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Donnerstag, 13. Jun. 13

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Comeback von 96-Chef Kind - Vehling hört auf

Hannover Martin Kind ist wieder da.

Rückkehrer

Martin Kind übernimmt zum zweiten Mal den Posten des Vorstandsvorsitzenden bei Hannover 96.

Fast ein Jahr nach seinem unerwarteten Rücktritt ist der charismatische Unternehmer wieder der uneingeschränkte Herrscher bei Hannover 96.

Der 62-Jährige übernahm zum zweiten Mal nach 1997 den vakanten Posten des Vorstandsvorsitzenden beim Fußball-Bundesligisten. Mit seinem Comeback als Clubchef setzte 96-Hauptgesellschafter Kind den vorläufigen Schlusspunkt unter ein großes Stühlerücken bei dem Traditionsverein. Am gleichen Tag hatte Geschäftsführer Karl-Heinz Vehling mit sofortiger Wirkung alle Ämter niedergelegt.

„Ich werde nicht ins operative Geschäft zurückkehren. Einen Geschäftsführer Kind für den Profi-Bereich gibt es nicht”, sagte der neue Clubchef. Offiziell ist er für die Amateurabteilungen zuständig. „Ich habe das Amt übernommen, um das Gesamtkonstrukt Hannover 96 zu stabilisieren”. Gleichwohl will er möglichst schnell einen Nachfolger für Vehling installieren, der das Bundesliga-Team auf Kurs bringen soll. Im Gespräch als neuer Geschäftsführer ist Rene C. Jäggi vom 1. FC Kaiserslautern. „Wir werden eine Findungskommission einsetzen. Ich schließe nicht aus, dass Jäggi ein Kandidat ist”, erklärte Kind.

Rechtsanwalt Vehling, der seit Kinds spektakulärem Rücktritt im August 2005 mit Manager Ilja Kaenzig für den Spielbetrieb bei den Niedersachsen verantwortlich war, kam mit seinem Schritt einer möglichen Entlassung zuvor. Vor zehn Tagen hatten bereits 96-Gesellschafter Carsten Maschmeyer und der bisherige Vereinsvorsitzende Götz von Fromberg abgedankt. Ebenfalls am 7. Juli nahm Kind als neuer Mehrheitsgesellschafter die Zügel bei 96 wieder fest in die Hand.

In der Vorwoche zweifelte Kind in einem Hintergrundgespräch die Fähigkeiten des Duos Kaenzig/Vehling bei der Führung des Bundesliga-Teams an und verunsicherte damit Mannschaft, Mitarbeiter und Sponsoren. „Die mediale Diskussion löst im gesamten Umfeld wenig hilfreiche Unruhe aus und hat mich zu der Auffassung kommen lassen, dass eine vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht zu erwarten ist”, begründete der ehemalige Kind-Vertraute Vehling seine Demission.

Sein Mitstreiter Kaenzig lehnte einen freiwilligen Rückzug ab. Am früheren Leverkusener Manager hat sich die Debatte über „fehlende personelle Qualität” im Kader hauptsächlich entzündet. Daran ändern auch sechs neue Profis für das Team von 96-Trainer Peter Neururer nichts. „Wir machen unseren Job weiter. Die Vorbereitung auf den Bundesligastart ist die Hauptsache. Alles andere sind Nebengeräusche. Am Schluss zählt ohnehin der Tabellenplatz”, sagte Kaenzig.

„Um Kaenzig und Trainer Neururer gibt es keine Diskussion”, sagte Kind. Dennoch ist der Arbeitsplatz des 33-jährigen Schweizer Managers nicht sicher. Sein Verhältnis zum Trainer gilt als angespannt, und beim neuen Clubchef Kind steht Kaenzig keineswegs hoch im Kurs. „Ich habe eine gewisse Verantwortung gespürt, weil ich den Verein neun Jahre geführt habe. Es muss Ruhe einkehren”, begründete der um die Zukunft von Hannover 96 besorgte Kind seine Rückkehr ins Rampenlicht. Der größte Geldgeber stimmte deshalb der Bestellung durch den 96-Aufsichtsrat zum neuen Clubchef des Gesamtvereins e.V. zu.

In seiner ersten Amtszeit vom 29. August 1997 bis 29. August 2005 hatte Alleinherrscher Kind den wirtschaftlich schwer angeschlagenen Verein mit straffer Hand von der Regionalliga in die Bundesliga geführt. Dank seines Engagements wurde das Niedersachsenstadion in AWD-Arena umbenannt und für rund 65 Millionen Euro in ein WM-Stadion umgebaut. Diese Investitionen sah Kind angesichts der konkurrierenden Gruppen im Verein gefährdet. „Einer muss das Sagen haben”, lautet sein Motto. Kinds Wahlspruch gilt in Zukunft wieder bei Hannover 96.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/07/17/sport/fussball/t/rzo265031.html
Montag, 17. Juli 2006, 20:15 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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