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Mittwoch, 05. Juli 06

Klettern zu den KlippenhäusernMesa Verde - Über drei Meter lang und nur einen halben Meter breit ist der Tunnel zum „Bal­cony House”. Diesen harm­losen Namen trägt das aben­teu­erlichste Klip­pen­haus im Mesa Verde Natio­nal­park in Colo­rado...

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Klettern zu den Klippenhäusern: Der Mesa Verde Nationalpark

Mesa Verde - Über drei Meter lang und nur einen halben Meter breit ist der Tunnel zum „Balcony House”.

Klettern zu den Klippenhäusern

Über diese Leiter müsst ihr geh'n. (Bild: Schmidt/dpa/gms)

Diesen harmlosen Namen trägt das abenteuerlichste Klippenhaus im Mesa Verde Nationalpark in Colorado, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert.

An einen Schwindel erregenden Felsvorsprung hoch über dem Soda Canyon klammert sich die Alkovensiedlung Mesa Verde. Wie der Filmheld Indiana Jones fühlen sich Besucher beim Abstieg an den Klippen. Geier kreisen, Steine poltern in die Tiefe, während es im Gänsemarsch - mit einem Parkranger als Aufpasser voran - bergab geht.

Wieder herauf soll über eine zehn Meter hohe Holzleiter geklettert werden, die zwischen Himmel und Erde zu hängen scheint. Vorher muss man sich aber auf allen Vieren durch den Tunnel zwängen. Bisher sei noch keiner auf der Strecke geblieben, behauptet Ranger Jim Miller.

Die Anasazi Indianer lebten einst auf kleinem Fuß. Vor rund 800 Jahren kraxelten die Erbauer der Felsnischenhäuser diesen Abhang herab. Raue Kerben als Fußtritte hauten sie in den Stein. Moderne Wanderschuhe passen in die Handteller großen Mulden kaum hinein. Darum hat sich die Parkleitung erbarmt und Steiltreppen und Holzleitern installiert. Stufe um Stufe klettern Besucher zurück in die Vergangenheit, in eine Zeit, in der die Menschen von Mesa Verde Hunderte von „Honigwabenhäusern” aus orange-rosa Sandstein wie das „Balcony House” in den Fels mauerten.

Mesa Verde bedeutet „Grüner Tisch” auf Spanisch. Der mit knorrigen Kiefern bewachsene Tafelberg wird von einem wilden Zickzack tiefer Flussschluchten durchschnitten. Mit etwas Fantasie kann man sich gut vorstellen, wie sich vor 1400 Jahren halbnomadische Stämme auf diesem Hochplateau niederließen. Als Ackerbauern wurden sie bald sesshaft und errichteten Erdgrubenhütten, deren Überreste noch an der „Ruin Road” genannten Straßenschleife zu erkunden sind.

Ab dem Jahr 750 errichteten die Anasazi ihre Behausungen meist oberirdisch und in der praktischen Reihenhausmethode: Je nach Bedarf wurde an die bestehenden Räume immer weiter angebaut - erst einstöckig, später mehrstöckig. Mehrere Tausend Menschen lebten um das Jahr 1100 auf dem Tafelberg - zu viele für die Ressourcen in dieser Halbwüste, spekulieren Archäologen. Vielleicht gab es deshalb Konflikte, vielleicht boten die Felsnischen auch nur einen besseren Schutz vor der Witterung.

Bald war jedenfalls ganz Mesa Verde unter den Klippenrand abgetaucht. Das „Balcony House” mit seinem Tunnel und der 220-Zimmer-Superstar „Cliff Palace”, die Primadonnen unter den insgesamt mehr als 4000 archäologischen Stätten im heutigen Nationalpark, wurden im späten 13. Jahrhundert fertig gestellt. Doch bereits bald darauf waren die Alkovensiedlungen wie ausgestorben. Als Cowboys die Ruinen um 1880 für die westliche Welt entdeckten, lebten die Nachfahren der ehemaligen Bewohner längst verstreut dort, wo die US-Bundesstaaten Colorado, New Mexico, Arizona und Utah aufeinander treffen.

Informationen: Colorado Tourism Office , Get It Across Marketing, Neumarkt 33, 50667 Köln (Tel.: 0221/233 64 07, E-Mail: colorado@getitacross.de).

www.colorado.comwww.nps.gov/meve Von Heike Schmidt, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/07/05/magazin/reise/reisetipp/t/rzo260107.html
Freitag, 30. Juni 2006, 10:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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