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Mittwoch, 24. Apr. 19

Berlin Die gleich­zei­tige Nutzung von Sonnen- und Insek­ten­schutz­mit­teln ist in der Regel unpro­ble­matisch. Nor­maler­weise rea­gier­ten die Mittel nicht mit­ein­ander...

ApothekeDüs­sel­dorf - Bei frei ver­käuf­lichen Medi­kamen­ten gibt es kaum Preis­unter­schiede. Das ist das Ergeb­nis einer Unter­suchung der Ver­brau­cher­zen­tra­len Nord­rhein-West­falen, Rhein­land-Pfalz und Sach­sen.

Hamburg Eltern sollten den Impf­schutz ihrer Kinder vor der Ein­schu­lung über­prü­fen lassen. Das raten die Ersatz­kas­sen­ver­bände VdAK und AEV in Ham­burg. In der Schule und im Kin­der­gar­ten sei die Gefahr von anste­cken­den...

München - Chro­nisch kranke Kinder sollten die­sel­ben Imp­fun­gen wie gesunde Kinder erhal­ten. Sie seien durch schwere Ver­läufe und Kom­pli­katio­nen bestimm­ter Krank­hei­ten beson­ders gefähr­det...

Neuss Schon Klein- und Vor­schul­kin­der können laut Exper­ten an Depres­sio­nen leiden. Die Betrof­fenen wirken einer­seits oft in sich gekehrt, schüch­tern und ängst­lich, ande­rer­seits neigen sie zu Aggres­sio­nen.

Mainz Sie rea­gie­ren weder auf freund­liche Worte noch auf laute Geräu­sche: Von 1000 Kindern kommen ein bis zwei mit einer schwe­ren beid­sei­tigen Hör­min­derung zur Welt.

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Rollstühle müssen zum Alltag passen

Frankfurt/Main/Hamburg - Manchmal geht es blitzschnell, manchmal über Jahre: Der Alltag ist ohne Rollstuhl nicht mehr zu bewältigen.

Sport-Rollstuhl

"Sport-Rollis" zahlen die Kassen nur in Ausnahmefällen. (Bild: Schwalbe/dpa/gms)

Die Kosten für den mobilen Untersatz werden zwar in der Regel von der Krankenkasse übernommen.

Der Weg zum passgenauen Idealgerät ist aber weit. Wer seine eigenen Ansprüche formuliert und den Markt kennt, hat aber gute Chancen, einen „Rolli” zu finden, mit dem er glücklich werden kann und den die Kasse auch bezahlt.

„Der Standardweg zum Rollstuhl ist die Verordnung durch den Arzt”, sagt Hannes Heiler vom Verein Selbst e.V. in Frankfurt/Main. Wer einen Rollstuhl braucht, sollte sich nicht einfach vom Hausarzt ein Rezept ausstellen lassen. „Dann kriege ich genau das, was drauf steht: irgendeinen Rollstuhl.”

„Der Rollstuhl muss auf die jeweilige Behinderung zugeschnitten sein”, sagt Peter Reichert vom Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter im baden-württembergischen Krautheim. Wenn möglich, werden manuelle Rollstühle, die mit der Kraft der Arme bewegt werden müssen, empfohlen. „Elektrorollstühle sind eher für Leute, die keine Armfunktion mehr haben”, sagt Reichert.

Die Frage, die bei der Auswahl eines Rollstuhls für die Kostenträger entscheidet, ist: Was ist erforderlich? „Es ist nicht so, dass ein Betroffener in ein Sanitätshaus geht, sich einen Rollstuhl aussucht und die Kasse zahlt”, erklärt Reichert. Je detaillierter aber das Rezept des Arztes ausgestellt ist, welches das Sanitätshaus an die Kasse weiterleitet, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, auch wirklich einen passenden Rollstuhl zu bekommen. Zum Beispiel einen Leichtgewichtrollstuhl mit pannensicherer Bereifung und Anti-Dekubitus-Sitzkissen.

Um derart genaue Forderungen an die Krankenkasse stellen zu können, gilt es jedoch, den Alltag im Rollstuhl zu überdenken: „Fragen Sie sich: Brauche ich Unterstützung? Will ich aktiv sein oder geschoben werden? Wo will ich den Rollstuhl nutzen? Welche Strecken will ich überwinden?”, rät Doris Jepsen vom Verein Barrierefrei leben in Hamburg. Denn je kleiner die Vorderreifen sind, desto schwieriger ist ein kleines Hindernis zu überwinden.

Informationen über Rollstühle finden sich im Internet, etwa in der Datenbank Rehadat, die unter anderem vom Bundesarbeitsministerium getragen wird. „Eine Zuordnung, für wen welche Rollstühle geeignet sind, oder Hinweise auf kritische Punkte darf man da aber nicht suchen”, sagt Hannes Heiler.

Den Besuch eines Sanitätshauses können aber auch die besten Ratschläge nicht ersetzen. Denn die Rahmenmaße des Rollstuhls müssen zum Körper passen. Daher gibt es laut Heiler bei guten Rollstühlen Abstufungen bei Sitzbreite und -tiefe. Auch die Rückenlehne muss hoch genug sein, um Halt zu geben und seitliches Rauskippen zu verhindern, darf aber auch nicht behindern. Und weil man unter Umständen zwölf oder mehr Stunden täglich in einem Rollstuhl verbringt, kommt dem Sitzkissen besondere Bedeutung zu. „Das ist typischerweise ein Problem für Querschnittgelähmte, weil die kein Gefühl haben und auch keine unwillkürlichen Körperwegungen mehr machen”, erklärt Heiler. Druckgeschwüre (Dekubitus) sind dann die Folgen falschen Sitzens.

Verein Selbst e.V.: www.selbst-ev.de

Datenbank Rehadat: www.rehadat.de Von Arnd Petry, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/07/05/service/gesundheit/t/rzo259357.html
Mittwoch, 28. Juni 2006, 9:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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