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Mittwoch, 05. Juli 06

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Nicht aus der Mode zu bringen: Der Bikini wird 60

Düsseldorf/Paris - Der Erfinder Louis Réard wusste, dass er gesellschaftlichen Sprengstoff geschaffen hatte: An diesem Mittwoch vor 60 Jahren ließ er die erstaunte Weltöffentlichkeit den ersten Bikini sehen - benannt nach dem Pazifik-Atoll, an dem die USA vier Tage zuvor eine Atombombe getestet hatten.

Andress und Berry

Ursula Andress in "James Bond jagt Dr. No" (1962) und Halle Berry (r) in "James Bond 007 - Stirb an einem anderen Tag" (Fotos: UPI/Fox).

Der knappe Zweiteiler, gezeigt von einer Striptease-Tänzerin in einem Pariser Schwimmbad, ließ Moralisten in aller Welt vor Zorn und Scham erröten. Die Pariser Models hatten sich geweigert, die wenigen Quadratzentimeter großen Stoff-Dreiecke anzuziehen, die nur durch Schnüre verbunden waren.

Die Präsentation der Nackttänzerin Micheline Bernardini hatte anhaltende Nachwirkungen: Der Bikini war noch lange Zeit der Stoff, der Skandale, Prozesse und Strandverbote nach sich zog. Heute ist der Zweiteiler klassische Bademode und von keinem Strand der westlichen Welt mehr wegzudenken. Bei den Düsseldorfer Modemessen wird das Jubiläum in den nächsten Wochen mit den neuesten Kreationen gefeiert. Nur allmählich hatte der Bikini sich gegen die gesellschaftlichen Normen durchgesetzt und mit seinem weltweiten Siegeszug die bis dahin favorisierten biederen Badekostüme der Damen in die Museen verbannt.

Bikini

Zu Zeiten der Fußball-WM gibt es den Bikini sogar in den jeweiligen Landesfarben.

1946 waren die winzigen Textil-Dreiecke noch ein Skandal: „Plötzlich kam Micheline Bernardini mit dem Bikini-Badeanzug hervor, und alles hielt den Atem an. Es war so unerwartet, als wenn wir auf einen anderen Planeten gebracht worden wären”, notierte damals ein Journalist. Keine zwei Wochen nach dem weltweiten Publicity-Erfolg beantragte der Maschinenbau-Ingenieur Réard Marken- und Patentschutz für das Modestück mit dem geringen Textilbedarf.

In Hollywood hatte der Bikini ebenso wie an den Stränden Italiens, Portugals oder Spaniens Badeverbot. Die katholische Kirche belegte ihn mit einem Bann und in Brasilien schlossen sich die Gegner in einem Anti-Bikini-Verein zusammen.

Sogar das liberale Frankreich tat sich bis zu Brigitte Bardots öffentlichen Bikini-Bekenntnissen mit dem Bikini schwer: Noch 1948 ließ der Bürgermeister von Biarritz per Anschlag das Tragen der Zweiteiler an den Stränden der Stadt untersagen. Der Spagat zwischen „nackt” und doch „angezogen” erhitzte die Gemüter geraume Zeit.

Doch in den 1950er und vor allem in den 1960er Jahren setzte sich der Bikini weltweit durch. 1962 war er dann sogar kinotauglich: Ursula Andress entstieg in dem Film „James Bond - 007 jagt Dr. No” als Muscheltaucherin im knappen Zweiteiler den Fluten.

Brigitte Bardot, Raquel Welch, Claudia Schiffer oder Heidi Klum - sie alle haben dem Bikini inzwischen ihre Referenz erwiesen. Erst durch die Oben-Ohne-Welle verschwanden die Bikinis, zumindest die Oberteile, vorübergehend in den Strandtaschen. Inzwischen hat er sich die Strandhoheit zurückerobert.

Bikini-Schöpfer Louis Réard starb 1984 in der Schweiz. Der wirtschaftliche Erfolg währte für ihn nur wenige Jahre, dann wurde seine Kreation weltweit hemmungslos kopiert. Ganz in Gold zieht der Bikini im Jubiläumsjahr die Blicke auf sich: Etwa das Modell, den das deutsche Top-Model Eva Padberg in dieser Saison für einen Versandhändler trägt. Von Frank Christiansen, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/07/05/magazin/szene/t/rzo261326.html
Dienstag, 04. Juli 2006, 15:34 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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