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Mittwoch, 05. Juli 06

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Mit der ältesten E-Lok zum Marienheiligtum

Mariazell Wohl nirgendwo auf der Welt gibt es ein Ziel, das Gläubige und Eisenbahnfans gleichermaßen enthusiastisch ansteuern, wie Mariazell im österreichischen Bundesland Steiermark.

Mariazell

Kleiner Ort mit großer Attraktion. (Bild: Österr.Werb./Pigneter/dpa/gms)

Der schon im Mittelalter von Pilgerscharen besuchte Marienwallfahrtsort ist Endstation einer Schmalspurstrecke, auf der die ältesten Elektrolokomotiven überhaupt verkehren. „Der Typ ist die Urgroßmutter aller heute im Einsatz stehenden E-Loks”, erklärt Franz-Ronald Pfeffer, Vorsitzender des Vereins der Freunde der Mariazellerbahn.

„Wir zählen in Mariazell jährlich etwa eine Million Besucher”, sagt Tourismusdirektor Klaus Hulatsch. „Im Sommer sind es überwiegend Pilger, im Winter Skifahrer.” Das Stadtwappen des 2000-Einwohner-Ortes zeigt Maria mit dem Jesuskind.

Um den zahlreichen Pilgern die Wallfahrt zu erleichtern, beschlossen Verkehrsplaner Ende des 19. Jahrhunderts den Bau einer Schmalspurbahn von der Stadt Sankt Pölten ins Voralpengebiet. Die Ingenieure bauten Dutzende Brücken und Viadukte sowie 21 Tunnel. 1907 nahm die Bahn ihren Betrieb auf.

Die eingesetzten Dampflokomotiven der Reihe Mh.6 erwiesen sich als zu schwach. Die Verantwortlichen entschieden sich daher für die Elektrifizierung. Schon im Herbst 1911 begann der elektrische Betrieb. „Die damals eingesetzten E-Loks fahren heute noch”, sagt Pfeffer. „Von den ursprünglich 16 Lokomotiven blieben 15 erhalten.” Die dreiachsigen Drehgestelle, Fahrmotoren, Transformatoren und der Antrieb blieben unverändert. Nur der Lokkasten und die Verkabelung wurden erneuert.

Der Schienenstrang in 760-Millimeter-Spur führt über 85 Kilometer von der niederösterreichischen Landeshauptstadt Sankt Pölten in südlicher Richtung durch eine Mittelgebirgslandschaft. Etwa zweieinhalb Stunden brauchen die Züge. An Sommersonntagen und zu Sonderterminen schnauft hier auch die historische Heißdampflok Mh.6. Bei diesen Nostalgiefahrten sind die Plätze limitiert. Mehr Fahrgäste kann die E 1099 zum Wallfahrtsort bringen. Bei großer Nachfrage werden zwei Loks vor 14 Waggons gespannt, in denen bis zu 700 Personen von Sankt Pölten nach Mariazell und zurück reisen können.

Die Legende besagt, dass der Mönch Magnus Mitte des 12. Jahrhunderts in die Gegend kam, um das Christentum zu verbreiten. Auf seiner Wanderung versperrte ihm ein Fels den Weg. Der Missionar schickte Gebete zur Gottesmutter. Plötzlich spaltete sich der Stein. Aus Dankbarkeit errichtete Magnus eine Holzkapelle. Der 868 Meter hoch gelegene Ort Mariazell wurde erstmals 1266 erwähnt, eine Kirche „Unserer lieben Frau zu Zell” 60 Jahre später. Die Schar der Wallfahrer ist international. Katholiken aus Tschechien, Ungarn, Polen, Kroatien, Slowenien und der Slowakei pilgern zur Gottesmutter.

Papst Johannes Paul II. betete 1983 vor der „Magna Mater Austriae”, der mit einem Prachtgewand bekleideten 47 Zentimeter hohen Marienstatue aus dem 13. Jahrhundert. „Sie ist Österreichs Nationalheiligtum”, erklärt Hulatsch. Die „Gnadenmutter” steht in der das Stadtbild beherrschenden Basilika.

Mariazell und Umgebung sind im Sommer ein beliebtes Reiseziel. Doch die Bahn verkehrt das ganze Jahr und ist auch im Winter gut frequentiert: Dann bringen die meisten Besucher ihre Skier mit.

www.mariazellerbahn.de

www.mariazell.at

www.basilika-mariazell.at Von Horst Heinz Grimm, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/07/05/magazin/reise/t/rzo261331.html
Dienstag, 04. Juli 2006, 10:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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