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Samstag, 13. Mai. 06
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"Niemals wieder blind sein und wegschauen" Auch die TuS sagt Nein zu Nazis Koblenz - Bei der Demonstration des DGB gegen den Aufmarsch der Neonazis konnten sie nicht dabei sein, weil sie ein Spiel hatten. Aber sie unterstützten die Aktion nachdrücklich: Spieler, Betreuer und Vorstand der TuS Koblenz haben den Aufruf des DGB unterschrieben und treten ein gegen Rechtsradikalismus und Fremdenfeindlichkeit.
Spontan haben sich auch die Mitarbeiter des Café Welcome entschieden, Unterschriften zu sammeln. "Die wirtschaftliche Lage unseres Landes ist problematisch", heißt es in dem Flugblatt, das von 66 Menschen unterschrieben wurde. "Aber umso wichtiger ist es, Menschlichkeit, Akzeptanz und Mitgefühl zu zeigen." „Notorisch Pöbelnde Dummschwätzer” "Gegen einen Aufmarsch ,Notorisch Pöbelnder Dummschwätzer" muss man Flagge zeigen!", rufen Isolde und Friedrich Old nebst Enkel Benjamin auf, sich an der DGB-Demo zu beteiligen, ebenso wie Stefan Stolz: "Ich unterstütze die Demonstration gegen Intoleranz und rechtes Gedankengut." "Nein" gegen Rechts sagt auch Christine Grundmann. "Es ist schon schlimm, dass in unserem demokratischen Staat ein Aufmarsch von Ewig-gestrigen nicht nur geduldet, sondern behördlich genehmigt wird", schreibt Jochen Hof. Aber er ist optimistisch: "Ich denke aber, dass die Demokratie das verkraftet." „Niemals wieder wegschauen!” "Niemals wieder blind sein und wegschauen! Stattdessen aufstehen und NEIN sagen", schreibt Maria Külzer aus Koblenz. Und auch Marlies Knop und Ralph Vent aus Koblenz wünschen sich, dass viele Bürger dem Aufruf des DGB folgen: "Uns allen wünschen wir: Bleibt ruhig und besonnen, aber stark in eurer demokratischen Einstellung. Wir wollen nie wieder einen Holocaust und keinen neuen Weltkrieg! Hoffentlich kommen diese jungen Menschen zur Besinnung." Edgar Thelen aus Koblenz ist entsetzt über die Demonstration der Rechten: "Jetzt, im Jahr 2006, demonstrieren in Koblenz Menschen für eine Denkweise, die zu den schlimmsten im Namen des Deutschen Reiches begangenen Verbrechen geführt hat." "Wir müssen ganz deutlich unsere Meinung kundtun, wenn es um diese Menschen und ihre Gesinnung geht", so Rita Schanz aus Koblenz. "Vor allem unseren Jugendlichen muss gezeigt werden, welche Absichten dahinterstecken." dos (RZ) Rhein-Zeitung - Ausgabe Koblenz Stadt vom 13.05.2006, Seite 25.
http://rhein-zeitung.de/on/06/05/13/rlp/r/demo-2.html |
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