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Samstag, 07. Oktober 06

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Deutsche Journalisten in Afghanistan getötet

Kabul/Bonn/Berlin (dpa) - Erstmals seit dem Sturz der Taliban vor knapp fünf Jahren sind in Afghanistan deutsche Journalisten getötet worden.

Afghanistan

Ein Soldat der ISAF neben in Burkas gehüllte Frauen auf einer Straße Kabuls (Archivbild).

Die beiden freien Mitarbeiter der Deutschen Welle, die 30-jährige Journalistin Karen Fischer und der 38-jährige Techniker Christian Struwe, wurden in der Nacht zum Samstag von Unbekannten erschossen.

Die Getöteten waren auf dem Weg von der nordafghanischen Provinz Baghlan in die Nachbarprovinz Bamian. Der Intendant der Deutsche Welle, Erik Bettermann, zeigte sich vom Tod der Mitarbeiter tief betroffen. Das Mitgefühl gelte den Angehörigen, den er „in diesen schweren Stunden Kraft” wünschte. Die Bundesregierung verurteilte das „schreckliche Verbrechen” und forderte eine rasche Aufklärung der Tat.

Die radikal-islamischen Taliban wiesen jede Verantwortung für den Tod der Deutschen zurück. „Unsere Mudschaheddin greifen keine Journalisten an”, sagte Taliban-Sprecher Kari Jussuf Ahmadi der dpa. Ein Sprecher der internationalen Schutztruppe ISAF, Major Dominic White, sagte, die beiden Journalisten hätten bis vergangenen Mittwoch „Arbeit im Zusammenhang mit der ISAF” geleistet und seien dann auf eigene Faust durchs Land gezogen. Wie die dpa erfuhr, wollten die Reporter in Bamian nach ihrer ISAF-Arbeit an einer Dokumentation arbeiten. Die ISAF habe die beiden vor der Reise gewarnt, hieß es.

Der Polizeichef Bamians , General Mohammed Dschalal Haschimi, sagte, der Mann und die Frau seien allein - ohne Fahrer und ohne einheimischen Führer - unterwegs gewesen. Der oder die Täter hätten mehrere Schüsse auf ihre Opfer abgefeuert. Einen Raubüberfall schloss er aus. Kameras, die weitere technische Ausrüstung und das Auto seien gefunden worden. Die Journalisten hätten bei einem Dorf namens Abi Tootak rund zwölf Meter neben der Hauptstraße nach Bamian gezeltet. Sie hätten die Polizei in Baghlan zuvor weder über ihre Reise informiert noch um Schutz gebeten. Bamian gilt als verhältnismäßig ruhige, Baghlan hingegen wegen zahlreicher Vorfälle als relativ problematische Provinz.

In Kabul hieß es, die Journalisten seien nicht beim afghanischen Außenministerium akkreditiert gewesen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Berlin standen die Reporter zum Tatzeitpunkt nicht in der Obhut der deutschen Truppen im Land.

In einer Erklärung verurteilte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier die Tat „auf das Schärfste”. „Der grausame und sinnlose Tod unserer Landsleute bestärkt uns in unserer Verpflichtung, die afghanische Regierung in ihrem Einsatz für Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit in Afghanistan umso nachdrücklicher zu unterstützen.” Steinmeier sprach Angehörigen, Freunden und Kollegen der Opfer das Mitgefühl der Bundesregierung aus.

DW-Intendant Bettermann nannte es tragisch, „dass Karen Fischer und Christian Struwe in dem Land sterben mussten, das sie in den vergangene Jahren mit hohem persönlichen Einsatz unterstützt haben”. Beide hätten sich zum Tatzeitpunkt auf einer privaten Reise durch Afghanistan befunden. Fischer sei eine erfahrene Reporterin mit den Schwerpunkten Nahostkonflikt und Wiederaufbau Afghanistans für das deutsche und englische Programm der Deutschen Welle gewesen. Struwe habe als Techniker an einem von der DW unterstützten Projekt zum Aufbau einer internationalen Nachrichtenredaktion beim staatlichen Sender Radio Television Afghanistan gearbeitet.

Als zuvor letzter deutscher Journalist war im November 2001 in Afghanistan ein Reporter des Magazins „Stern” bei Kampfhandlungen vor dem Sturz der Taliban getötet worden. Am Samstag war der fünfte Jahrestag des Kriegsbeginns in Afghanistan. Eine US-geführte Koalition hatte das radikal-islamische Taliban-Regime Ende 2001 gestürzt. Die Taliban hatten sich geweigert, den Drahtzieher der Anschläge vom 11. September 2001, Osama bin Laden, auszuliefern.

Die Deutsche Welle ist der Auslandssender der Bundesrepublik mit Sitz in Bonn, der in zahlreichen Sprachen sendet. Im Wesentlichen wird die Deutsche Welle aus Steuermitteln finanziert.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/10/07/news/t/rzo284660.html
Samstag, 07. Oktober 2006, 21:41 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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