Nachrichten Sport Magazin Service
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Service & Kontakt
Auto Computer Multimedia Wirtschaft Freizeit Gesundheit Beruf Lexikon
Freitag, 10. Feb. 12

SchlüsselübergabeMün­chen/Düs­sel­dorf - Neu­wagen­käu­fer sind ent­täuscht, wenn der Neue nicht wie bestellt vom Trans­por­ter rollt oder nach den ersten Kilo­metern Macken offen­bart.

München - Mar­der­schä­den am Fahr­zeug kann nach Angaben des ADAC am zuver­läs­sigs­ten mit Ultra­schall-Scheu­chen vor­gebeugt werden. Die Geräte werden im Motor­raum instal­liert und senden für die Ein­dring­lin­ge...

Wien - In der Auto-Rück­bank inte­grierte Klapp-Kin­der­sitze eignen sich nur als gele­gent­liche Not­lösung. Das teilt der Öster­rei­chi­sche Auto­mobil-, Motor­rad- und Touring Club (ÖAMTC) in Wien mit...

Ibiza - Die Chrys­ler Group holt ihre dritte Marke nach Europa und bringt nun nach Jeep und Chrys­ler auch Dodge zu den Händ­lern. Das teilt der Her­stel­ler bei der Prä­sen­tation auf Ibiza mit.

München - BMW rüstet alle Modelle auf Wunsch mit einer auto­mati­schen Not­ruf-Funk­tion aus. Löst bei einem Unfall ein Airbag aus, alar­miert das Fahr­zeug selbst­stän­dig den Notruf und über­mit­telt den Stand­ort an...

München - Pferde sollten im Straßen­ver­kehr nur mit beson­derer Vor­sicht und aus­rei­chend Abstand über­holt werden. Das rät der TÜV Süd in Mün­chen. Die Tiere haben wegen ihrer seit­lichen Augen­stel­lung ein wei­teres...

Mobiles

News  

Aus zweiter Hand  

Auto-ABC  

Tests  

Recht  

Liebhaber-Autos  

Radnabenmotoren setzen sich nur langsam durch

Stuttgart - Manche Erfindungen brauchen etwas länger, bis sie sich auf breiter Front durchsetzen.

Mitsubishi-Studie EZ-MIEV

Radnabenmotoren verschafften mehr Gestaltungsspielraum. (Bild: Geiger/dpa/gms)

Nun erfährt ein Antrieb seine Renaissance, der vor mehr als 100 Jahren für Furore sorgte und dann schnell wieder in der Versenkung verschwand: der Radnabenmotor.

Bei diesem Antrieb handelt es sich nach Angaben des TÜV Nord in Hannover um einen Motor, der in das Mittelstück des Rades eingebaut wird und das Rad direkt antreibt. Der Antrieb wurde nach Angaben von Porsche in Stuttgart vom Firmengründer Ferdinand Porsche bereits 1897 konstruiert und im so genannten Lohner-Porsche auf der Weltausstellung in Paris als „epochale Neuheit” gefeiert. Jedoch konnte sich die Technologie gegenüber den Verbrennungsmotoren nicht durchsetzen. Weil jetzt aber mit Hybrid- und Brennstoffzellenantrieb erneut Elektromotoren im Auto Einzug halten, haben die Entwickler die Idee wieder ausgegraben.

„Der Radnabenmotor bietet gegenüber anderen Elektroantrieben eine Reihe entscheidender Vorteile”, sagt Albrecht Trautzburg von Mitsubishi im hessischen Trebur. „Die Kraft wird dort erzeugt, wo sie benötigt wird, so dass es möglichst wenig mechanische Verluste gibt. Und vor allem gewinnen die Designer im Innenraum viel mehr Freiheiten, wenn sie nicht mehr um Motor, Tank und Getriebe herumplanen müssen”, erklärt Trautzburg. Mitsubishi hat für 2010 das erste Serienfahrzeug mit Radnabenmotoren angekündigt.

Wie groß der Gestaltungsspielraum werden kann, haben die Japaner im Frühjahr auf dem Genfer Automobilsalon mit der Studie EZ-MIEV demonstriert, die von vier Motoren mit je 20 kW/27 PS angetrieben wird. Dort steht beinahe die gesamte Fahrzeugfläche für die Passagiere zur Verfügung, so dass selbst bei diesem kleinen Van der Innenraum in eine Liegelandschaft verwandelt werden kann.

Auch wenn die Technik bereits alt ist und in vielen anderen Anwendungen schon zum Einsatz kommt, haben die Automobilentwickler noch einige Hürden zu nehmen. So sind Radnabenmotoren laut VW-Sprecher Harthmuth Hoffmann teurer als Zentralmotoren. Und auch der Fahrkomfort sei eingeschränkt, weil die Entwickler mit einer größeren „ungefederten Masse” zu kämpfen haben.

„Radnabenmotoren sind sinnvoll , wenn man sich die Package-Vorteile zu Nutze machen muss, um weitere Bauteile wie Batterien, Brennstoffzelle oder Wasserstoffspeicher im Fahrzeug unterzubringen”, sagt Hoffmann. Da ein Serieneinsatz für diese Fahrzeuge erst ab 2020 realistisch erscheine, müsse der Antrieb nicht schon heute entwickelt werden.

Auch von Mercedes und BMW hört man zu diesem Thema bislang eher wenig. Gut möglich also, dass die Idee von Ferdinand Porsche noch ein paar weitere Jahre auf ihren endgültigen Durchbruch warten muss. Eines jedoch hat der Radnabenmotor dem Verbrennungsantrieb schon heute voraus: Auf der Suche nach dem idealen Antrieb für das Mondauto hatte sich auch die Nasa der Stuttgarter Erfindung bedient.

Von Thomas Geiger, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/05/07/service/auto/t/rzo242150.html
Dienstag, 02. Mai 2006, 10:17 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
 
Druckversion