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Mittwoch, 24. Apr. 19

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Bienen und Wespen mit Ruhe begegnen

München - Die Sonne scheint, und das Picknick mitten auf der Blumenwiese ist im vollen Gange.

Honigbiene

Eine Honigbiene ist auf Nahrungssuche. (Bild: Schierenbeck/dpa/gms)

Doch bei aller Idylle droht auch Ungemach, in Form von Bienen und Wespen.

Wenn sie sich bedroht fühlen , stechen sie schon mal zu. Die Folgen sind unangenehm: Von einer Hautreaktion bis hin zum lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock reicht die Bandbreite der körperlichen Reaktionen. Deshalb gilt es, Stiche zu vermeiden und im Notfall schnell zu reagieren.

„Am häufigsten kommt es auf Blumenwiesen zu Stichen”, sagt Melanie von Orlow, Biologin und Expertin für Hautflügler beim Naturschutzbund Deutschland (NABU) Berlin. „Wenn man sich in blühenden Klee und gleichzeitig in eine Biene setzt oder barfuss läuft und auf eine Biene tritt, wird das Tier gequetscht und wehrt sich.” Das gleiche passiert, wenn eine Wespe genüsslich am Fallobst knabbert und getreten wird. Geschlossene Schuhe sind hier ein wirksamer Schutz.

Die Honigbiene ist vor allem von Mai bis Juli aktiv. Wespen sind dagegen eher im August und September auf der Suche nach süßer Nahrung. Kuchen, Marmelade und Getränke sollten deshalb unbedingt abgedeckt, Mund und Hände nach dem Essen gewaschen werden. Kompost oder Müllbehälter werden am besten gemieden.

„Die schnellen Bewegungen von Wespen werden häufig als Angrifflust interpretiert, doch die Tiere können nur bei hohen Fluggeschwindigkeiten scharf sehen”, erklärt von Orlow. Wer dann versucht, das Insekt mit hektischen Bewegungen zu verscheuchen oder zu erschlagen, reizt das Tier und wird leicht zum Opfer. Wer Ruhe bewahrt, ist besser beraten. Meist fliegen die Wespen von alleine davon. Jedoch nicht immer: „Bestimmte Chemikalien in Parfums, Haarsprays oder anderen Kosmetika wirken wie Alarmstoffe und lösen Verteidigungsverhalten aus”, sagt Biologin von Orlow. Intensive Duftstoffe sind deshalb bei Naturaufenthalten im Sommer tabu.

An schwül-heißen Tagen sind Bienen und Wespen besonders aggressiv. Dann ist Vorsicht geboten. Das gilt auch, wenn sie ihr Nest bedroht sehen. Während sich ein Bienenstock gut umgehen lässt, wird ein Wespennest oft überraschend in Rollladenkästen oder Gartenschuppen entdeckt. Dann ist der sofortige, langsame Rückzug angesagt. Einen Schutz vor Bienen und Wespen bieten Insektengitter an Fenstern und Türen sowie das Tragen heller Kleidung ohne Blumenmuster.

Im Notfall ist schnelles Handeln gefragt. „Der Stachel einer Biene, der nach einem Stich in der Haut stecken bleibt, sollte schnellstmöglich so entfernt werden, dass der daran hängende Giftsack nicht ausgedrückt wird und damit noch mehr Gift in den menschlichen Körper gelangt”, sagt Franziska Rueff, Allergologin an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Hierzu kann der Stachel seitlich mit dem Fingernagel ausgekratzt oder mit einer Pinzette herausgezogen werden. Dann wird die Stichstelle ausgewaschen, desinfiziert und gekühlt - etwa mit einem feuchten Waschlappen.

Bei einer normalen Stichreaktion brennt oder schmerzt die Haut, rötet sich und schwillt an. „Die Schwellung sollte kleiner als zehn Zentimeter im Durchmesser sein und innerhalb von 24 Stunden wieder abklingen”, sagt Rueff. Bei einem Stich im Mund oder Rachenraum sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden, weil die Schwellung die Atmung blockieren könnte.

Rund drei Millionen Menschen leiden laut Rueff in Deutschland an einer Insektengiftallergie. Durchschnittlich 20 Menschen sterben jährlich an den Folgen eines Stiches. „Durch den ersten Stich im Leben kommt es zur Ausbildung einer Allergiebereitschaft, allergische Symptome treten jedoch frühestens beim zweiten Stich auf.”

Bei der allergischen Reaktion sind entweder die Symptome an der Stichstelle deutlich ausgeprägter. Oder es treten binnen fünf Minuten bis einer Stunde nach dem Stich an einer ganz anderen Körperstelle Reaktionen auf. „Hierzu gehören Kribbeln in den Händen, Schwindel, Übelkeit, Kreislaufversagen oder gar ein Allergieschock”, sagt Anja Schwalfenberg vom Deutschen Allergie- und Asthmabund in Mönchengladbach auf. Dann sollte sofort der Notarzt gerufen werden.

Wird eine Wespen- oder Bienengiftallergie diagnostiziert, ist eine Hyposensibilisierung angebracht. „Sie dauert drei bis fünf Jahre”, sagt Schwalfenberg. Danach sollten Stiche nicht mehr zu lebensbedrohlichen Reaktionen führen. Allergiker sollten sich außerdem vom Arzt ein Notfallset mit einem schnell wirkenden Antihistaminikum, Kortison und einem Adrenalinpräparat verschreiben lassen. Dies sollte regelmäßig erneuert und wie ein Allergiepass immer mitgenommen werden.

www.daab.de Von Eva Neumann, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/07/05/service/gesundheit/t/rzo259073.html
Dienstag, 27. Juni 2006, 11:19 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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