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Wie werde ich...? Masseur

Bonn Was für viele die pure Entspannung bedeutet, ist für andere Knochenarbeit.

Massage

Masseure müssen viele Techniken beherrschen. (Bild: Kempinski/dpa/gms)

„Als Masseur muss man körperlich fit sein”, sagt Michael Stehr, Geschäftsführer des Physiotherapieverbandes VDB in Bonn.

Dabei geht es nicht nur um das Wohlbefinden. Oftmals ist die Massage Teil einer medizinischen Behandlung. „Der Masseur ist im Grunde die kleinere Ausbildung zum Krankengymnasten oder Physiotherapeuten.” Weniger anspruchsvoll und abwechslungsreich ist sie dennoch nicht.

„Neben der klassischen Massagetherapie mit Ganzkörpermassagen und Teilmassagen, müssen Masseure auch Techniken wie Streichen, Reiben, Kneten, Klopfen und Erschüttern beherrschen”, beschreibt Udo Fenner vom Verband Physikalische Therapie (VPT) in Hamburg das Aufgabengebiet. Hinzu kommen Spezialtechniken wie Bindegewebs- und Reflexzonenmassagen. Außerdem verabreichen Masseure medizinische Bäder mit natürlichen und chemischen Zusätzen. Denn nach der zweieinhalbjährigen Ausbildung und einer erfolgreichen staatlichen Prüfung sind Masseure auch medizinische Bademeister.

„Die Ausbildung erfolgt an staatlichen oder staatlich anerkannten Berufsfachschulen, die häufig an Krankenhäuser angeschlossen sind”, erklärt VDB-Geschäftsführer Stehr. Sie gliedert sich in zwei Jahre theoretischen und praktischen Unterricht, der mit einer Prüfung abgeschlossen wird. Darauf folgt ein sechsmonatiges Anerkennungspraktikum in einem Krankenhaus, einer Rehaklinik, einem Wellness-Hotel oder bei einem selbstständigen Masseur.

Formale Voraussetzungen sind ein Hauptschulabschluss und ein Mindestalter von 16 Jahren. Im Gegensatz dazu sind für die Ausbildung zum Physiotherapeuten der Realschulabschluss und das vollendete 17. Lebensjahr erforderlich. Hinzu kommen persönliche Voraussetzungen: „Man muss die Menschen lieben”, sagt Karin Schneider, die seit mehr als 20 Jahren an einer Wiesbadener Klinik als Masseurin arbeitet. „Ich habe mich früher schnell geekelt, aber bei der Arbeit hat es mir von Anfang an kaum etwas ausgemacht, wildfremde Menschen anzufassen.” Oft seien Masseure mit großem menschlichen Leid konfrontiert.

Nicht zu unterschätzen sind laut Fenner die medizinischen Anforderungen. „Selbst bei Wohlfühlmassagen erkennen viele Masseure Krankheiten.” Auf dem Stundenplan angehender Masseure stehen Anatomie, Physiologie, allgemeine uns spezielle Krankheitslehre, angewandte Physik und Biomechanik, Elektro-, Licht- und Strahlentherapie, sowie Hydro-, Thermo- und Inhalationstherapie.

Obwohl der Beruf des Masseurs und insbesondere des medizinischen Bademeisters vergleichsweise unbekannt ist, hat er nach Ansicht von Fenner Zukunft. „Es gibt ja mittlerweile immer mehr Einsatzorte, wie Wellness-Hotels, Kurkliniken und Fitness-Studios, oder man kann in Unternehmen gehen, die ihren Mitarbeiter Massagen anbieten.” Voraussetzung ist allerdings - wie in fast allen anderen Berufen auch - dass sich Masseure ständig weiterbilden. „Man darf sich nicht allein auf die Behandlungen verlassen, die die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen.” Stattdessen sei es erforderlich, sich ein zweites Standbein zu schaffen.

Karin Schneider etwa hat eine Zusatzqualifikation für Fußreflexzonenmassage erworben und sich vor einigen Jahren zur Physiotherapeutin ausbilden lassen, obwohl sie noch immer in der gleichen Klinik arbeitet. „Ich wollte einfach eine Veränderung und noch vielseitiger arbeiten”, sagt die 42-Jährige. Ein Schritt, den sie als Bereicherung empfindet und den die Experten begrüßen. „Es muss gar nicht unbedingt die zweite Ausbildung zum Physiotherapeuten sein, sondern kann auch jede andere Spezialisierung sein”, sagt Fenner. Denn besonders selbstständige Masseure müssten sich in einem harten Markt behaupten. Aber es sei ein Markt mit vielen Chancen.

Informationen: Bundesverband VDB-Physiotherapieverband, Prinz-Albert-Straße 41, 53113 Bonn (Tel.: 0228/21 05 06); Verband Physikalische Therapie, Hofweg 15, 22085 Hamburg (Tel.: 040/22 72 32 22).

Bundesverband VDB-Physiotherapieverband: www.physio.de/vdb

Verband Physikalische Therapie: www.vpt-online.de Von Britta Schmeis, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/07/05/service/berufbildung/wiewerdeich/t/rzo261003.html
Montag, 03. Juli 2006, 10:19 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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