IVWPixel Zählpixel
NachrichtenSportMagazinService
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Service & Kontakt
Kino Musik Szene Reise Charts Event-Kalender Ticket-Shop
Archiviert am
Samstag, 11. November 06

Ivan KralPrag - Auf der Land­karte des Rock'n'Roll besitzt die tsche­chi­sche Haupt­stadt Prag eher die Bedeu­tung eines böh­mischen Dorfes. Trotz­dem hat es ein Musiker der Moldau-Metro­pole bis nach oben geschafft: Ivan Kral.

PUR - Hartmut EnglerHal­le/West­falen - „Oh, wie ist das schön!”, sangen die 12 000 Fans am Freitag im nord­rhein-west­fäli­schen Halle gleich drei Mal während des Abends. Die Popband PUR begann ihre sechs­wöchige Tournee zum Album „Es ist wie...

Ham­burg - Ihre ersten beiden Alben „Blue Horse” (2000) und „Chi­natown” (2003) wurden hoch­gelobt, jetzt legen The Be Good Tanyas mit „Hello Love” wie­derum ein sehr schönes Album vor.

Lon­don - Die Jungs von Pink Floyd gehör­ten zu den Dau­ergäs­ten. Jahre vorher - in den Nächten der deut­schen Bom­ben­angriffe auf London - spielte hier Swing-König Glen Miller etliche Auf­nah­men ein.

Ham­burg - Drei Jungs und ein Mädchen - das ist gemein­hin die Erfolg ver­spre­chende Kon­stel­lation bei deutsch­spra­chi­gen Pop-Bands, die wie Juli, Sil­ber­mond und Wir sind Helden klin­gen.

Ber­lin - Die bri­tische Rock­band Archive hat am Mitt­wocha­bend mit einem Konzert in Berlin ihre Deutsch­land­tour­nee begon­nen. Das Pub­likum im Post­bahn­hof spen­dete der Indie-Truppe um die Band­grün­der Darius Kee­ler...

Singen wie Sinatra - Tom Gaebel profitiert vom Swing-Revival

Hamburg - Als Robbie Williams im Jahr 2001 mit seinem Album „Swing When You're Winning” den guten alten Bigband-Sound in die Pop- Charts brachte, war Tom Gaebel noch Musikstudent in Amsterdam.

Tom Gaebel

Tom Gaebel wurde im März für seine Debüt-CD "Introducing: Myself " mit einem Jazz-Award ausgezeichnet.

Inzwischen hat der gebürtige Westfale seine akademische Ausbildung in Posaune, Schlagzeug und Jazzgesang abgeschlossen, zehn Musiker um sich geschart und sich vor allem durch TV-Auftritte bei Stefan Raab einen Namen gemacht. Im März wurde er für seine Debüt-CD „Introducing: Myself” (2005) mit einem Jazz-Award, einer Art Goldenen Schallplatte, ausgezeichnet. Derzeit ist der 31-Jährige mit seiner Bigband auf Deutschland-Tournee.

„Man sagt mir einen bizarren Geschmack nach”, sagt der junge Mann im Smoking zum Auftakt seiner Konzerte, von denen eines jetzt auf DVD herausgekommen ist. Tatsächlich sind es aber die altbekannten US- Shownummern, aus denen der jungenhafte Gaebel sein Programm gestrickt hat, vom groovenden „Up Up And Away” bis zum ruhigeren „Mr. Bojangles”. Zwischendurch plaudert der Entertainer mit dem gediegenen Seitenscheitel über alte Heulsusen, neue Popstars und nimmt sich selbst auf die Schippe.

„Ich wollte keinen Jazz machen, der sich für den Normalbürger anhört, als würde gerade ein Schwein geschlachtet. Ich steh' da nicht drauf”, sagt Gaebel im dpa-Interview. Deshalb freundete er sich mit dem Swing an, einer leichten Spielart des Jazz, die ab den 1930er Jahren den Ton angab. Zudem sei seine Stimme zu tief für Rockmusik. Obwohl er früher Queen-Fan war, habe er in seiner Studenten-WG in Amsterdam auch oft Platten von Frank Sinatra gehört und mitgegrölt. Seitdem wird Gaebel mit dem US-Star verglichen. Doch damit können höchstens seine stimmlichen Qualitäten gemeint sein: Anders als Sinatra hält Gaebel sich von Zigaretten fern, trinkt auf der Bühne lieber Wasser als Whiskey, und muss sich überhaupt noch etwas in Lässigkeit üben.

„Robbie Williams ist selbstverständlich kein richtiger Jazzsänger, aber durch ihn hat sich der Swing seinen Platz zurückerobert”, sagt Gaebel. Tatsächlich ist der ehemalige britische Boygroup-Star mit seiner auf CD gegossenen Verneigung vor Sinatra erwachsen geworden, wie ihm die Presse bescheinigte. Vor allem aber hat er einen musikalischen Retro-Trend losgetreten.

Nach Williams haben hier zu Lande nicht nur die No Angels einen Ausflug in die Bigband-Ära unternommen („When The Angels Sing”, 2002), auch Xavier Naidoo, Sasha, Michael Mittermeier und Rea von der Gruppe Reamonn sind auf den Zug aufgesprungen, als sie 2005 - einmalig - Las Vegas' legendäres „Rat Pack” gaben. Der Kanadier Michael Bublé (31) landete schließlich 2005 mit seinem Swing-Album „It's Time” auf einem beachtlichen siebten Platz in den Jahrescharts.

Der Boom geht weiter und versöhnt nebenbei die Enkel mit den Großeltern. Das freut nicht zuletzt Max Greger (80), Hugo Strasser (84) und Paul Kuhn (78). Seit Jahren sind die Unterhaltungsrecken mit ihren „Swinglegenden” unterwegs. Ab Januar 2007 müssen die drei wieder ran, um es mit der 17-köpfigen SWR-Bigband swingen zu lassen.

Eine Nummer kleiner kommen die Puppini Sisters daher. Das im Stil der 40er Jahre zurechtgemachte Trio aus England will mit „Vintage Swing-Pop” in die Fußstapfen seiner Namenspatinnen treten, den Andrew Sisters („Bei mir bist du schön”).

Da ist der Berliner Roger Cicero (36) schon einen Riesenschritt weiter. Mit „Männersachen” hat er den Beweis angetreten, dass swingender Bigband-Sound und deutsche Texte sich bestens vertragen. Bis auf den dritten Rang der Charts hat es der Newcomer mit seinen neuen deutschen Swing-Songs gebracht. Ab Mitte November geht er auf Tournee.

Dann sind da noch Paul Young, der sich daran gemacht hat, Rocksongs im Bigband-Sound neu zu interpretieren sowie Steve Tyrell mit seinem Album „Songs of Frank Sinatra”. Einen so gut wie sicheren Chartanwärter, in den USA bereits in den Top Ten notiert, bringt Altmeister Tony Bennett zu uns. Im August feierte er seinen 80. Geburtstag und holte dazu jede Menge Stars der jüngeren Generation ans Mikrofon, darunter Elvis Costello, John Legend, Diana Krall und die Dixie Chicks. Die 19 Neueinspielungen seiner alten Hits als Duette lassen Bennett eine Brücke in die Gegenwart schlagen („Duets/An American Classic”). Nur seine Erkennungsmelodie, „I Left My Heart In San Francisco” (1962), singt Bennett allein.

Bennetts wohl größter musikalischer Erfolg gehört auch in Gaebels Repertoire. Das sei aber Zufall, kein Kalkül. Ohnehin ist er sich darüber im Klaren, dass er auf Dauer nicht nur mit Coverversionen vor sein Publikum treten kann. Für die Saison 2007 bereitet er deshalb eigene Stücke vor. „Sinatra ist meine Nummer eins. Aber ich will nicht zu historisch werden und irgendwann aus seinem Schatten treten”, sagt er.

Tourdaten von Gaebel: 10.11. Essen, 11.11. Baden-Baden, 12.11. Mainz, 13.11. Nürnberg, 14.11. Berlin, 15.11. Bielefeld, 16. bis 19.11. Hamburg, 20.11. Stade, 2.12. Osnabrück und 3.12. Düsseldorf. Von Bettina Greve, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/11/11/magazin/musik/t/rzo292165.html
Mittwoch, 08. November 2006, 9:06 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum    

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet

Kino-Memo-Quiz
Kino-Memo-Quiz
Doppelkarten für Koblenz
oder Mainz zu gewinnen!

Sudoku

Kino
Event-Kalender
Druckversion