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Sonntag, 7. Mai. 06
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Rochus gewinnt „belgisches Finale” in München München Tennis-Profi Olivier Rochus hat die 91. Internationalen Meisterschaften von Bayern gewonnen.
Der Belgier besiegte beim mit 323 250 Euro dotierten Sandplatzturnier in München seinen Landsmann Kristof Vliegen nach einer souveränen Vorstellung mit 6:4, 6:2. Sechs Jahre hatte der 25-Jährige seit dem Erfolg in Palermo auf seinen zweiten Turniertriumph warten müssen. Der Weltranglisten-30. bekam für den Sieg im ersten rein belgischen Finale bei einem ATP-Turnier nicht nur 44 100 Euro Preisgeld, sondern auch einen Sportwagen (BMW Z4) im Wert von rund 40 000 Euro. „Ich habe lange auf diesen Moment gewartet. Der Sieg ist fantastisch und gibt mit viel Selbstvertrauen”, sagte Rochus nach dem ersten belgischen Turniersieg seit Xavier Malisse vor über einem Jahr. Rochus, der auf dem Weg ins Endspiel im Viertelfinale den Lampertheimer Denis Gremelmayr und im Halbfinale den Österreicher Jürgen Melzer ausschaltete, tat es fast ein wenig leid, einen Freund besiegt zu haben. „Es ist nicht einfach, aber besser, wir spielen in einem Finale gegeneinander als schon in der ersten Runde”, sagte Rochus, der eine Stunde nach dem Finale bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Vliegen scherzte. Wie schon bei seinem bislang einzigen Finale vor drei Jahren in Adelaide begann der 1,93 Meter große Vliegen gegen seinen Kumpel nervös und und fand erst Mitte des ersten Satzes zur Form der vergangenen Tage. Der fast 30 Zentimeter kleinere Rochus wirkte in seinem fünften Finale viel konzentrierter, machte von der Grundlinie kaum Fehler und nutzte nach 44 Minuten seinen ersten Satzball. Auch ein Schlägerwechsel half Vliegen nichts, der im Viertelfinale Philipp Kohlschreiber aus Bamberg und im Halbfinale Jarkko Nieminen aus Finnland bezwungen hatte. Das 59-Kilo-Leichtgewicht Rochus fabrizierte auch im zweiten Satz kaum Fehler und verwandelte seinen ersten Matchball. „Ich musste von Anfang an nach Lösungen suchen und wusste am Ende nicht mehr, was ich tun sollte”, sagte Aufsteiger Vliegen, der in der Weltrangliste seit dem Jahreswechsel 45 Plätze gut gemacht hat und zur Zeit auf Rang 50 ist. Die Niederlage bekam er mit 26 000 Euro versüßt. „Ich hatte eine gute Woche hier.” Insgesamt 36 800 Zuschauer sahen die Spiele - knapp 7000 mehr als vor einem Jahr. Finanziell schreibe man „schwarze Zahlen”, so der Veranstalter. Zwar soll am Konzept mit vielen deutschen Profis festgehalten werden, doch Turnierdirektor Rudi Berger kündigte an, 2007 auch den Schweizer Weltranglisten-Ersten Roger Federer nach München locken zu wollen. Die Etablierten unter den zwölf deutschen Profis wie der Hamburger Thomas Haas enttäuschten durch ihr frühes Aus. Sie wollen sich nun vom 13. bis 21. Mai am Hamburger Rothenbaum länger ihren deutschen Fans zeigen. Dagegen ließen der 22-jährige Philipp Kohlschreiber (Bamberg) und der 24-jährige Gremelmayr mit ihrem Einzug ins Viertelfinale aufhorchen. „Es ist eine positive Entwicklung zu spüren. Gerade die deutschen Spieler zwischen dem 60. und 150. Weltranglistenplatz haben seit Anfang des Jahres einen Schub erlebt”, sagte Bundestrainer Patrik Kühnen, der Kohlschreiber für den World Team Cup vom 21. bis 27. Mai im Düsseldorfer Rochusclub nominierte, am Rothenbaum muss er freilich in die Qualifikation. dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/06/05/07/sport/t/rzo243628.html |
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