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Wie werde ich...? Kunsthistoriker

Frankfurt/Bonn - Sie konzipiert Ausstellungen und bereist auf der Suche nach den Exponaten die ganze Welt.

Kunsthistoriker

Kunsthistoriker begutachten das Ergebnis schon einmal mit dem Mikroskop.

Die Kunsthistorikerin Ingrid Pfeiffer hat geschafft, wovon viele Kunstliebhaber träumen: Sie ist Kuratorin für die Schirn Kunsthalle in Frankfurt/Main.

„Meist arbeite ich parallel an zwei bis drei großen Ausstellungen”, berichtet die 39-Jährige. Der Weg zu diesem heiß begehrten Job war auch für Ingrid Pfeiffer nicht immer leicht, denn die Arbeitsmarktlage für Kunsthistoriker ist nicht rosig. Doch wer sich bei der Stellensuche nicht zu sehr auf die klassischen Berufsfelder versteift, hat als Kunsthistoriker auch in anderen Bereichen Chancen.

Die Aufgabe von Kunsthistorikern ist es in der Regel, Werke zu erhalten, zu pflegen und zu sammeln sowie wissenschaftliche Untersuchungen und Quellenstudien durchzuführen. „Die meisten Berufe sind von öffentlichen Mitteln abhängig. Deshalb hat sich die Situation in Zeiten knapper Kassen verschärft”, sagt Marcello Gaeta vom Verband Deutscher Kunsthistoriker in Bonn. Kunsthistoriker seien aber meist sehr breit ausgebildet. „Der Arbeitsmarkt für Kunsthistoriker ist nicht so begrenzt wie viele annehmen”, sagt Verena Voigt aus Rosendahl (Nordrhein-Westfalen), Leiterin des Praxisforums Kulturwirtschaft. Museumsarbeit, Denkmalpflege und die Tätigkeit an Hochschulen sowie Forschungseinrichtungen sind mögliche Arbeitsfelder.

Jobs für Kunsthistoriker gibt es aber auch in Verlagen, Kunsthandlungen, in Galerien und Auktionshäusern sowie bei der Kunstversicherung, der Kunstvermittlung und in der Tourismusbranche. Für die erfolgreiche Jobsuche kann nach Ansicht Voigts vor allem eines entscheidend sein: „Kunsthistoriker müssen ihre Berührungsängste gegenüber Kunstkommerz abbauen, denn Kunst ist auch eine Handelsware.”

Voraussetzung für die Arbeit als Kunsthistoriker ist der Abschluss eines Universitätsstudiums. Die Kunst des 19. Jahrhunderts, die Geschichte der Fotografie oder die Gartenkunst vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart sind nur wenige Beispiele für mögliche Inhalte der Seminare und Vorlesungen. Selbst malen müssen Kunsthistoriker allerdings nicht.

Für den Berufseinstieg ist meist ein Volontariat nötig. Da die Konkurrenz um eine Stelle sehr groß ist - für einen Volontariatsplatz in der Schirn Kunsthalle etwa gibt es in der Regel mehr als 100 Bewerber - entscheiden sich viele Absolventen für eine Doktorarbeit, um ihre Chancen zu verbessern. Die Kunsthistorikerin Nicole Fassbender hat nach Abschluss ihres Studiums deutschlandweit rund 80 Bewerbungen geschrieben - trotz guter Noten vergeblich. „Mein Studium war sehr auf Theorie ausgelegt. Was man damit machen kann, wurde nicht gezeigt”, kritisiert die 28-Jährige. Sie recherchierte selbst und stellte fest, dass es für Kunsthistoriker viel mehr Arbeitsfelder gibt, als sie erwartet hatte.

So bewarb sie sich bei einem Kölner Auktionshaus und ergatterte ein einjähriges Volontariat. „Es ist unglaublich faszinierend, Originalkunstwerke in den Händen zu halten”, berichtet sie. Manches Mal muss sie Detektivarbeit leisten, untersucht ein Werk mit der Lupe, um Alter und Wert zu schätzen und es richtig beschreiben zu können. Auch gehört es zu ihrem Job, ausländische Kunden zu betreuen, wenn die bei Versteigerungen per Telefon Angebote abgeben.

„Ein Kunsthistoriker braucht viel Leidenschaft für die Kunst, aber auch viele Zusatzqualifikationen”, sagt Fassbender, die nebenbei auch als Stadtführerin arbeitet. Von Vorteil für Kunsthistoriker sind nach Angaben der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) in Bonn Mehrsprachigkeit - vor allem Englisch, Französisch und Italienisch sind nützlich - , Auslandserfahrung, betriebswirtschaftliches Wissen sowie Marketing- und Computerkenntnisse. Auch Praktika sollten frühzeitig absolviert werden. „Kontakte sind bei der Jobsuche sehr wichtig, denn die Kunstszene kennt sich”, rät Fassbender. Nach der Erfahrung Pfeiffers können auch Initiativbewerbungen sehr hilfreich sein. Doch fest steht: Für Kunsthistoriker gibt es immer weniger feste Stellen, verstärkt werden Projektverträge oder freie Mitarbeit angeboten. Das eröffnet nach Ansicht von Ingrid Pfeiffer aber auch Chancen: „So kann man sich auf dem Weg zur Festanstellung erst einmal einen Namen machen.”

www.kunsthistoriker.org

www.kunstgeschichte-online.com

www. portalkunstgeschichte.de

www.praxisforum-kulturwirtschaft.de

Von Stephanie Lettgen, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/07/05/service/berufbildung/wiewerdeich/t/rzo249691.html
Montag, 29. Mai 2006, 10:21 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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