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Freitag, 01. Dezember 06

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Die Handtasche prägt das Outfit

Offenbach/Hamburg (dpa/gms) - Zeig' mir Deine Handtasche, und ich sage Dir, wer Du bist: Handtaschen machen den Schuhen als weibliches Objekt der Begierde den Rang streitig.

Handtasche

Eine Handtasche offenbart viel über ihre Besitzer. (Bild: Schierenbeck/dpa/gms)

„Die Handtasche ist die beste Freundin, Statussymbol und Spiegel der Seele zugleich. Frauen definieren sich über ihre Taschen”, sagt Ulrike Schwarz vom Handwerksmuseum im bayrischen Deggendorf, das dem Accessoire eine eigene Ausstellung gewidmet hat. Da ist es kein Wunder, dass Hersteller ihren Modellen inzwischen Namen geben: So tragen Frauen heute nicht mehr die rote oder die schwarze Tasche, sondern „Miranda”, „Julia” und „Venezia”.

„Bei manchem Outfit ist die Tasche wichtiger als das Bekleidungsstück”, sagt Traudel Albrecht-Fuchs, Modeexpertin der Internationalen Lederwarenmesse in Offenbach. Allerdings ist die Wahl des richtigen Pflicht-Accessoires gar nicht so leicht: „Die passende Tasche zum Outfit zu finden, ist die hohe Kunst des perfekten Stylings”, bestätigt die Stilexpertin Maria Hans aus Hamburg.

Bei der aktuellen Mode stellt das so manche Trägerin vor eine Herausforderung. Denn voluminös muss die Tasche in dieser Saison sein und am besten im Querformat, dunkel und detailverliebt.

Die Tasche muss dem rauen Alltag gewachsen sein. Dennoch gibt es modische Grenzen der Funktionalität: Für den Cocktail nach der Arbeit, den Theaterbesuch und das erste Date sollte der „Shopper” mit viel Platz dann doch lieber zu Hause bleiben, rät Hans: „Am besten hat man zwei Taschen, wenn man abends unterwegs ist.” Dann könne man die größere an der Garderobe oder im Auto lassen - schließlich müssten für den Drink nicht Handy, Filofax oder ein zweites Paar Schuhe mit an die Bar.

„Abends darf die Tasche ruhig klein sein”, erläutert Hans. Besonders elegant findet die Expertin eine kleine Achseltasche unter dem Arm oder ein Exemplar mit kurzem Henkel. Der darf dann ruhig eine Perlen- oder Metallkette sein, sagt Albrecht-Fuchs. Insgesamt liegt bei den Taschen der Stilbruch im Trend. Da dürfe es zum eleganten Kleid oder Kostüm auch mal eine derbere Ledertasche sein: Das Tolle an Taschen sei schließlich, dass sie zu jedem Outfit passen.

Und bei den aktuellen Modellen ist alles erlaubt: Farb- und Materialmix sind angesagt, und statt Ton in Ton dürfen es unterschiedliche Nuancen sein. „Nur bitte keine dusseligen Rücksäcke”, wünscht sich Maria Hans. Und die bunte Kuriertasche mit witzigen Logos oder Slogans müsse es am Abend auch nicht unbedingt sein. Im Winter, wenn wieder dunklere Farben die Kleidung prägen, stehe bei den Taschen als Kontrastfarbe daher Rot im Vordergrund.

Und ein Muss sind auch alle metallischen Farben wie Kupfer, Gold, Silber oder Bronze. Maria Hans allerdings rät, auf Qualität zu achten: „Ein billiges Goldtäschchen kann schnell tussig wirken”, warnt sie. Trotzdem muss es nicht immer die teuere Designertasche sein: Gerade wer noch mit Taschen ausprobiert, darf auch auf preiswertere Modelle zurückgreifen. Von Britta Schmeis, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/12/01/magazin/szene/t/rzo295345.html
Dienstag, 21. November 2006, 10:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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