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Mittwoch, 12. Jun. 13

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Washing­ton/Bag­dad - Nach den schwe­ren Vor­wür­fen gegen US-Sol­daten wegen eines mut­maß­lichen Massa­kers im Irak bemüht sich die US-Regie­rung nun um rasche Auf­klärung und Scha­den­begren­zung.

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Fall Haditha: Schadensbegrenzung und neue Vorwürfe

Washington/Bagdad - Nach den schweren Vorwürfen gegen US-Soldaten wegen eines mutmaßlichen Massakers im Irak bemüht sich die US-Regierung nun um rasche Aufklärung und Schadenbegrenzung.

Opfer des Haditha-Massakers

Auf diesem Standbild von Videoaufnahmen sind Leichen von Irakern zu sehen. Sie sollen in Haditha von US-Soldaten getötet worden sein.

Einem Untersuchungsbericht zufolge sollen US-Soldaten versucht haben, den wahren Ablauf der blutigen Ereignisse zu vertuschen.

US-Medienberichten vom Donnerstag zufolge soll eine seit drei Monaten laufende Untersuchung der Armee zu den Vorfällen in Haditha bis zum Wochenende abgeschlossen sein. Als eine erste Konsequenz will das Pentagon allen US-Angehörigen der Koalitionstruppen im Irak eine Art Ethik-Grundkurs angedeihen lassen.

Mit dem Versuch der raschen Schadenbegrenzung traten US-Präsident George W. Bush und Außenministerin Condoleezza Rice dem Vorwurf der Vertuschung entgegen. Es wäre ein fürchterlicher Schandfleck für die Vereinigten Staaten, wenn so etwas geschehen wäre, sagte Rice dem US- Nachrichtensender CNN. Sollten die Vorwürfe bewiesen werden, dann würden die Schuldigen bestraft. „Das ist die Art, wie Demokratien auf solche Umstände reagieren”, sagte sie.

US-Marineinfanteristen sollen nach Zeugenaussagen am 19. November 2005 in dem rund 200 Kilometer nordwestlich von Bagdad gelegenen Ort ein Blutbad angerichtet haben, bei dem 24 Menschen, unter ihnen auch Frauen und Kinder, getötet wurden. Mit zwei Untersuchungen will das Pentagon jetzt klären, ob die Vorwürfe stimmen und ob die Marineinfanteristen mit Falschaussagen die Todesumstände der Iraker und ihre eigene Beteiligung vertuschen wollten.

In einem Untersuchungsbericht heißt es nach Angaben der „Washington Post”, dass ein Unteroffizier der Marineinfanteristen seinen Vorgesetzten zunächst gemeldet habe, dass 15 Iraker bei der Explosion einer am Straßenrand gelagerten Bombe getötet worden seien. Ein zweites Team habe nach dem Bergen der Toten nicht darauf aufmerksam gemacht, dass die Leichen der Iraker Schusswunden gehabt hätten.

Schließlich habe ein offizieller Sprecher erklärt, dass die Iraker im Kreuzfeuer zwischen Aufständischen und Soldaten ums Leben gekommen seien. Der Bericht komme zu dem Schluss, dass die Ausbildung der US-Truppen für den Irak mangelhaft war. Zudem soll ein Marineinfanterie-General, der seinerzeit das Kommando im Irak führte, vorerst nicht befördert werden.

Unterdessen wurde bekannt, dass amerikanische Soldaten im Irak eine schwangere Frau sowie eine junge Mutter mit ihrem Baby getötet haben. Nach Darstellung der Polizei war der Fahrer auf dem Weg zur Entbindung in der Stadt Samarra falsch abgebogen und auf einen US- Militärstützpunkt zugefahren. Das amerikanische Militärkommando in Bagdad erklärte, der Fahrer habe auf den Haltebefehl eines Soldaten nicht reagiert. Dieser habe deshalb auf den Wagen geschossen. In der Stellungnahme hieß es weiter: „Solche Zwischenfälle sind bedauerlich und die Koalitionstruppen geben sich große Mühe, sie zu vermeiden.”

In einem Vorort von Kerbela töteten US-Soldaten nach irakischen Angaben fünf Iraker, darunter eine Frau mit ihrem sieben Monate alten Baby. Die Soldaten hätten bei ihrer Razzia in mehreren Wohnhäusern auch zahlreiche Bewohner festgenommen, sagte ein Stadtrat. Bei der Explosion eines Sprengsatzes in Bagdad starben zwei Zivilisten, 15 weitere Menschen wurden verletzt.

In Basra, der zweitgrößten Stadt des Landes, wurden am Donnerstag zusätzliche Straßensperren eingerichtet. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurden zahlreiche Verdächtige festgenommen. Ministerpräsident Nuri al-Maliki hatte am Vortag für die Dauer eines Monats den Ausnahmezustand über die Stadt verhängt.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/06/01/news/t/rzo250265.html
Donnerstag, 01. Juni 2006, 18:12 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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