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Donnerstag, 20. Jun. 19

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Mainz Sie rea­gie­ren weder auf freund­liche Worte noch auf laute Geräu­sche: Von 1000 Kindern kommen ein bis zwei mit einer schwe­ren beid­sei­tigen Hör­min­derung zur Welt.

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Phobien müssen behandelt werden

Berlin Es ist wohl die Ausnahme, dass jemand fröhlich pfeifend zum Zahnarzt kommt.

Zahnbehandlung

Viele Menschen mögen Zahnarztbesuche nicht. (Bild: Pro Dente/dpa/gms)

Viele Patienten betreten die Praxis mit einem unguten Gefühl, leiden unter Behandlungsängsten oder sogar Phobien.

„Durch eine geeignete Behandlung lassen sich Ängste und auch Phobien zwar nicht ausräumen, jedoch deutlich reduzieren”, erläutert Norbert Enkling von der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) in Düsseldorf.

Die Therapieform hängt von der Persönlichkeit des Patienten und von Ausmaß und Ursache der Ängste ab. Sie sind etwa in schlechten Erfahrungen bei früheren Behandlungen begründet. Das muss in einem ausführlichen Gespräch vor Beginn der Behandlung geklärt werden.

„Ein Eingriff in die Mundhöhle wird als besondere Stresssituation empfunden: Sie ist ein empfindsames Organ”, erklärt Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer in Berlin. Allgemeine Angstsymptome seien etwa Herzklopfen und Schweißausbrüche. „Zudem wird Adrenalin freigesetzt, was entweder zu auffallender Blässe oder auch zu aggressivem, schwer einschätzbarem Verhalten führen kann.”

Weiß der Mediziner um die Ängste eines Patienten, so kann er diese bei der Behandlung berücksichtigen - zum Beispiel, indem er gezielt auf Ablenkung setzt. „Die Theorie dahinter ist, dass der Patient durch die Ablenkung weniger Schmerz empfindet”, erläutert DGZMK-Experte Enkling. Zum Einsatz kommt dann Entspannungsmusik im Hintergrund, ein Walkman oder auch eine Videobrille mit Kopfhörern.

Eine Alternative ist, den Patienten direkt mit der Behandlung zu konfrontieren. „Hierbei ist es wichtig, schrittweise vorzugehen und den Patienten nicht zu Beginn mit zu vielen Informationen zu überfrachten”, warnt Enkling. In jedem Fall muss dem Patienten das Gefühl vermittelt werden, dass er dem Arzt nicht wehrlos ausgeliefert ist. So können beispielsweise Handzeichen vereinbart werden, bei denen der Arzt die Behandlung notfalls abbricht.

Deutlich schwieriger ist die Therapie von Menschen, die unter einer krankhaften Zahnbehandlungsphobie leiden. „Fünf bis zehn Prozent aller Patienten kommen gar nicht in die Praxis - oder erst wenn sie unter extremen Schmerzzuständen leiden”, sagt Experte Oesterreich. Dann hat oft die Linderung der akuten Beschwerden erste Priorität. Damit keine neuen Ängste entstehen, muss diese Behandlung so schmerzfrei wie möglich ablaufen. Dabei kann Hypnose helfen. Der radikalste Weg ist eine Vollnarkose.

Bleibt es jedoch bei einer Akutbehandlung, ohne dass die Ängste selbst bekämpft werden, so wird der Patient weiter die Praxis meiden, wenn er irgend kann. Um das zu vermeiden, ist bei einer Phobie eine psychotherapeutische Behandlung notwendig, bei der Verhaltensweisen trainiert und Entspannungsverfahren erlernt werden.

„Der Zahnarzt kann jedoch nicht an einen Psychotherapeuten überweisen. Das übernimmt in der Regel der Hausarzt”, erläutert Barbara Marnach vom AOK-Bundesverband in Bonn. Der Patient könne auch ohne Überweisung einen Therapeuten aufsuchen. „Vor Beginn der Psychotherapie muss allerdings noch eine ärztliche Untersuchung stattfinden, um körperliche Ursachen auszuschließen.”

Auch sollte der Therapeut Erfahrung mit Angstpatienten haben. Der Zahnarzt sowie die Patientenberatungsstelle der örtlichen Zahnärztekammer können hier eventuell weiterhelfen. „Kassenpatienten müssen darauf achten, dass der Therapeut eine Kassenzulassung hat”, erinnert AOK-Sprecherin Marnach.

www.oralophobia.de , www.dgzmk.de , www.bzaek.de Von Eva Neumann, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/07/05/service/gesundheit/t/rzo259420.html
Donnerstag, 29. Juni 2006, 12:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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