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Samstag, 13. Mai. 06

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Lautern steigt nach 2:2 in Wolfsburg ab

Wolfsburg - Der 1. FC Kaiserslautern ist der dritte Absteiger aus der Fußball-Bundesliga.

Abgestiegen

Trainer Wolfgang Wolf und seine Spieler sind sichtlich enttäuscht.

Am letzten Spieltag kamen die „Roten Teufel” nur zu einem 2:2 (1:0) beim ebenfalls gefährdeten VfL Wolfsburg, dem der Gang in die Zweite Liga damit erspart geblieben ist.

Die Pfälzer, die das „Endspiel” hätten gewinnen müssen, teilen das schmerzliche Schicksal mit den beiden Aufsteigern 1. FC Köln und MSV Duisburg, die bereits seit Wochen als Absteiger feststehen.

Für die Lauterer, die vor zehn Jahren bereits einmal abgestiegen waren, trafen Halil Altintop (20. Minute) und Stefan Ziemer (86.). „Ein Kompliment an meine Jungs. Sie haben fantastisch gekämpft und mich auf dem Weg zu diesem Endspiel toll begleitet. Auch wenn es schwer wird: Wir kommen wieder”, versprach Lauterns Trainer Wolfgang Wolf, der in der hektischen Schlussphase auf die Tribüne verwiesen worden war.

Cedrick Makiadi (66.) und Diego Klimowicz (69.) erzielten vor 30 000 Zuschauern in der ausverkauften Volkswagen Arena die Tore für die Hausherren, für die die schlechteste Saison ihrer achtjährigen Bundesliga-Zugehörigkeit damit noch glimpflich endete. „Das Spiel war ein Spiegelbild der gesamten Rückrunde. Ich bin froh, dass es am Ende noch gelangt hat”, sagte VfL-Trainer Klaus Augenthaler nach der umkämpften Begegnung.

Vor der prächtigen Kulisse waren die Bemühungen der ohne Nationalspieler Mike Hanke gestarteten Gastgeber unübersehbar, eine frühe Vorentscheidung zu schaffen. Schon nach drei Minuten hatte Marian Hristow das 1:0 auf dem Fuß, aber sein Schuss aus Nahdistanz ging über das Tor. Abwehrchef Stefan Schnoor machte es zwei Minuten später nicht besser.

Weitere Möglichkeiten erneut von Hristow (10.) und Diego Klimowicz (19.), dessen Kopfball knapp vorbei ging, offenbarten das Manko der nach Arminia Bielefeld schwächsten Offensive der Liga: Der VfL braucht einfach zu viele Chancen für ein Tor.

Die bis dato harmlosen Gäste zeigten nur eine Minuten später, wie man es besser macht. Altintop versetzte Schnoor, spielte mit Sören Halfar Doppelpass und hatte danach keine Mühe, zu vollenden. Für den im Sommer zu Schalke 04 wechselnden Angreifer war es der 20. Saisontreffer. „Das war ein Schock für uns, von dem wir uns erst erholen mussten”, gestand VfL-Verteidiger Maik Franz.

Wolfsburg brauchte eine gute Viertelstunde, um ins Spiel zurückzukommen. Dann hatten Hanke-Vertreter Rock Hoogendorp (38.) und Tom van der Leegte (44.) Möglichkeiten zum Ausgleich, aber die beiden Niederländer machten es nicht besser als ihre Mannschaftskameraden zuvor.

VfL-Trainer Klaus Augenthaler versuchte, seine Offensive nach Wiederanpfiff mit den frühen Einwechslungen von Hanke und Makiadi zu beleben und hatte damit eine glückliche Hand: Hanke legte für Makiadi auf, der unhaltbar aus vollem Lauf zu seinem ersten Saisontreffer einschoss. Nur drei Minuten später setzte Makiadi dann Klimowicz glänzend in Szene, der zum vielumjubelten 2:1 traf.

Das zwölfte Saisontor war gleichzeitig der Todesstoß für die Lauterer Hoffnungen auf den Ligaverbleib. Nach Ziemers Ausgleich keimte noch einmal ein Fünkchen auf, aber mehr ließen die „Wölfe” nicht zu. „Die Jungs haben gekämpft und alles gegeben. Leider sind sie nicht belohnt worden”, erklärte Lauterns Sportmanager Olaf Marschall niedergeschlagen.

Von Gert Glaner und Lars Reinefeld, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/05/13/sport/fussball/t/rzo245355.html
Samstag, 13. Mai 2006, 18:15 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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