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Freitag, 01. Dezember 06

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Modisches Accessoire - Die aktuellen Uhrentrends

Pforzheim/Northeim (dpa/gms) - Eine Uhr hat im Grunde nichts anderes zu tun, als möglichst exakt die Zeit zu messen.

Swatch-Uhr

Swatch hat auch Uhren mit Fell-Optik im Sortiment. (Bild: Swatch/dpa/gms)

Doch gerade wenn es um die am Handgelenk getragenen Zeitmesser geht, sind Uhren je nach Vorliebe auch modisches Accessoire oder Statussymbol.

Einer grundlegenden Tendenz in der Mode unterliegen dabei derzeit auch die Uhren - fürs Handgelenk müssen sie vor allem groß und auffällig sein.

„Was in der letzten Saison noch riesig schien, sieht jetzt ganz normal aus”, heißt es beim Bundesverband Schmuck und Uhren in Pforzheim. In erster Linie sind es sportliche Modelle für Männer, die das Größenwachstum voran treiben. „Sportliche Uhren für Männer sind groß und sehr groß.” Vor allem die so genannten Chronografen beherrschen derzeit die Szene.

Obwohl Frauen aus einer Vielzahl von speziellen Damenmodellen auswählen können, bevorzugen sie ebenfalls sportliche Männermodelle. Die Hersteller passen sich solchen Vorlieben schnell an: So hat der Schweizer Hersteller Tissot ein Modell mit der Bezeichnung PRC100 herausgebracht. Diese Uhr ist auf den ersten Blick ein klassischer, voluminöser Chronograf. Seiner Zusatzbezeichnung „Lady Chrono” soll er unter anderem durch modische Farben gerecht werden.

„Auch verspielte Uhren sind beliebt, oder Modelle, die bestimmte Künstler in TV-Shows tragen”, sagt Horst Eberhardt, Geschäftsführer des Zentralverbandes der Uhrmacher in Northeim. Die Lust an der Vielfalt herrscht jedoch vor allem in den niedrigeren Preisregionen - zwischen 50 und 150 Euro etwa.

Bei Swatch gibt es für die dunkle Jahreszeit unter anderem eine Kollektion, bei der die Farbe Weiß vorherrscht und Details wie Swarowski-Kristalle für eisiges Glitzern sorgen sollen. Guess Watches in Bremen stellt modisches mit Kuschel-Optik vor: das Modell „Wild Child” mit breitem Jeans-Armband und Fleece-Unterfütterung.

Doch die preisgünstige Zweit- oder Drittuhr ist nur ein Trend. Es gibt eine parallele Entwicklung, bei der gerade die Vorlieben männlicher Uhrenträger eine Rolle spielen: „Bei den Herren geht die Entwicklung neben der Uhrengröße deutlich in Richtung des höherwertigen Bereiches”, meint Eberhardt. Beliebt sind dabei rein mechanische Uhren, gerne auch mit klassischem Handaufzug.

Auch im Oberhaus der Uhren gibt es unterschiedliche Strömungen und Vorlieben. „Auf der anderen Seite ist ein Trend zum Purismus erkennbar”, sagt Arnd Einhorn von der Uhrenmanufaktur A. Lange & Söhne in Glashütte. Die Funktionen beschränken sich auf das Anzeigen der Stunden, Minuten und Sekunden. Wer so eine Uhr zu deutlich vierstelligen Preisen erwirbt, erwartet jedoch ein mechanisches Meisterwerk auf höchstem Niveau und verzeiht keine Abweichungen bei der Ganggenauigkeit. Was dann wieder der ursprünglichen Aufgaben-Beschreibung der Uhr sehr nahe kommt. Von Heiko Haupt, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/12/01/magazin/szene/t/rzo297075.html
Dienstag, 28. November 2006, 10:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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