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Donnerstag, 20. Jun. 19

Berlin Die gleich­zei­tige Nutzung von Sonnen- und Insek­ten­schutz­mit­teln ist in der Regel unpro­ble­matisch. Nor­maler­weise rea­gier­ten die Mittel nicht mit­ein­ander...

ApothekeDüs­sel­dorf - Bei frei ver­käuf­lichen Medi­kamen­ten gibt es kaum Preis­unter­schiede. Das ist das Ergeb­nis einer Unter­suchung der Ver­brau­cher­zen­tra­len Nord­rhein-West­falen, Rhein­land-Pfalz und Sach­sen.

Hamburg Eltern sollten den Impf­schutz ihrer Kinder vor der Ein­schu­lung über­prü­fen lassen. Das raten die Ersatz­kas­sen­ver­bände VdAK und AEV in Ham­burg. In der Schule und im Kin­der­gar­ten sei die Gefahr von anste­cken­den...

München - Chro­nisch kranke Kinder sollten die­sel­ben Imp­fun­gen wie gesunde Kinder erhal­ten. Sie seien durch schwere Ver­läufe und Kom­pli­katio­nen bestimm­ter Krank­hei­ten beson­ders gefähr­det...

Neuss Schon Klein- und Vor­schul­kin­der können laut Exper­ten an Depres­sio­nen leiden. Die Betrof­fenen wirken einer­seits oft in sich gekehrt, schüch­tern und ängst­lich, ande­rer­seits neigen sie zu Aggres­sio­nen.

Mainz Sie rea­gie­ren weder auf freund­liche Worte noch auf laute Geräu­sche: Von 1000 Kindern kommen ein bis zwei mit einer schwe­ren beid­sei­tigen Hör­min­derung zur Welt.

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Der Berglauf ist im Kommen

Heiligenblut/Köln - Laufen am Berg ist zu einem Trend geworden.

Berglauf

Der Großglockner Berglauf ist beliebt. (Bild: Großglockner Berglauf/dpa/gms)

Die schöne Landschaft und die Suche nach einer neuen Herausforderung ziehen Sportler an. Ob in Österreich, Hawaii oder Südafrika.

Weltweit werden in 40 Nationen zwischen April und November entsprechende Bergläufe organisiert. Deutschland verfügt sogar über eine Berglauf-Nationalmannschaft. Doch der Sport hat wenig mit dem Laufen in der Ebene gemeinsam. Selbst die Crossläufe sind nicht mit einem Berglauf zu vergleichen.

„Berglaufen ist vergleichbar mit Treppenlaufen”, erklärt Jo Latsch, Sportmediziner an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Die Muskelgruppen, die belastet werden, seien die gleichen wie beim Laufen in der Ebene. Sie würden jedoch anders belastet. Außerdem sei der Kraftaufwand höher als beim Laufen in der Ebene.

„Berglaufen kann sehr anstrengend sein”, sagt auch Billy Sperlich, Laufexperte an der Sporthochschule in Köln. Die beiden Hauptprobleme für den Durchschnittsläufer seien die erhöhte Sauerstoffaufnahme am Berg und die Temposchulung. Außerdem sei die Schrittfrequenz höher und das Abrollen über die Verse nicht möglich, weshalb viele Läufer über Schmerzen an der Achillessehne klagen.

Der Sportwissenschaftler empfiehlt, als Vorbereitung für den Durchschnittsläufer ein Intervalltraining. Dabei geht es darum, mehrere kurze Einheiten am Berg zu trainieren. Die längeren Einheiten sollten allerdings in der Ebene gelaufen werden. Effektiv sei es auch, in der Ebene zügig und anschließend in den Berg hinein zu laufen, weil nicht jeder Berglauf nur bergauf geht.

„Wichtig ist, dass der Bergläufer gesund ist”, betont Latsch. So sei es höchst gefährlich, mit einem kranken Herzen zu laufen. Die Achillessehne werde stärker belastet als beim normalen Laufen. Allerdings könne nicht pauschal gesagt werden, wie hoch die Belastung ist: „Das kommt auf die Geschwindigkeit und die Steigung an”, sagt Latsch.

„Die ersten Bergläufe gab es in Großbritannien”, berichtet Wolfgang Münzel vom Deutschen Leichtathletikverband in Darmstadt (DLV) und Trainer der Berglauf Nationalmannschaft. Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelten Schäfer die Disziplin. Wenn ihnen in den Highlands ihre Schafe verloren gingen, mussten sie die Berge hinauf und hinunter laufen, um die Tiere wiederzufinden. Aus den regelmäßigen Wettkämpfen zwischen den Schäfern entwickelte sich eine sportliche Disziplin.

Die erste deutsche Meisterschaft gab es 1985, die erste Weltmeisterschaft 1993. „In Deutschland finden jährlich rund 140 Bergläufe statt”, in Österreich seien es ähnlich viele, so Münzel. Die Berglaufsaison startet im April und dauert bis November.

Bekannt ist zum Beispiel der jährliche Großglockner Berglauf im österreichischen Heiligenblut. Die Strecke führt über eine Länge von 13 Kilometern und überwindet einen Höhenunterschied von 1520 Metern. Im ersten Veranstaltungsjahr 2000 nahmen 90 Läufer und Läuferinnen aus 8 Nationen teil, erzählt Heide Pichler vom Organisationskomitee. Im Jahr 2005 kamen bereits 800 Sportler aus 25 Nationen. Dieses Jahr werden am 23. Juli 1000 Teilnehmer erwartet, so Pichler. Die Zuschauerzahl soll 8000 bis 10 000 betragen.

„Der Bergläufer ist der vielseitigste Läufer”, sagt Münzel aus eigenen Erfahrungen. Der ehemalige Profi, der 1987 zum Berglaufen wechselte, lief schon drei Mal die Marathondistanz in 2,20 Stunden. Er war später zehn Mal unter den zehn Besten bei Berglauf-Weltmeisterschaften und schaffte es im englischen Keswick sogar auf Platz drei. Beim normalen Laufen komme es in erster Linie auf die Zeit an, so der Sportler. Beim Berglaufen zähle es zunächst, das Höhenprofil zu bezwingen, danach den Gegner und am Ende die Zeit. Von Constantin von Cossel, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/07/05/service/gesundheit/t/rzo257023.html
Mittwoch, 21. Juni 2006, 9:19 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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