Nachrichten Sport Magazin Service
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Service & Kontakt
Ticker Wetter Regionales Foto des Tages Karikatur Kalender Forum Archiv
Archiviert am
Mittwoch, 05. Juli 06

Israelische PanzerhaubitzeJeru­salem/Ga­za/Genf - Mit dem Rake­ten­beschuss der israe­lischen 120 000-Ein­woh­ner-Stadt Asch­kelon droht der Nahost-Kon­flikt weiter zu eska­lie­ren. Die israe­lische Regie­rung beschloss am Mitt­woch eine Ver­schär­fung...

Die DiscoveryHouston Die erste Sicher­heits­über­prü­fung der Raum­fähre „Dis­cove­ry” im Wel­traum hat keine klaren Hin­weise auf Beschä­digun­gen beim Start erbracht. Die „Dis­cove­ry” mit dem Deut­schen Thomas Reiter an Bord soll nach Anga­ben...

Karls­ruhe Der Bun­des­gerichts­hof (BGH) hat die Unter­halts­ansprüche lediger Mütter und Väter für die Betreu­ung von Kindern gestärkt. Nach einem Urteil vom Mitt­woch können sie künftig leich­ter auch über die im Gesetz...

Seoul/New York/Wa­shing­ton - Nach sie­ben­jäh­riger Pause hat Nord­korea wieder Rake­tentests unter­nom­men und damit welt­weit scharfe Pro­teste und Empörung aus­gelöst. Japan legte am Mitt­woch dem Welt­sicher­heits­rat in New...

Kabul Die radi­kal-isla­mischen Taliban haben ihre Anschlagse­rie in der afgha­nischen Haupt­stadt Kabul fort­gesetzt und einen Zivi­lis­ten getötet sowie 44 weitere Men­schen ver­letzt.

Berlin Der Kom­pro­miss zur Gesund­heits­reform sorgt wegen der Steu­erbe­schlüsse für heftige Span­nun­gen in der großen Koali­tion. Bun­desprä­sident Horst Köhler mahnte das Regie­rungs­bünd­nis­...

Weltweite Proteste gegen Nordkoreas Raketentest

Seoul/New York/Washington - Nach siebenjähriger Pause hat Nordkorea wieder Raketentests unternommen und damit weltweit scharfe Proteste und Empörung ausgelöst.

Protest

Protest gegen das Regime: Südkoreanischer Aktivist mit einer stilisierten Taepodong-2 mit dem Bild Kim Jong Ils vor zwei Wochen in Seoul.

Japan legte am Mittwoch dem Weltsicherheitsrat in New York einen Resolutionsentwurf vor, in dem das Abfeuern der Raketen als „Bedrohung des internationalen Friedens und der Sicherheit” gewertet und mit Sanktionen gedroht wird. Russland, China, Südkorea und Japan als unmittelbare Nachbarn reagierten scharf auf die nordkoreanischen Versuche. Die USA sprachen von einer Provokation. Präsident George W. Bush sagte, die Raketentests hätten die Isolation des Landes weiter verstärkt.

Ungeachtet internationaler Warnungen hatte das stalinistische Regime in Pjöngjang am Mittwoch mindestens sieben Raketen über dem Japanischen Meer abgeschossen, darunter eine Langstreckenrakete vom Typ Taepodong-2, die einen nuklearen Sprengkopf in die USA tragen könnte. Der Test mit der Langstreckenrakete schlug jedoch während des Fluges nach 40 Sekunden fehl. Bei den anderen Raketen soll es sich um Kurz- und Mittelstreckenraketen vom Typ Scud und Rodong gehandelt haben. Sie landeten entlang der Küste, die sich von Nordkorea nach Russland erstreckt.

In dem von Japan vorgelegten Resolutionsentwurf zeigt sich der UN-Sicherheitsrat entschlossen, gegen die Bedrohung „angemessen und effektiv” vorzugehen. Der Text bezieht sich auf Kapitel VII der UN-Charta, das Sanktionen bis hin zu einem militärischen Eingreifen erlaubt. Vorerst allerdings sollen die UN-Mitglieder lediglich den „Transfer von Finanzmitteln, Materialien, Gütern und Technologien” unterbinden, die den nordkoreanischen Raketen- und Waffenprogrammen zugute kommen könnten.

Ob der Text mit diesem Wortlaut und in Form einer Resolution vom Sicherheitsrat beschlossen wird, muss sich noch zeigen. Russland und China haben sich gegen eine Resolution ausgesprochen und bevorzugen stattdessen eine völkerrechtlich nicht bindende Erklärung des Sicherheitsrats. Der amerikanische UN-Botschafter John Bolton erwartet die Verabschiedung der Resolution „in den nächsten Tagen”.

Das russische Außenministerium bestellte am Mittwoch den nordkoreanischen Botschafter in Moskau ein. Die russische Führung wertete im Gespräch mit dem Diplomaten die Tests als „Schaden für den Frieden in der Region”, wie die Agentur Itar-Tass meldete. Die chinesische Regierung äußerte sich „sehr besorgt”. Die Tests verschlechterten die innerkoreanischen Beziehungen.

Das Weiße Haus sprach von einer „Provokation”. Damit verletze Nordkorea das vereinbarte Raketentest-Moratorium. Die Tests zeigten, dass Nordkorea es darauf anlege, andere Staaten einzuschüchtern. Präsident Bush sagte, obwohl der Test mit der Langstreckenrakete fehlgeschlagen sei, dürften die Anstrengungen nicht nachlassen, Pjöngjang zur Aufgabe seines Atomwaffenprogramms zu bewegen.

„Welche Absicht auch immer hinter den Aktionen stecken mag, das Abfeuern der Raketen hat keinerlei Vorteil für Nordkorea”, sagte der japanische Ministerpräsident Junichiro Koizumi. Tokio verhängte eine Hafensperre für die einzige direkte Passagierfährverbindung sowie ein Einreiseverbot für Beamte, Schiffsbesatzungen und Charterflüge.

Die Bundesregierung sprach von einem schweren Rückschlag für alle Bemühungen zur Entspannung auf der koreanischen Halbinsel. Auch die NATO und die EU verurteilten „die provokatorischen Raketentests”.

Nordkorea soll den Test einer Taepodong-2 seit Wochen vorbereitet haben. Nach Ansicht von Experten könnte das Land versuchen, mit den Raketenstarts seine Position bei den Sechs-Länder-Gesprächen über ein Ende seines umstrittenen Atomprogramms zu stärken und seine Forderung nach direkten bilateralen Gesprächen mit den USA durchzusetzen.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/07/05/news/t/rzo261615.html
Mittwoch, 05. Juli 2006, 21:48 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe     Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
Fußball-WM
Event-Kalender
Neu im Kino Neu im Kino Kino-Programm
Newsletter
Druckversion
Lexikon
Sie kennen ein Wort nicht?
Doppelklick genügt!
Nature One - Gewinnen!
Sudoku