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Dienstag, 16. Mai 06

OktoberfestNew York - Ame­rika­ner, die zur Fuß­ball-WM Deutsch­land berei­sen, müssen sich schon mal auf eine Ent­täu­schung gefasst machen: Kaum einer läuft mit Leder­hose herum, und erst recht nicht in Ham­bur­g...

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Überleben in Deutschland: US-Handbücher mit Tipps zur WM

New York - Amerikaner, die zur Fußball-WM Deutschland bereisen, müssen sich schon mal auf eine Enttäuschung gefasst machen: Kaum einer läuft mit Lederhose herum, und erst recht nicht in Hamburg, wo die US-Mannschaft ihr Quartier hat.

Oktoberfest

Junge Männer in Lederhosen auf dem Oktoberfest in München.

„Deutsche ziehen sich einfach nicht oft wie Deutsche an”, warnt ein amerikanisches „Überlebenshandbuch für Deutschland”, das zurzeit in New York in vielen Buchläden ausliegt. Andere populäre Ratgeber mit Verhaltenstipps für Old Germany tragen Titel wie „Sitten und Etikettenführer Deutschland”, „Insiderführer durch das deutsche Leben” oder „Deutschland für Dumme”.

Die Bücher enthalten viele praktische Hinweise, auf die ein normaler Amerikaner nie kommen würde. Zum Beispiel: „Lehnen Sie sich nie gegen ein fremdes Auto - Autos sind in Deutschland heilig. Vermeiden Sie biologisch nicht abbaubares Verpackungsmaterial. Setzen Sie sich nie mit Badehose in die Sauna. Rufen Sie niemanden zwischen 20.00 und 20.15 Uhr an - dann läuft die Hauptnachrichtensendung im Fernsehen.”

Das ist der einfache Teil des Crash-Kurses Germany. Fortgeschrittene müssen noch viel mehr wissen. So lautet das Motto der WM zwar „Die Welt zu Gast bei Freunden”, doch alle Ratgeber sind sich einig, dass es schwer ist, einen Deutschen zum Freund zu gewinnen. Zwar betonen sie, dass die meisten Deutschen nichts gegen Ausländer haben, aber ihre distanzierte Art mache es nicht gerade leicht, Kontakt herzustellen.

Alles, was in Amerika zu einer freundlichen Begrüßung gehört - breites Lächeln, zur Schau gestellte Freude, Fragen nach dem Befinden - macht Deutsche eher misstrauisch. „Seien Sie zu Fremden besser nicht übermäßig freundlich”, rät Richard Lord, der Verfasser von „Culture Shock”. „Die Deutschen werden nur glauben, dass Sie etwas von ihnen wollen oder nicht ganz normal sind.” Im besten Fall werde man als „typisch oberflächlicher Amerikaner” abgetan. „Deutsche sind von Natur aus ganz einfach keine sonnigen Frohnaturen.”

Was sich auch nicht empfiehlt: Positiv über Präsident George W. Bush zu sprechen. „Wenn Sie die derzeitige US-Politik zu entschieden verteidigen, riskieren Sie Streit.” Und noch etwas: In Deutschland behält man während des Essens das Messer in der Hand anstatt erst alles klein zu säbeln oder zu zermantschen und dann nur noch die Gabel zu benutzen. „Mit offenem Mund zu kauen oder mit vollem Mund zu sprechen, gilt als unerzogen - genauso wie Kaugummikauen.”

Wer im Hotel oder sonst wo deutsches Fernsehen einschaltet, muss sich auf Nacktszenen gefasst machen. „Die Deutschen sind nicht prüde”, erläutert der Ratgeberautor Barry Tomalin, ein Experte für deutsche Unternehmenskultur. „Was sie schockiert, ist nicht Sex, sondern Gewalt. So kommt es, dass Videos, die Sie für harmlos halten, in Deutschland Anstoß erregen können, während Programme, von denen Sie meinen, dass junge Teenager sie sich auf keinen Fall anschauen sollten, in deutschen Haushalten völlig akzeptiert sind.”

Und dann noch ein letzter Tipp aus dem „Insiderführer”: „Versuchen Sie nie, einen Witz zu erzählen. Überlassen Sie das einem gewissen Harald Schmidt oder Deutschen, die zu viel getrunken haben. Deutsche haben zwar Sinn für Humor, aber mit der amerikanischen Variante hat er nichts zu tun.”

Von Christoph Driessen, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/05/16/magazin/t/rzo246218.html
Dienstag, 16. Mai 2006, 16:13 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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