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Freitag, 10. Feb. 12

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Osna­brück - Vor dem Osna­brü­cker Land­gericht hat am Don­ners­tag einer der bisher größten Pro­zesse wegen Inter­net­kri­mina­lität in Deutsch­land begon­nen.

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Frauen surfen anders - Reisetipps wichtiger als Technik-Informationen

Bielefeld - Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind auch im Internet deutlich auszumachen.

Frauen surfen anders

Frauen setzen beim Surfen auf Kommunikation. (Bild: Fujitsu-Siemens/dpa/gms)

Wenn Frauen online gehen, dann suchen sie häufig nach Informationen über Reisen, Gesundheit, Kultur und Weiterbildung.

Kommunikation - beispielsweise per E-Mail - hat Priorität, der technische Aspekt des Mediums steht bei vielen Nutzerinnen eher im Hintergrund. 74 Prozent der Frauen, die einen Internetkurs bei dem Bielefelder Verein Kompetenzzentrum Technik - Diversity - Chancengleichheit belegt hatten, gaben bei einer Umfrage an, sich für E-Mail zu interessieren.

Cornelia Lins vom Kompetenzzentrum will Frauen den Einstieg ins Internet erleichtern und bei denen, die schon drin sind, die Medienkompetenz steigern. „Frauen besuchen gerne Kurse, um etwas über das Internet zu lernen, oder sie fragen ihre Kinder, Enkel oder Freunde. Männer fragen eher Kollegen oder lesen Fachliteratur.”

Laut einer Untersuchung der European Interactive Advertising Association (EIAA), dem Branchenverband europäischer Online-Vermarkter mit Sitz in London, verbringen deutsche Frauen im Schnitt nur 7,5 Stunden pro Woche im Internet. Der europäische Durchschnitt liegt dagegen bei 9,3 Stunden pro Woche.

Ein Grund dafür sei, dass es in Deutschland noch vergleichsweise wenige Breitband-Internetzugänge mit Flatrate gebe, sagt Nadja Elias, Pressesprecherin der United Internet Media in Montabaur. „Deshalb nutzen die deutschen Userinnen auch weniger Multimedia-Angebote mit hohem Datenaufkommen.” Generell verbringen laut EIAA-Studie Männer mehr Zeit im Internet als Frauen.

In Deutschland surfen knapp 48 Prozent aller Frauen regelmäßig im Internet, bei den Männern sind es gut 63 Prozent. Die Zahlen stammen aus einer Studie des Kompetenzzentrums, die auf dem (N)Onliner-Atlas (www.nonliner-atlas.de) basiert. Der (N)Onliner-Atlas ist eine Studie über das Internetverhalten der Deutschen. Er wird jährlich vom Münchner Marktforschungsinstitut TNS Infratest und der Berliner Initiative D21 herausgegeben. Betrachtet man nur die Teenager, sieht die Statistik ganz anders aus - im Alter von 14 bis 19 Jahren nutzen laut Kompetenzzentrum 84 Prozent der Mädchen das Internet, bei den Jungs sind es mit 85 Prozent nur unwesentlich mehr.

Die Medienkompetenz junger Frauen zu stärken, ist das Ziel des Bonner Vereins Schulen ans Netz, der unter www.lizzynet.de Infos und Links speziell für Mädchen und Frauen anbietet. Themen sind unter anderem Bildung, Beruf und Gesundheit.

„Frauen nutzen das Internet eher zur Kommunikation und zur Recherche, während für Jungs eher Spiele und technische Dinge interessant sind”, sagt Dirk Frank, Pressesprecher von Schulen ans Netz. Aber auch auf diesem Gebiet näherten die Geschlechter sich einander an.

Von Juliane Mroz, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/05/13/service/computer/t/rzo244404.html
Mittwoch, 10. Mai 2006, 11:17 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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