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Sonntag, 7. Mai. 06

Fraunhofer-FluglaborHolz­kir­chen - Das Fraun­hofer-Insti­tut hat in Holz­kir­chen südlich von München ein welt­weit ein­mali­ges Labor zur Unter­suchung von Flug­bedin­gun­gen in Betrieb genom­men. Im 15 Tonnen schwe­ren Teil eines Flug­zeugrump­fes...

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Weltneuheit in Betrieb genommen: Airbus zum Labor umgebaut

Holzkirchen - Das Fraunhofer-Institut hat in Holzkirchen südlich von München ein weltweit einmaliges Labor zur Untersuchung von Flugbedingungen in Betrieb genommen.

Fraunhofer-Fluglabor

Der Herr ganz vorn ist die Hauptperson: Das Fraunhofer-Labor auf einem Testflug.

Im 15 Tonnen schweren Teil eines Flugzeugrumpfes vom Typ Airbus A310 wird erforscht, wie sich Flugreisen auf die Befindlichkeit von Passagieren auswirken.

In dem Labor werden alle Umstände simuliert, die sich auf die Gesundheit der Passagiere auswirken könnten, etwa Luftqualität, Hygiene, Temperatur, Lautstärke und Licht.

Das Labor besteht aus dem kompletten vorderen Teil eines Flugzeugrumpfes samt Cockpit, Bordküche und Gepäckbereich. 80 Personen finden als Testpassagiere Platz. Simuliert werden Mittel- und Langstreckenflüge in Echtzeit. Auch Stewardessen sind mit originaler Bordverpflegung unterwegs. Selbst die Toiletten funktionieren wie in einer richtigen Maschine, da während der „Testflüge” niemand „aussteigen” darf.

Die Probanden sind verkabelt, um bei unterschiedlichsten Luftströmungen und Temperaturen die körperlichen Daten aufzuzeichnen. Von Bedeutung sind die Ergebnisse vor allem für Flugmediziner, Flugzeugbauer und die Zuliefererindustrie. Die unterschiedlichen Druckverhältnisse beim Start, während des Fluges und bei der Landung belasten die Reisenden. Besonders bei Langstreckenflügen wird immer wieder über Kopfschmerzen geklagt. Vor allem das Flugpersonal ist dem künstlichen Klima in der Flugzeugkabine sehr lange ausgesetzt.

Der Vorteil des Fluglabors ist nach Angaben des Fraunhofer- Instituts, Tests am sicheren Boden vornehmen zu können, ohne Kerosin zu verbrauchen. „Das ist ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich”, sagte eine Sprecherin.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/05/07/news/science/t/rzo243412.html
Sonntag, 07. Mai 2006, 9:34 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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