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Geringe Partylaune auf den Fanmeilen

Berlin Nach der Niederlage der deutschen Mannschaft gegen Italien im WM-Halbfinale hat der Ansturm auf die Fanmeilen erheblich nachgelassen.

Kleines Haus

Portugiesen und Franzosen schauen sich in Berlin gemeinsam das Halbfinale an.

Bei der Begegnung Frankreich gegen Portugal (1:0) blieben in manchen Städten die Großbildleinwände verwaist.

Erst am 8. Juli, wenn Deutschland und Portugal in Stuttgart um den 3. Platz spielen, dürfte das Interesse wieder massiv ansteigen. Auf der größten deutschen Fanmeile in Berlin ging die Party immerhin weiter - allerdings in abgespeckter Form. 165 000 Besucher fieberten beim zweiten Halbfinale zwischen Portugal und Frankreich mit. Dabei waren vor den Großleinwänden am Brandenburger Tor noch viele Plätze frei. In der Menge saßen ein paar „Cross-Fans”, zum Bespiel mit Portugal-Schals und Frankreich-Trikots. Etliche Deutschlandfans wollten trotz des Aus für den Final-Traum weiter feiern. „Ich bin stolz auf die deutsche Mannschaft”, sagte die Frankfurterin Anna Büttner (18). Noch sei sie in einer „leichten Trauerphase”, aber die Lust an der WM-Party sei ihr nicht vergangen.

Ähnliches war von anderen Besuchern zu hören. „Wir haben geil gespielt”, meinte der Berliner Michael Krüger (25), der sich auch nach der deutschen Niederlage das Nationaltrikot übergezogen hatte. „Ich glaube, sie brauchen uns am Samstag.”

Auch am Spielort München hielt sich der Ansturm nach den zerplatzten Träumen vom deutschen WM-Endspiel in Grenzen. Einige Tausend zogen nach Polizeiangaben zum Fan-Fest im Münchner Olympiapark. Auch auf den beiden Nürnberger Fan-Meilen herrschte am Mittwochabend nach Polizeiangaben überwiegend gähnende Leere.

In Hamburg, wo eine starke portugiesische Gemeinschaft lebt, war der Andrang stärker. Rund 15 000 Menschen waren nach Polizeiangaben zur Übertragung des WM-Spiels Frankreich-Portugal auf das Hamburger Fan-Fest am Heiligengeistfeld gekommen. Im „Portugiesen-Viertel” nahe der St. Pauli-Landungsbrücken fieberten weitere 2000 Menschen in und vor vielen portugiesischen Restaurants mit ihrer Elf. Wegen des Andrangs sperrte die Polizei einige Straßen im Stadtteil für den Autoverkehr. Die Polizei registrierte keine Zwischenfälle. „Alles ist friedlich und freundlich”, sagt eine Sprecherin.

Relativ wenig Interesse gab es in Frankfurt, wo nach Polizeischätzungen etwa 17 000 Menschen vor den Videoleinwänden am Main zusammen kamen. In Kaiserslautern versammelten sich vor den Schirmen der öffentlichen TV-Übertragungen nur gut 200 Menschen, davon die meisten Portugiesen.

Wegen eines Gewitters mit Blitzen und starkem Wind war das Public Viewing auf dem Stuttgarter Schlossplatz geschlossen worden. „Die Fans haben eingesehen, dass das nicht das richtige Wetter zum Fußball gucken im Freien ist”, sagte ein Polizeisprecher.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/07/05/sport/wm2006/bunt/news/t/rzo261917.html
Mittwoch, 05. Juli 2006, 23:50 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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