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Donnerstag, 20. Jun. 19

Berlin Die gleich­zei­tige Nutzung von Sonnen- und Insek­ten­schutz­mit­teln ist in der Regel unpro­ble­matisch. Nor­maler­weise rea­gier­ten die Mittel nicht mit­ein­ander...

ApothekeDüs­sel­dorf - Bei frei ver­käuf­lichen Medi­kamen­ten gibt es kaum Preis­unter­schiede. Das ist das Ergeb­nis einer Unter­suchung der Ver­brau­cher­zen­tra­len Nord­rhein-West­falen, Rhein­land-Pfalz und Sach­sen.

Hamburg Eltern sollten den Impf­schutz ihrer Kinder vor der Ein­schu­lung über­prü­fen lassen. Das raten die Ersatz­kas­sen­ver­bände VdAK und AEV in Ham­burg. In der Schule und im Kin­der­gar­ten sei die Gefahr von anste­cken­den...

München - Chro­nisch kranke Kinder sollten die­sel­ben Imp­fun­gen wie gesunde Kinder erhal­ten. Sie seien durch schwere Ver­läufe und Kom­pli­katio­nen bestimm­ter Krank­hei­ten beson­ders gefähr­det...

Neuss Schon Klein- und Vor­schul­kin­der können laut Exper­ten an Depres­sio­nen leiden. Die Betrof­fenen wirken einer­seits oft in sich gekehrt, schüch­tern und ängst­lich, ande­rer­seits neigen sie zu Aggres­sio­nen.

Mainz Sie rea­gie­ren weder auf freund­liche Worte noch auf laute Geräu­sche: Von 1000 Kindern kommen ein bis zwei mit einer schwe­ren beid­sei­tigen Hör­min­derung zur Welt.

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Kontrollierte Offensive: Fußball für Wiedereinsteiger

Kamen/Münster - Vielen wird es wieder in den Füßen jucken, wenn sich die Kicker-Elite in den deutschen Arenen ein Stelldichein gibt.

Fußballteam

Freizeitfußballer sollten sich ebenfalls ärztlich beraten lassen. (Archivbild)

Die Weltmeisterschaft macht Lust, mal wieder einen öffnenden Pass locker aus dem Fußgelenk zu schlagen - oder höchstselbst volley aus 20 Metern in den Winkel zu zimmern. Wer aber in einem Alter die alten Fußballschuhe vom Nagel nimmt, in dem Profis ans Aufhören denken, sollte behutsam vorgehen.

Die Fußballverbände beginnen, sich auf die neue Lust am runden Leder einzustellen: Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) hat beispielsweise eine Arbeitsgruppe „Sport für Junggebliebene” gebildet. Für Fußballwiedereinsteiger ab 50 Jahren bietet der FLVW spezielle Wochenendkurse an. „In dem Alter muss man einen anderen Zugang zum Fußball wählen, da kann man nicht einfach zweimal eine Dreiviertelstunde spielen”, sagt Karl-Heinz Trockel vom FLVW in Kamen.

Gesundheitliche Aspekte stehen im Vordergrund, weil es auch gefährlich ist, wenn Leute nach 20 Jahre Pause gleich mit Sprints loslegen wollen, sagt Trockel. Vor dem Spiel mit dem Ball sollen die Teilnehmer daher lernen, in ihren Körper reinzuhorchen und zu erkennen, wo dessen Belastungsgrenzen liegen, „Wir raten in solchen Lehrgängen auch, sich zuerst mal von einem Arzt untersuchen zu lassen.”

Die Empfehlung gilt nicht nur für Kicker jenseits der 50. „Wer einen gesunden Kreislauf hat, kann sich beim Fußball eigentlich kaum überbelasten”, sagt der Sportmediziner Prof. Karl Weber vom Institut für Sportspiele der Deutschen Sporthochschule Köln. Aber ab einem Alter von 35 Jahren gelte die generelle Empfehlung, vor dem Wiedereintritt in die Kickerlaufbahn eine sportärztliche Untersuchung zu machen. Dabei kommt der Kreislauf auf den Prüfstand. Insbesondere müssen Herz-Kreislauferkrankungen und Infekte ausgeschlossen werden.

Aber auch orthopädische Risiken sollten ausgelotet werden. Bei manchen Vorschäden am Bewegungspparat empfiehlt es sich, auf Fußball ganz zu verzichten. „Fußball ist keine Sportart, die gesunde Belastungen darstellt. Das Risiko der Fehlbelastungen ist relativ hoch, vor allem wenn man technisch nicht so fit ist und mit Ehrgeiz an die Sache ran geht”, erklärt Prof. Klaus Völker aus Münster, bei der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) für den Breitensport zuständig. Im Idealfall bereiten sich angegraute Hobbykicker mit Krafttraining auf die zweite Sportlerkarriere vor. „Ein guter muskulärer Status ist die Grundlage dafür, dass wenig passiert”, so Völker.

Und eine vernünftige Vorbereitung unmittelbar vor dem Spiel besteht nicht nur darin, dass Muskulatur und Herz-Kreislaufsystem auf Trapp gebracht werden. „Laufen Sie nicht nur geradeaus, sondern machen Sie auch komplexere Bewegungen”, rät Völker. Wie die Profis im Stadion sollten Hobbykicker kleine Sprints einlegen, sich beim Laufen drehen und häufig die Richtung wechseln. „Das bereitet dann auf ähnliche Situationen im Spiel vor und man wärmt damit auch sein neuromuskuläres System auf.” Dass sich Freizeitkicker wie Profis 25 Minuten lang warmmachen, erwartet der Mediziner nicht. Aber 10 Minuten für Dehnübungen und Einlaufen sollten schon drin sein.

Steht aus ärztlicher Sicht dem Fußballspielen nichts mehr im Wege, gilt es, den Körper verletzungsfrei zu halten und Überlastungen zu vermeiden. Während Mannschaften in der Altersklasse „Alte Herren” (ab 32 Jahren) noch nach den normalen Fußballregeln spielen, sieht dies für Kicker von Ü40 (über 40), Ü50 oder Ü60 anders aus.

Die Regeln werden dem körperlichen Zustand der Oldie-Kicker angepasst. Statt 90 Minuten heißt es maximal 2 mal 15 oder 20 Minuten. Das Wechselkontigent ist wie beim Eishockey unerschöpflich. Wer eine Pause braucht, ruht sich auf der Bank aus. „Die Senioren spielen auf kleinen Feldern, die nur die halbe Spielfläche eines normalen Platzes haben”, erklärt Verbandsvertreter Trockel. Die Mannschafen bestehen aus vier oder fünf Feldspielern plus Torwart.

Das größte Verletzungsrisko stellt der Ehrgeiz der Spieler dar. „Die Verletzungsquote bei Meisterschaftsspielen ist drei Mal so hoch wie bei Trainingsspielen”, sagt Sportmediziner Weber. Aber auch ohne erbitterte Zweikämpfe ist man vor Verletzungen nicht gefeit. Am häufigsten machen Sprunggelenke und Knie den Fußballspielern zu schaffen. Aber, wie Prof. Weber sagt: „Wenn etwas Spaß macht, nimmt man auch die Verletzungen in Kauf.” Von Arnd Petry, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/07/05/service/gesundheit/t/rzo254715.html
Mittwoch, 14. Juni 2006, 11:19 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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