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Sonntag, 7. Mai. 06
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Bayer nur 2:2 bei Nowotny-Abschied Leverkusen - Ein gut gemeinter Missgriff von Bayer 04 Leverkusens Trainer Michael Skibbe wird ein Fehler ohne Folgen bleiben.
„Ich wollte Jens Nowotny mit der Auswechslung eine schöne Bühne bieten. Es ist meine Schuld”, sagte der Ex-Bundestrainer. Die Unordnung nach der Herausnahme des Bayer-Abwehrchefs, der nach zehn Jahren den Verein verlässt und noch einmal vom heimischen Publikum gefeiert werden sollte, nutzte der 1. FC Nürnberg in letzter Sekunde zum 2:2. Freuen konnte sich Skibbe indes über den gegnerischen Torschützen Stefan Kießling, der in der neuen Saison nach Leverkusen wechselt: „Er soll hier im nächsten Jahr noch mehr Tore schießen.” Und zwar in der Bundesliga genauso wie im UEFA-Cup. Denn trotz des verspielten siebten Sieges in Serie ist Bayer 04 von Hertha BSC (drei Punkte und zehn Tore zurück) nur noch theoretisch von Platz fünf zu verdrängen. „Das war kein nettes Antrittsgeschenk, aber Bayer reicht das Remis”, meinte Kießling. Der rund sieben Millionen Euro teure U21-Nationalspieler geht vielleicht sogar neben Dimitar Berbatow auf Torjagd. Der Bulgare glich das 0:1 durch Jawhar Mnari (36.) aus und schoss (90./Foulelfmeter) seinen 20. Saisontreffer. Obwohl der zweitbeste Stürmer der Liga mit jedem Tor interessanter für andere europäische Spitzenclubs wird und für 16 Millionen Euro gehen könnte, glaubt Skibbe, dass Berbatow bleibt: „Noch ist kein Verein richtig um die Ecke gekommen. Im Moment sehe ich ihn weiter in Leverkusen.” Gern würde er auch den 32-jährigen Nowotny weiter in der Bayer-Abwehr sehen. „Er ist ein ganz tadelloser Sportsmann mit toller Ausstrahlung. Er hätte uns auch in der kommenden Saison gut zu Gesicht gestanden”, sagte Skibbe. Nach juristischen Querelen mit dem Club und einer Abfindung von 4,7 Millionen Euro hofft Nowotny auf ein neues Karriere-Glück und die WM-Teilnahme. „Während des Spiels konnte ich mir keine Gedanken machen, dass es mein letztes Heimspiel für Bayer war. Wehmut wird erst später kommen”, sagte der Abwehrchef, der ein positives wie diplomatisches Fazit zog: „Ich wollte mehr Spiele gewinnen als verlieren. Dies ist mir, glaube ich, in den letzten Jahren gelungen.” Vermissen wird Kapitän Carsten Ramelow, der nach dem Abpfiff mit seinen Mitspielern ein Transparent („Danke Fans!”) entfaltete und mit den Anhängern feierte, seinen Weggefährten. „Wenn er weg ist, werden wir erst wissen, wie er uns fehlt”, meinte er. Dass Bayer mit einer grandiosen Rückrunde (19 Punkte/20:6-Tore) das Comeback auf die internationale Bühne fast sicher geschafft hat, ist für Ramelow nach turbulenten Monaten keine Selbstverständlichkeit: „Vor acht Wochen waren wir davon noch weit entfernt. Die Situation im Verein mit den negativen Schlagzeilen war nicht einfach.” Entspannt hat sich auch die Lage der Nürnberger, die dank Trainer Hans Meyer den Klassenerhalt geschafft haben. „Unsere Zielsetzung für die nächste Saison ist Platz acht bis zwölf. Das ist mit dem Trainer so abgesprochen”, erklärte Club-Präsident Michael A. Roth. „Auch wenn er vor zu hohen Erwartungen gewarnt hat: Mit dem Abstieg werden wir nichts zu tun haben.” Von Andreas Schirmer, dpa dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/06/05/07/sport/fussball/t/rzo243546.html |
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