hoch und aus meiner Sicht unglücklich ausgefallen. Kahn hat ein gutes Spiel gemacht. Es gab keine Diskussionen um seine Aufstellung. Er hat nie einen Zweifel an seinem Einsatz aufkommen lassen”, erklärte Bayern-Coach Magath. „Ich bin hoch zufrieden, auch wenn wir uns zu Beginn der zweiten Halbzeit zu weit zurückgezogen haben. Wir wollen das Ganze selbst in der Hand haben”, sagte sein Bremer Kollege Thomas Schaaf mit Blick auf die Tabelle.

Fünf Runden vor Saisonende eroberte Werder durch den ersten Sieg gegen die Bayern seit dem Meisterjahr 2004 zumindest für eine Nacht den zweiten Platz. Zudem verkürzte das Team den Rückstand auf die Münchner auf sieben Punkte. Der ärgste Bayern-Verfolger Hamburger SV kann mit einem Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach sogar bis auf vier Punkte an den Spitzenreiter heranrücken. „Man kann bei Werder verlieren. Wir sind aber noch immer Tabellenführer, es ist nichts passiert”, sagte Magath zu den Chancen auf den 20. Titelgewinn der Bayern.

Werder-Trainer Schaaf, der den Zeitpunkt der Klärung der „T-Frage” ebenso wie Bayern-Manager Uli Hoeneß als „unglücklich” bezeichnete, musste auf seinen Kapitän Frank Baumann (Innenbandriss) und auf dessen Stellvertreter Torsten Frings (Wadenverletzung) verzichten. Als „dritter Mann” war Johan Micoud der verlängerte Arm des Trainers auf dem Spielfeld. Bei den Bayern rückte kurzfristig Martin Demichelis für Lucio (Rückenprobleme) in die Innenverteidigung.

Diese Umstellung bereitete der Bayern-Abwehr Probleme. Kahn musste in der Anfangsphase die Unsicherheiten seiner Vorderleute gegen Miroslav Klose (11.) und mit einem glänzenden Reflex gegen Nelson Valdez (15.) ausbügeln. Die Werder-Führung fiel wie aus heiterem Himmel. Nach einem langen Pass von Micoud auf Klose konnte der Bundesliga-Torjäger ungehindert flanken, „Unglücksrabe” Schweinsteiger lenkte den Ball vor dem einschussbereiten Borowski ins eigene Tor.

Zehn Minuten später hätte der Nationalspieler seinen Fehler fast wieder gut gemacht. Doch Werder-Keeper Tim Wiese rettete gegen Schweinsteiger. „In der zweiten Halbzeit haben wir zwei Konter gefahren und den Sack zugemacht. Es kann noch alles für uns drin sein”, freute sich Wiese. Die Bayern verstärkten nach der Pause durch die Einwechslung von Zé Roberto den Druck, zeigten aber Schwächen im Abschluss oder hatten wie Michael Ballack (87.) mit einem Lattentreffer Pech.

dpa-infocom



http://rhein-zeitung.de/on/06/04/08/sport/t/rzo236496.html
Samstag, 08. April 2006, 18:50 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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