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Donnerstag, 9. Feb. 12
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Air Berlin kämpft für zweiten Anlauf an die Börse Berlin - Die Fluggesellschaft Air Berlin nimmt nach der Verschiebung ihres Börsengangs auf den 11. Mai einen zweiten Anlauf an den Kapitalmarkt. Noch bis zum Mittwoch werden Aktien in der reduzierten Preisspanne von 11,50 bis 14,50 Euro zur Zeichnung angeboten.
Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin hat jetzt ein gestiegenes Interesse an ihrer Aktie registriert. „Die Zeichnung hat nach der Senkung der Preisspanne einen deutlichen Aufschwung genommen”, sagte der Air-Berlin-Sprecher, Peter Hauptvogel, dem Tagesspiegel (Montagausgabe). „Da gibt es keinen Zweifel mehr daran, dass das jetzt läuft.” Berichte über einen angeblich drohenden finanziellen Engpass seien „maßlos überzogen”, sagte Hauptvogel. Das untere Ende der alten Preisspanne und das obere der neuen lägen gar nicht so weit auseinander. Zudem gäben die Altkationäre jetzt weniger Anteile ab. Anleger, die nach den Turbulenzen doch nicht mehr bei Air Berlin einsteigen wollen, können ihren Kaufauftrag laut Emissionsprojekt bis Dienstag zurückziehen. Nach der Verringerung des Aktien-Kaufpreises kann Air Berlin zudem nicht mehr mit Erlösen in der erhofften Höhe planen. Das Unternehmen kalkuliert nunmehr für sich selbst mit einem Erlös von 225 Millionen Euro. Davon sollen nach Abzug aller Kosten des Börsengangs 185 Millionen Euro übrig bleiben und damit rund 100 Millionen Euro weniger als ursprünglich erwartet. Der Finanzierungsbeitrag für bereits bestellte neue Flugzeuge sei damit aber gesichert, hatte ein Sprecher bereits am Freitag betont. Darüber hinaus würde aber weniger zusätzliches Geld für die angestrebte weitere Markterschließung zur Verfügung stehen. Insgesamt soll der Börsengang nach der Senkung der Preisspanne Erlöse von bis zu 616 Millionen Euro einbringen. Bisher waren maximal bis zu 872 Millionen Euro angestrebt worden. Der Rest des Erlöses geht an die bisherigen Anteilseigner. Zu den Änderungen an den Börsenplänen hatten sich Vorstandschef Joachim Hunold und die begleitenden Banken Ende vergangener Woche nach Gegenwind vom Finanzmarkt entschlossen. Der ursprünglich für vergangenen Freitag geplante Start auf dem Frankfurter Parkett wurde auf diesen Donnerstag verschoben. Analysten hatten den angestrebten Preis als zu hoch kritisiert. Die ursprüngliche Preisspanne lag zwischen 15,00 bis 17,50 Euro. Das bisher in Privatbesitz stehende Unternehmen rechnet nun damit, dass der Börsengang „nun glatt über die Bühne geht”. dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/06/05/07/wirtschaft/t/rzo243592.html |
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